RHODOS (GRE)

 

Am Donnerstag erreichten wir gegen 10 Uhr unseren Liegeplatz Commercial Port in Rhodos Stadt. Davor hatte allerdings unser Kapitän Kurc Probleme mit dem Einlaufen in den Hafen, da gerade ein heftiges Unwetter mit Windstärke 10 über die "Insel der ewigen Sonne" zog.
Nach überstandenem Gewitter begann eine halbe Stunde später unser vom Schiff aus gebuchter, 4,5 Stunden dauernder und € 42,-/Person kostender Ausflug mit der Bezeichnung "Filerimos & Altstadt von Rhodos".
Rhodos war für uns Beide eine Rückkehr zu unserem gemeinsamen Ursprung, denn hier verbrachten wir im Herbst 2001 - nur sechs Tage nach den Terroranschlägen in Amerika - unseren ersten gemeinsamen Urlaub.

Mit dem Bus erreichten wir nach einer halben Stunde Fahrt über die Westküstenstraße und inzwischen herrlichem Wetter das Kloster Filerimos.
Auf dem Filerimos-Berg (ca. 270 Meter hoch) befand sich früher einmal das antike Ialyssos. Überreste sind noch vorhanden, doch beherrscht wird die Anlage von dem byzantinischen Kloster aus dem 10. Jahrhundert. Die Johanniter-Kirche wurde 1480 erbaut und während der italienischen Besatzungszeit - wie auch das Kloster, welches heute nicht mehr bewohnt ist - vollständig restauriert.
Gegenüber dem Eingang zum Kloster und der Ausgrabungsstätte führt eine Allee (der Kreuzweg Golgatha) zu einem großen Kreuz aus Beton. Von hieraus bietet sich ein herrlicher Blick auf die Küstenlandschaft.
Filerimos ist ein Platz zum entspannen und Natur genießen.

Nach zirka einer Stunde Aufenthalt traten wir die Rückfahrt Richtung Rhodos Altstadt an, wo sich unser nächster Besichtigungspunkt befand. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Altstadt erreichten wir den Großmeisterpalast, dessen Besuch auf dem Programm stand.
Der Großmeisterpalast von Rhodos wurde im 14. Jahrhundert als Residenz des Großmeisters des Johanniterordens in Rhodos auf der Insel Rhodos errichtet. Nach der osmanischen Eroberung der Insel im Jahre 1522 diente er als Gefängnis und Pulvermagazin.
Durch eine Munitionsexplosion 1856 schwerst beschädigt, wurde der Palast während der italienischen Herrschaft (1912–1943) bis 1940 wieder aufgebaut und vergrößert. Diese Rekonstruktion wird heute als Teil des politisch bestimmten monumentalen Bauprogramms des Faschismus auf Rhodos zum Teil kritisch gesehen. Original erhalten ist noch der Eingangsbereich mit seinen eindrucksvollen Türmen. Der neu errichtete Palast war als Residenz des italienischen Königs und später als Sitz für Benito Mussolini vorgesehen. Beide kamen nicht dazu, ihn als solchen zu nützen.
Heute ist hier das archäologische Museum von Rhodos untergebracht, in dem römische und griechische Skulpturen ausgestellt sind sowie zahlreiche Mosaiken, die unter der italienischen Besatzung ihren Weg von Kos hierher fanden.

Nach der Besichtigung des Palastes führten wir unseren Spaziergang durch die Altstadt fort.
Die Altstadt, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, liegt zum Teil auf einem Hügel und ist von einer vier Kilometer langen Festungsmauer umgeben, die bis an den Hafen reicht.
In der Ritterstraße befinden sich die sogenannten „Herbergen der Zungen“ der ritterlichen Landsmannschaften. Ursprünglich bestand der Johanniterorden aus sieben „Zungen“: Provence, Auvergne, Frankreich, Italien, Aragon, England und Deutschland. 1461 wurde Aragon geteilt und Kastilien die achte „Zunge“.
Die „Touristen-Meile“ in der Altstadt von Rhodos heißt Odos Sokratous. Berühmte Plätze sind der Platz der jüdischen Märtyrer (Seepferdchenbrunnen) und die Platia Ippokratu mit ihrem Eulenbrunnen. Südwestlich der Sokratous erstreckt sich die eigentliche Altstadt, das Türkenviertel, mit ihren schmalen Gässchen, diversen Moscheen, kleinen Plätzen und einem türkischen Bad.

Nachdem die offizielle Besichtigung beendet war, machten wir uns alleine auf den Weg zum Hafen, auf der Suche nach jener Konditorei, von der wir seit unserem Besuch 2001 auf Rhodos geschwärmt hatten. Und wir mussten nicht erst lange suchen, da hatten wir sie auch schon entdeckt - "Pink Panther". Die Auswahl an Torten sowie die runden Glasbehälter mit den Goldfischen auf den Tischen war unverwechselbar. Wir genossen die Köstlichen Mehlspeisen und schwelgten in Erinnerungen an die Vergangenheit, ehe es zu Fuß ein letztes Mal in diesem Urlaub in Richtung AIDAdiva ging.

 


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