Australien & Neuseeland (28.9.-7.11.2019)

 

 

 

 

Reiseroute

  • 28.+ 29.9.19: Anreise von Wien über Frankfurt und Singapur nach Darwin.
  • 30.9.19: Darwin - Kakadu Nationalpark (Ubirr, Yellow Water Billabong)
  • 1.10.19: Kakadu Nationalpark (Nourlangie Rock) - Nitmiluk Nationalpark (Katherine Gorge) - Katherine
  • 2.10.19: Katherine - Elsey National Park - Daly Waters - Tennant Creek
  • 3.10.19: Tennant Creek - Devils Marbles - Aileron Roadhouse - Alice Springs
  • 4.10.19: Alice Springs - West MacDonnell National Park (Simpsons Gap, Standley Chasm) - Alice Springs
  • 5.10.19: Alice Springs - Erldunda Roadhouse - Yulara - Ayers Rock (Uluru) - Yulara
  • 6.10.19: Yulara - Ayers Rock (Uluru) - Yulara - Olgas (Kata Tjuta) - Yulara
  • 7.10.19: Yulara - Erldunda Roadhouse - Marla Roadhouse - Coober Pedy
  • 8.10.19: Coober Pedy - Glendambo Roadhouse - Lake Hart - Island Lagoon - Woomera - Port Augusta
  • 9.10.19: Port Augusta - Lochiel - Sevenhill - Chateau Tanunda (Weinverkostung) - Gorge Wildlife Park - Adelaide
  • 10.10.19: Adelaide - Murray Bridge - Conalpyn - Mount Gambier - Blue Lake Kratersee - Umpherstone Sinkhole - Tower Hill Wildlife Reserve - Warnambool
  • 11.10.19: Warnambool - Great Ocean Road (Bay of Islands, London Bridge, Loch Ard Gorge, Twelve Apostles, Apollo Bay, Kennett River) - Melbourne
  • 12.10.19: Melbourne
  • 13.10.19: Flug Melbourne nach Cairns - Palm Cove
  • 14.10.19: Palm Cove - Daintree Nationalpark (Mossman Gorge) - Port Douglas - Palm Cove
  • 15.10.19: Palm Cove
  • 16.10.19: Palm Cove - Kuranda Scenic Railway - Kuranda (Koala Gardens) - Skyrail - Flug von Cairns nach Sydney
  • 17.10.19: Sydney
  • 18.10.19: Sydney
  • 19.10.19: Sydney - Flug von Sydney über Melbourne nach Christchurch (NZL)
  • 20.10.19: Christchurch
  • 21.10.19: Christchurch - Fairlie - Lake Tekapo
  • 22.10.19: Lake Tekapo - Lake Pukaki - Benmore Dam - Oamaru - Moeraki Boulders - Dunedin
  • 23.10.19: Dunedin - Otago Halbinsel (Bootsfahrt) - Dunedin - Te Anau
  • 24.10.19: Te Anau - Mirror Lakes - The Chasm - Milford Sound (Bootsfahrt) - Te Anau - Queenstown
  • 25.10.19: Queenstown - Arrowtown - Kawarau Bungy Centre - Lake Wanaka - Thunder Creek Falls - Ship Creek - Fox Glacier
  • 26.10.19: Fox Glacier - Lake Matheson - Franz Josef Gletscher - Hokitika - Shantytown Heritage Park - Greymouth
  • 27.10.19: Greymouth - Pancake Rocks & Blowholes - Murchison - Weingut "Seifried Estate" - Nelson
  • 28.10.19: Nelson - Abel Tasman National Park - Nelson
  • 29.10.19: Nelson - Picton - Fährüberfahrt - Wellington
  • 30.10.19: Wellington - Bulls - Ohakune - Tongariro Nationalpark
  • 31.10.19: Ohakune - Taupo - Huka Falls - Waiotapu - Rotorua
  • 1.11.19: Rotorua - Te Puia Maori Village‎ - Rotorua - Mitai Maori Village - Rotorua
  • 2.11.19: Rotorua - Matamata - Waitomo Caves (Glowworm Cave) - Otorohanga - Auckland
  • 3.11.19: Auckland - Matakohe (The Kauri-Museum) - Waipoua Forest (Tane Mahuta) - Opononi - Kawakawa - Paihia
  • 4.11.19: Paihia - Ninety Mile Beach - Giant Sand Dunes - Cape Reinga - Houhora - Puketi Kauri Forest - Paihia
  • 5.11.19: Paihia - Bay of Islands (Bootsfahrt) - Paihia - Waitangi - Auckland
  • 6. + 7.11.19: Auckland - Rückflug über Singapur und Frankfurt nach Wien

 

 

Fotogalerie AUSTRALIEN

Mit einem Klick zur jeweiligen Bildergalerie!

 

KAKADU NP
KAKADU NP
AYERS ROCK - Umrundung
AYERS ROCK - Umrundung
PALM COVE
PALM COVE
NITMILUK NP - KATHERINE GORGE
NITMILUK NP - KATHERINE GORGE
OLGAS
OLGAS
KURANDA
KURANDA
DEVILS MARBLES
DEVILS MARBLES
GORGE WILDLIFE PARK
GORGE WILDLIFE PARK
SYDNEY - Tag 1
SYDNEY - Tag 1
WEST MAC DONNEL NP
WEST MAC DONNEL NP
GREAT OCEAN ROAD
GREAT OCEAN ROAD
SYDNEY - Tag 2 & 3
SYDNEY - Tag 2 & 3
AYERS ROCK - Sundowner
AYERS ROCK - Sundowner
MELBOURNE
MELBOURNE

 

Fotogalerie NEUSEELAND

Mit einem Klick zur jeweiligen Bildergalerie!

 

CHRISTCHURCH
CHRISTCHURCH
ARROWTOWN & SHANTYTOWN
ARROWTOWN & SHANTYTOWN
ROTORUA
ROTORUA
LAKE TEKAPO & LAKE PUKAKI
LAKE TEKAPO & LAKE PUKAKI
PANCAKE ROCKS & BLOWHOLES
PANCAKE ROCKS & BLOWHOLES
NINETY MILE BEACH & CAPE REINGA
NINETY MILE BEACH & CAPE REINGA
DUNEDIN & OTAGO HALBINSEL
DUNEDIN & OTAGO HALBINSEL
ABEL TASMAN NP
ABEL TASMAN NP
BAY OF ISLANDS
BAY OF ISLANDS
MILFORD SOUND
MILFORD SOUND
WELLINGTON
WELLINGTON
WAITANGI
WAITANGI
SHIP CREEK
SHIP CREEK
WAIOTAPU
WAIOTAPU
AUCKLAND
AUCKLAND

 

Rundreise durch Australien & Neuseeland

 

URLAUBSPLANUNG


Seit unzähligen Jahren sprachen wir über eine Reise nach Australien & Neuseeland. Das andere Ende der Welt. Da es im Berufsleben praktisch unmöglich ist sechs Wochen am Stück Urlaub zu bekommen, blieb dieser Wunsch vorerst unrealistiach.
Als ich zu Jahresbeginn, nach 17,5 Dienstjahren, überraschend von meinem Arbeitgeber gekündigt wurde, sah die Situation plötzlich anders aus. Eine "besondere" Reise musste nun her, um die Abfertigung für viele Jahre harter Arbeit auch sinnvoll anzulegen. Entweder eine Weltreise mit AIDA Cruise oder eben die Rundreisekombination Australien & Neuseeland.
Schon Ende März fiel die Entscheidung auf Ozeanien. Wir buchten also nicht nur die teuerste Reise sondern mit 41 Tagen auch die längste Reise.
Zuerst 20 Rundreisetage mit drei Inlandsflügen in Australien und anschließend 18 Tage Durchquerung von Süd- und Nordinsel Neuseelands.
Da wir bislang lediglich drei Wochen am Stück unterwegs waren, holten wir uns den einen oder anderen Tip bei Urlaubsbekannten, welche diese Reise bereits vor neun Jahren gemacht hatten.
Wie sich im Laufe der Reise herausstellen sollte, kommt man in einen Rhytmus, bei dem man die Länge der Reise überhaupt nicht wahr nimmt.


 

ANREISETAGE - Samstag 28.9.19 & Sonntag 29.9.19


Unsere Freundin Monika holt uns wie vereinbart um 4:30 Uhr von zu Hause ab, und liefert uns ebenso verlässlich eine dreiviertel Stunde später am Flughafen Schwechat ab. Ein weiteres Mal funktioniert das Einchecken und Ausdrucken der Bordkarten an den Computerterminals nicht. Allerdings werden wir äußerst zuvorkommend von einer AUA-Mitarbeiterin am Schalter bedient.
Um 8:15 Uhr startet der Airbus A321 von Austrian Airlines in Richtung Frankfurt, wo wir um 9:25 Uhr landen. Die erste, aber bei Weitem kürzeste Flugstrecke ist damit geschafft. Um 12:30 Uhr hebt der Airbus A380-800 von Singapur Airlines Richtung Singapur ab. 11,5 Stunden später erreichen wir das asiatische Flugdrehkreuz mit sechs Stunden Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit.
Mit 10 Minuten Verspätung starten wir mit einer Boeing 737-800 zum letzten Abschnitt nach Darwin. Nach der Landung dann die böse Überraschung! Als wir nach 4:20 Stunden endlich Australien erreicht haben, fehlen vier Koffer aus der Reisegruppe. Natürlich ist auch mein Gepäckstück darunter! Die anschließende Reklamation wird zur Odyssee. Trotz Intervention der Reiseleiterin dauert das Prozedere zur Datenaufnahme und zur vorläufigen Entschädigungszahlung von AUD 150,- fast drei Stunden. Der kleine und sehr ruhige Flughafen rächt sich nun wegen der fehlenden technischen Einrichtungen. Um 17:30 Uhr verlassen wir endlich mit einem großen Reisebus für 50 Personen und 25 Reiseteilnehmern das Flughafenareal, um die wenigen interessanten Gebäude der Stadt Darwin bei einer Stadtrundfahrt und einem Spaziergang kennen zu lernen. Gegen 18:30 Uhr erreichen wir das Doubletree Hotel, wo wir nur wenige Minuten später zum Abendessen ins Hotelrestaurant gehen. Als Hauptspeise wird uns ausgezeichnetes, gekochtes Rindfleisch mit Püree serviert. Um 20:30 Uhr begeben wir uns auf's Zimmer, um den emmens anstrengenden Anreisetag ausklingen zu lassen.


 

1. Rundreisetag - Montag 30.9.19


Um 8 Uhr verlassen wir das Hotel in Darwin und gehen nur einen Straßenzug weiter bei Woolworths und einer Apotheke shoppen. Da mein Koffer am Vortag nicht angekommen ist, fehlen uns Hygieneartikel, Sonnencreme und Mückenspray. Danach fahren wir in den Kakadu-Nationalpark zum Ubirr Rock, wo wir eine 80-minütige Wanderung zu Felsmalereien der Aborigines unternehmen. Wir erklimmen auch den höchsten Punkt, von wo aus man eine traumhafte Rundumsicht auf den Nationalpark genießt.
Der Kakadu-Nationalpark umfasst ein Gebiet von etwa 19.800 km² und erstreckt sich 200 km von Nord nach Süd und über 100 km von Ost nach West.
Wegen seines herausragenden natürlichen und kulturellen Werts wurde er in die Liste der UNESCO sowohl als Weltnaturerbe als auch als Weltkulturerbe aufgenommen. Der Park enthält eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen von Felsmalereien der Welt.
Das Thermometer meiner Uhr als auch die australische Wetter-App verkünden stolze 37,5 Grad. Es folgt ein kurzer Stopp im Visitor Center, ehe wir weiter zum Yellow Water Billabong fahren.
Billabong ist ein in Australien verwendeter Begriff aus der Sprache der Aborigines für ein Gewässer, wie beispielsweise einen versickernden Flussarm oder ein Wasserloch in einem Flusslauf, das sich ähnlich einem Wadi in der Regenzeit mit Wasser füllt und während der Trockenzeit mehr oder minder stark austrocknet.
Hier startet die zweistündige Bootstour am Alligator River, bei der wir diverse Vogelarten, Salzwasserkrokodile, Wasserbüffel, Wallabys und wilde Pferde aus Nah und Fern sehen. Auch der Sonnenuntergang trägt zu einem schönen Nachmittag bei. Um 18:45 Uhr erreichen wir die Cooinda Lodge, wo wir sogleich unsere Zimmer beziehen. Gleich danach geht's ins Bistro der Anlage, wo uns die Selbstbedienungspreise erstmal umhauen. Wir essen gemeinsam eine Pizza mit Serrano-Schinken und Spinat. Danach gehen wir von der Hitze geschlaucht in unsere Unterkunft.

 

2. Rundreisetag - Dienstag 1.10.19


Heute stehen wir bereits um 7:30 Uhr auf. Wir verlassen die Cooinda Lodge, bleiben allerdings im Kakadu-Nationalpark. Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir den Ausgangspunkt für die kurze Wanderung beim Nourlangie Rock. Hier sehen wir so wie am Vortag Felsmalereien der Ureinwohner. Abschließend erklimmen wir einen Aussichtspunkt mit Blick auf die Felsformation. Nach einer knappen Stunde sind wir zurück beim Bus. Schweißgebadet von der bereits am Morgen hohen Temperatur und der ebenso hohen Luftfeuchtigkeit. Der klimatisierte Bus wirkt Wunder. Bis zur nächsten Station in Pine Creek sind wir wieder trocken gelegt. Im berühmten "Mayse's" gönnen wir uns einen Snack und den typischen Mango-Smoothie mit Milch. Im Anschluß haben wir eine Fahrtstrecke von eineinhalb Stunden zu absolvieren.
Im Nitmiluk-Nationalpark angekommen besuchen wir zuerst das Besucherzentrum, ehe wir eine Bootsfahrt durch das Schluchtenlabyrinth der Katherine Gorge unternehmen, wo um diese Jahreszeit niedriger Wasserstand herrscht. Die Temperatur hat mittlerweile auf 40 Grad zugenommen - Höchstwert der Reise. Zwei Schluchten mit einer zehnminütigen Überbrückungswanderung legen wir in den zwei Stunden zurück. Eine beeindruckende Landschaftskulisse, die wir hier erleben dürfen.
Danach geht's nach Katherine, wo wir im Supermarkt für das Abendessen einkaufen. Um 18:45 Uhr erreichen wir die Hotelanlage. Den Abend lassen wir mit Salami, Käse, Tomaten und Baguette ausklingen.

 

3. Rundreisetag - Mittwoch 2.10.19


Um 8 Uhr verlassen wir das Hotel in Katherine.
Eine Stunde später erreichen wir die bekannten Thermalquellen Mataranka Hot Springs im Elsey National Park. Nachdem mein Koffer mit der Badehose noch nicht angekommen ist, unternehmen wir anstelle des heißen Bades einen Spaziergang im Regenwald. Dabei versuchen wir dem "Abfall" tausender Flughunde auszuweichen, die in den Palmkronen über uns hausen. Eine wunderschöne tropische Vegetation ist dabei unser Begleiter.
Danach fahren wir weiter zu unserer Mittagsrast in Daly Waters. Dort besuchen wir eines der urigsten Pubs des Landes - das Daly Waters Pub. Wir genehmigen uns eine Kleinigkeit zu Essen, und ich mir einen Pint Cider dazu. Das Pub bietet all jene Dinge, welche die Touristen im Laufe der Jahre zurück gelassen haben. Darunter eine Sammlung an Unterwäsche, Visitenkarten, Schuhe, Autokennzeichen, usw. Im Freien haben wir mittlerweile 39 Grad erreicht. Die lange Fahrstrecke von beinahe 600 km nach Tennant Creek teilen wir durch einige Pausen und Fotostops auf. Unter anderem können wir bei der Raststation "Threeways" einige sogenannte "Road Trains" fotografieren. So bezeichnet man eine lange Lastwagen-Kombination mit mehreren Anhängern. Bei australischen Lastwagenkombinationen spricht man ab einer Länge von 36,50 m von einem "Road Train". Erlaubt sind maximal 53,50 m Länge und ein maximales Fahrzeuggewicht bis 132 to ohne Zugwagen.
Kurz vor der Hotelankunft, gleichzeitig mit dem Sonnenuntergang, machen wir noch einen kurzen Halt bei der alten, aber renovierten, Telegraphenstation von Tennant Creek.
15 Minuten später erreichen wir unsere Unterkunft in der kleinen Stadt am Stuart Highway, wo es um 19:30 Uhr noch Abendessen in Buffetform gibt.

 

4. Rundreisetag - Donnerstag 3.10.19


Nach der gestrigen Marathonfahrstrecke von knapp 600 km stehen auch heute 455 km am Programm. Um 8 Uhr verlassen wir das Bluestone Motel in Tennant Creek in Richtung Alice Springs, dem geographischen Zentrum des Kontinents. Kurz nach 9 Uhr erreichen wir das erste Tagesziel - die Gesteinsformationen der Devils Marbles.
Das Gebiet umfasst einige tausend runde Granitfelsen. Die Bedeutung des Begriffs Karlu Karlu - wie die Region in der Sprache der Ureinwohner genannt wird - ist rundes Objekt. Für die Aborigines umfasst der Name aber mehr als eine einfache Beschreibung der Sachlage. Nach ihrer Überlieferung handelt es sich bei den Felsen um die Eier der Regenbogenschlange aus der Traumzeit. Die Stätte spielt daher in den Zeremonien und Legenden der Ureinwohner eine sehr große Rolle. Unter den Karlu Karlu befindet sich ein Granitvorkommen, ein Teil der Davenport Range, das durch Verwitterungsprozesse des darüber liegenden Gesteins oberflächennah hervortritt. Bei den kugelförmigen Teufelsmurmeln handelt sich um rundgeformte Felsen aus Granit, die durch Verwitterung und Erosion entstanden sind. Diese Verwitterungsform, die sich insbesondere bei Hartgesteinen vollzieht, wird als Wollsackverwitterung bezeichnet.
Eine faszinierende Landschaft, wie von Menschenhand geschaffen. Knapp eine Stunde verbringen wir bei bei 38 Grad bei einem Spaziergang, der uns unzählige Fotomotive näher bringt. Der Unterschied von der Witterung zu den Tagen davor liegt im Wüstenklima, welches im Gegensatz zum feuchten Tropenklima gleich wesentlich erträglicher wirkt.
Nach fast drei Stunden Busfahrt wird es gegen 13 Uhr Zeit für eine Mittagsrast. Für diese bietet sich das Roadhouse von Aileron an, das seinen Besuchern spektakuläre, riesige Skulpturen bietet. Daneben können wir auch Esel und Kamele fotografieren. Wir konsumieren einen Sandwich mit Speck und Ei, ehe wir uns 45 Minuten später wieder auf die Walz begeben.
Nach einer Stunde erreichen wir den Wendekreis des Steinbocks, welcher durch ein Monument gekennzeichnet ist. Ein Foto muss schon her!
Eine weitere halbe Stunde später erreichen wir schließlich das Tagesendziel Alice Springs mitten im Outback.
Alice Springs entstand 1872 im Zuge des Baus der Transaustralischen Telegrafenleitung. Der Kommunikationswissenschaftler und Astronom Charles Todd war als Direktor der Postdienste im Auftrag der Kolonialregierung von South Australia für dieses Projekt verantwortlich. Da die Telegraphenverbindungen aufgrund der Widerstände der Leitungen nur eine begrenzte Strecke überbrücken konnten, musste eine Reihe von Telegraphenstationen inmitten des Outbacks errichtet werden. Eine davon war Alice Springs.
Erster Besichtigungspunkt ist eben jene, einst wichtigste Telegraphenstation der gesamten Nord-Südverbindung entlang des Stewart Highways, die schön renoviert zu besichtigen ist. Bei "angenehmen" 36 Grad schauen wir uns die Station und das Umland an. Danach geht es auf den Aussichtspunkt Anzac Hill, von wo wir die "Schachbrettstadt" Alice Springs von Oben fotografieren können. Im Anschluß fahren wir ins Stadtzentrum, wo wir bei Woolworths für das Abendessen einkaufen. Einstweilen sollten von unserer Reiseleiterin Viktoria und dem Busfahrer Joe die vier fehlenden Koffer von der Anreise am Flughafen abgeholt werden. Doch wieder einmal Fehlanzeige! Die Beiden stehen vor verschlossenen Türen. Das Warten geht in die Verlängerung!
Um 18 Uhr erreichen wir das sehr moderne Hotel Crowne Plaza Lesseters, wo wir als Erstes das eingekaufte Picknick auf der Zimmerterasse verzehren. Müde von der langen Fahrt und der tagelangen Hitze gehen wir bereits früh zu Bett.

 

5. Rundreisetag - Freitag 4.10.19


Erstmals auf unserer Reise durch Australien brauchen wir heute keinen Hotelwechsel vollziehen. Um 8 Uhr verlassen wir die Hotelanlage, um die verloren gegangenen Koffer am Flughafen von Alice Springs abzuholen. Doch schon bald nach Ankunft verfliegt der Optimismus. Es wird uns mitgeteilt, dass die Koffer tags zuvor noch nicht in Alice Springs angekommen sind. Wenig später, nach Rückfrage am Flughafen in Darwin, dann die Mitteilung, zwei der vier Gepäckstücke seien im Flieger, der in wenigen Minuten landen wird. Und dann, wie durch ein Wunder, werden wir vom zuständigen Quantas-Mitarbeiter zu allen vier Koffern geführt, die aufgereiht bereits auf uns warten. Wo diese herkommen ist uns in diesem Augenblick völlig egal. Mit fünf Tagen Verspätung halten wir die Koffer wie Heiligtümer in den Händen.
Nun geht es unbeschwert in den West MacDonnell National Park, wo wir schon bald das Grab von John Flynn besuchen, der das "Royal Flying Doctor Service" gegründet hatte.
Der Aerial Medical Service (AMS) wurde 1928 von John Flynn, einem Pfarrer der Presbyterianischen Kirche, gegründet. Er wollte den Missstand beheben, dass es nur zwei Ärzte für das zwei Millionen km² große Outback gab. Bereits 1912 rief er die Australian Inland Mission ins Leben und eröffnete einige Buschkrankenhäuser. Um die gewaltigen Strecken zurücklegen zu können, setzte er, sobald die Technik zuverlässig genug war, auf Flugzeuge.
Nach dem kurzen Fotostop sind wir schon bald in Simpsons Gap, eine der vielen Schluchten und Felsdurchbrüche der MacDonnell Ranges. Hier unternehmen wir eine Kurzwanderung im und entlang des um diese Jahreszeit trockenen Flussbettes bis zu jener Stelle, wo noch etwas Wasser unser Weiterkommen verhindert. Auf den Felsformationen im Schatten begegnen wir erstmals Kängurus in freier Wildbahn. Drei Schwarzfußkängurus bewegen sich auf den Felsblöcken, wobei eines der niedlichen Tiere für uns posiert. So werden wir bei 35 Grad nicht nur von der Landschaft, sondern auch von der Tierwelt belohnt.
Wir fahren fünfundvierzig Minuten weiter zur sogenannten Standley Chasm, einer weiteren Schlucht, die wir erwandern. Drei Kilometer außerhalb ist ein dreiviertel Jahr zuvor ein Brand ausgebrochen, der sich durch die gesamte schmale Schlucht ausgebreitet hat. Dementsprechend verkohlt sind viele Bäume, Palmen und Steine der Schlucht. Am Ende dann beidseitig gewaltige, fast 100 m hohe Felsformationen und nur ein schmaler Durchgang von 3-4 m, der am Ende durch heruntergebröckelte Steine blockiert ist. Beeindruckend winzig der Mensch zwischen der unendlichen Natur. Bei 36 Grad verlassen wir wieder die Schlucht und gönnen uns beim Kiosk ein erfrischendes Eis.
Fünfundvierzig Minuten später erreichen wir das Crowne Plaza Hotel in Alice Springs. Bereits 20 Minuten später machen wir uns mit dem Bus wieder auf in die Stadt, um Proviant für das Abendessen einzukaufen. Heute gibt es zur Abwechslung auf der zimmereigenen Terasse geräucherten Lachs, Salami, Käse, Tzatziki und Grapetiser sowie Radler.

 

6. Rundreisetag - Samstag 5.10.19


Die heutige Fahrstrecke führt über 460 km von Alice Springs zum Ayers Rock (Uluru).
Um 7:40 Uhr verlassen wir die Hotelanlage erstmals mit allen Koffern im Bus. Nach zwei Stunden der erste Zwischenstop beim Erldunda Roadhouse, wo wir Emus antreffen. Weitere 90 Minuten später dann ein besonderer Fotostop beim Mount Conner Lookout. Nicht der Tafelberg auf der einen Seite der Straße ist das Besondere, sondern vielmehr der Ausblick von der rotgefärbten Sanddüne auf den Salzsee mit blitzblauem Himmel auf der anderen Seite. Schöner könnte der Farbenkontrast als Fotomotiv nicht sein. Schon bald darauf taucht in der Entfernung der berühmte Ayers Rock auf. Gegen 13:30 Uhr erreichen wir das in den 80'er-Jahren entstandene Ayers Rock Resort mit Hotels der unterschiedlichen Kategorien, Campingplatz, Restaurants und Shops. Eine kleine Stadt im Outback.
Wir beziehen ein Zimmer im Outback Pioneer Hotel, wo wir zwei Stunden Freizeit zum Frisch machen genießen.
Um 15:30 Uhr geht's dann zum ersten Mal in den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark - genauer gesagt zum Ayers Rock.
Der Nationalpark, der früher Ayers Rock-Nationalpark hieß, ist seit 1987 UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe.
Der Ayers Rock, offiziell „Uluru/Ayers Rock" genannt, ist ein Inselberg, der sich ca. 350 m über sein Umland erhebt. Er ist etwa 3 km lang, bis zu 2 km breit und hat an der Basis einen Umfang von rund 9 km.
Die alte Bezeichnung Uluru entstammt der Sprache des Aborigines-Stammes Pitjantjatjara. Erst 1873 wurde durch die australischen Behörden der Name Ayers Rock festgelegt, der sich auf Sir Henry Ayers, den achten Premierminister von South Australia, bezieht. Dieser Name war seitdem weitgehend sowohl in Australien wie auch im Ausland benutzt. Im Zuge der Verwirklichung der Verordnung der australischen Regierung über Doppelnennungen ("dual naming") wurde der Name 2002 offiziell auf Uluru / Ayers Rock geändert.
Der Aboriginal Land Rights Act, ein 1976 unterzeichnetes Gesetz der australischen Bundesregierung, sprach den Aborigines Landrechte im Northern Territory zu. Es trat 1977 in Kraft. Die Anangu reichten einen Land Claim ein, der bei Gerichtsverhandlungen als berechtigt eingestuft wurde. Am 26. Oktober 1985 übergab der Generalgouverneur am Fuß des Uluru den Anangu die Eigentumsurkunde. Im Anschluss daran, wenige Minuten später, wurde ein Vertrag unterzeichnet, in dem die Anangu das Land für 99 Jahre zurück an den Australian Parks and Wildlife Service verpachteten. Der Verwaltungsrat des Nationalparks ist seither paritätisch aus Anangu und Weißen zusammengesetzt.
Auf Grund seiner spirituellen Relevanz für die Traumzeit-Erzählungen gilt er den lokalen Aborigines, den Anangu, als Heiliger Berg.
Wir unternehmen eine Kurzwanderung am "Mala-Walk" zur "Kantju Gorge". Es ist ein erstes Kennenlernen des beeindruckenden Naturphänomens in einem der schönsten Abschnitte bei phantastischer Sonneneinstrahlung. Unbeschreiblich der Anblick des Uluru aus unmittelbarer Nähe. Schwarze Schleier schlängeln sich den sonst rötlichen Sandstein entlang in die Tiefe, dort wo in Regenzeiten das Wasser herunterströmt. Knapp über eine Stunde haben wir Zeit für den Spaziergang direkt am Ayers Rock. Danach fahren wir eine kurze Distanz zum Busparkplatz, um den Sonnenuntergang zu verfolgen. Hier können wir die unterschiedlichen Farbstimmungen und Blickwinkel des Heiligen Berges der Ureinwohner einfangen. Dazu gibt es von der hiesigen Agentur Sekt sowie käse und Tacos mit verschiedenen Dips. Besonders beeindruckend die abschließende dunkelrote Färbung des Berges bei Sonnenuntergang. Der Ayers Rock strahlt eine besondere Erhabenheit aus. Kurz nach 19 Uhr erreichen wir wieder die Hotelanlage in Yulara. Hungrig kaufen wir uns beim Imbis eine "Aussie"-Pizza, die wir zu Zweit verschlingen. Es wird 21 Uhr, ehe wir uns hundemüde in unser Zimmer zurück ziehen. Die Freude auf den zweiten Tag am Ayers Rock ist riesengroß!

 

7. Rundreisetag - Sonntag 6.10.19


Heute steht ein Höhepunkt der Reise am Programm.
Um 7:30 Uhr, nach einem deftigen Frühstück mit Singapur-Nudeln, verlassen wir das Resort und fahren 20 Minuten zum Ausgangspunkt der Wanderung um den Ayers Rock. Kurz vor 8 Uhr starten wir im Schatten des Heiligen Berges, auf einem wunderbar präparierten Pfad - dem sogenannten Base Walk -, die 10,6 km lange Umrundung. Bereits eine halbe Stunde später erreichen wir jene Kante des Uluru, an der die Sonne unerbärmlich auf uns herab brennt. Allerdings erreicht die Temperatur - gegen aller Voraussagen - während der knapp drei Stunden nicht mehr als 35 Grad, und ein flotter Wind begleitet uns die meiste Zeit. Um jede Ecke des Berges ergeben sich neue Fotomotive. So verfliegen die drei Stunden, und ich erreiche als Letzter der Gruppe den Bus am Ausgangspunkt. Nun geht's noch für eine halbe Stunde ins Besucherzentrum des Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, wo man Einblick in die Beziehung der Ureinwohner zu der Umgebung gewinnen kann.
Kurz vor 12 Uhr kehren wir ins Outback Pioneer Hotel für die Mittagspause zurück. Diese nutzen wir zur Erholung, ehe wir um 15:30 Uhr zu den sogenannten Olgas (Kata Tjuta) aufbrechen.
Nach zwei Fotostops mit Aussicht auf die Olgas, erreichen wir um 17 Uhr den Parkplatz für die Kurzwanderung in die Walpa Gorge.
Die Kata Tjuta sind eine Gruppe von 36 Bergen. Der mit 1069 m höchste Fels, der Mount Olga, ragt 564 m aus der Umgebung heraus. Die Kata Tjuṯa erhielten von ihrem Entdecker, dem aus England stammenden Australier Ernest Giles, 1872 den Namen The Olgas. Ernest Giles, der auf dem Weg zum Lake Amadeus war, fühlte sich seinen Förderern, dem württembergischen Königshaus mit König Karl und dessen Gemahlin Königin Olga von Württemberg, verpflichtet.
Schon bald nachdem wir den Bus verlassen, können wir die gewaltige Dimension und die Schönheit der Schlucht erkennen. Wieder einmal zeigt sich, wie klein der Mensch im Vergleich zu den Naturgewalten ist. Wir wandern den steinigen, unebenen Weg in die Schlucht, wobei diese immer enger und Felsen immer höher werden. Einfach unbeschreiblich! Schließlich gelangen wir an eine Aussichtsplattform, die das Ende des begehbaren Bereichs markiert. Wir sind vom Farbenspiel hin und her gerissen. Blauer Himmel mit kleinen weißen Wolken, die von der direkten Sonneneinstrahlung braunen Sandsteinformationen und die an manchen Stellen üppig grüne Vegetation. Nach einer Stunde kehren wir in Begleitung von Millionen Fliegen zum Bus zurück. Nun geht es zum Sonnenuntergangsparkplatz in unmittelbarer Nähe. Eine halbe Stunde beobachten wir die Olgas im Spiel der Farben der untergehenden Sonne, so wie tags zuvor beim Ayers Rock. Zu Unrecht stehen die Olgas - die sich nur 50 km vom Ayers Rock entfernt befinden - im medialen und touristischen Schatten des großen Bruders.
Erst um 19:30 Uhr, nach einem 12-Stunden-Tag mit längerer Mittagspause, kehren wir ins Outback Pioneer Hotel zurück. Trotz Müdigkeit besuchen wir wie am Vortag das Imbis, wo wir uns diesmal je ein "Chicken Tender Deal Meal" gönnen, bestehend aus panierten Hühnerstreifen, jeder Menge Pommes und einem großen Softgetränk.
Gegen 21:30 Uhr sind wir völlig übermüdet zurück am Zimmer. Der ereignisreichste Tag der Reise neigt sich dem Ende zu.

 

8. Rundreisetag - Montag 7.10.19


Die neue Reisewoche beginnt mit einer Marathonetappe. Zirka 735 km mit dem Bus von Yulara nach Coober Pedy warten auf uns. Hinzu kommt, dass wir im Laufe der Fahrt die Grenze vom Northern Territory nach South Australia überqueren, wo tags zuvor die Uhren wegen der Sommerzeit um eine Stunde nach Vorne gedreht wurden.
Also starten wir bereits um 7:30 Uhr vom Outback Pioneer Hotel in Richtung Osten zum Stewart Highway, von wo aus die Strecke immer gerade nach Süden führt.
Im Bus können wir den australischen Film "Long Walk Home" über das Schicksal vieler Mischlingskinder im 20. Jhdt. ansehen.
Um 11:30 Uhr erreichen wir schließlich die Grenze, wo wir die Uhren eine weitere Stunde voraus stellen (MEZ +8,5). Beim Marla Roadhouse, welches etwas Heruntergekommen aussieht, machen wir eine halbe Stunde Mittagsrast, um uns die Beine zu vertreten. Danach geht es weiter südwärts. 235 km fehlen noch bis Coober Pedy, die Hochburg der Opal-Mienen. Kurz vor der Opalgräberstadt machen wir einen Fotostop bei den unzähligen Auswerfhügel der Mienen.
In Coober Pedy angekommen, unternehmen wir mit der örtlichen, deutschen Reiseleiterin Sabrina eine Stadtrundfahrt durch die 3000 Einwohner Gemeinde. Bei der katholischen Untergrundkirche machen wir Halt und besichtigen das in den Stein gehauene kleine Gotteshaus. So etwas haben wir auf den unzähligen Reisen bislang noch nicht gesehen.
Anschließend geht's zurück zur "Umoona"-Opalmiene. Nach der Filmvorführung über die Entstehung des Opalabbaus und die damit verbundene Gründung der Stadt, besichtigen wir sowohl einen alten als auch einen neuen Mienenschacht.
Am Abend, nach dem Einchecken im Desert Cave Hotel, gehen wir zum "Outback Bar & Grill" ausgezeichnet Pizza essen. Erst gegen 21 Uhr kehren wir nach einem langen Tag zurück ins Hotel.

 

9. Rundreisetag - Dienstag 8.10.19


Um 8 Uhr verlassen wir das Desert Cave Hotel in Coober Pedy. Wenige hundert Meter außerhalb des Stadtzentrums legen wir einen kurzen Fotostop bei einem ausgestellten "Mienenstaubsauger" ein. Ein umgebauter LKW mit Aufbau zum Aufsaugen und wieder Auswerfen des Gerölls aus den Mienenschächten unter der Erde. Danach begeben wir uns auf den ersten Abschnitt der etwa 540 km langen Tagesetappe. Die Temperatur am Morgen hat einen riesen Sprung nach Unten vollzogen. Trotz Weste frösteln wir bei 12 Grad, gut 20 Grad weniger als noch tags zuvor.
Um 10:45 Uhr erreichen wir das Glendambo Roadhouse, wo wir einen halbstündigen Stop einlegen. Danach rumpeln wir den Stuart Highway mit konstanten 100 km/h entlang, ehe beidseits der Straße die trockenen Salzseen als wunderbares Fotomotiv auftauchen. Sowohl beim Lake Hart als auch beim Island Lagoon nutzen wir die Aussichtspunkte für farbenfrohe Fotos. Schließlich erreichen wir das Städtchen Woomera, welches in den 50'er-Jahren als Hochsicherheitsgebiet für das australische Militär in Zusammenarbeit mit den Briten gegründet wurde. Hier fanden zwischen 1955 und 1963 auch jede Menge Atomtests statt, unter anderem der erste Atombombenabwurf aus einem Flugzeug durch die Briten. Erst später wechselte die Partnernation von Großbritannien zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Mittlerweile leben lediglich ein paar hundert Menschen in der trostlosen Ortschaft mitten in der Wüste. Wir erkunden das Besucherzentrum und begutachten die unzähligen im Freien aufgebauten Raketen, Flugzeuge und Drohnen. Lustiges Detail am Rande - einer dieser Plätze befindet sich unmittelbar vor einer Kirche. Wir nutzen die verbleibende Zeit, die am Abend davor übrig gebliebene Pizza als Mittagsmahlzeit zu verzehren. Noch in Woomera entdecken wir jede Menge umher hoppelnder Kängurus auf den riesigen Grünflächen.
Nun machen wir uns auf zur letzten Tagesetappe nach Port Augusta. Nach dem Start der Reise an der im Norden gelegenen Küstenstadt Darwin erblicken wir nach neun Tagen wieder das Meer im Süden des Kontinents. Ein kurzer Fotostop führt uns zum Bahnhof, wo wir im Eingangsbereich die schönen Wandmalereien bewundern können. Danach geht es auf direktem Weg zu den Majestic Oasis Apartments, wo wir für eine Nacht die Zimmer beziehen. Davor gilt es noch aus einer Auswahl an Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen ein Menü zusammen zu stellen. Zusätzlich müssen wir auf einem Vordruck die diversen Zutaten für das morgige Frühstück angeben, das wir bereits heute Abend auf's Zimmer geliefert bekommen. Die Auswahl ist überschaubar, so dass wir zum benachbarten Woolworths für die nächsten Tage Lebensmittel einkaufen gehen. Danach haben wir eineinhalb Stunden Zeit für uns, ehe wir mit einem Shuttlebus von der Apartment-Anlage zum Abendessen ins Hotelrestaurant "Hannahville" abgeholt werden. Wir genießen ein ausgezeichnetes Menü., ehe es um 21 Uhr wieder zurück in die Apartmentanlage geht.

 

10. Rundreisetag - Mittwoch 9.10.19


Um 6:15 Uhr läutet der Wecker. Das Frühstückspaket des Hotels, als auch die eigenen Artikel warten im Kühlschrank auf uns. Wir nutzen die Zeit bis 7:30 Uhr zum Frühstücken.
Von Port Augusta führt die heutige Strecke bis nach Adelaide, der Hauptstadt von South Australia. Bei Port Pirie, entlang des Highway No.1, beginnt die intensive Landwirtschaft mit riesigen, für uns unvorstellbaren, niedrig wachsenden Getreideflächen. Man merkt, dass wir in der gemäßigten, uns Mitteleuropäern bekannten, Klimazone angekommen sind. Nach dem tropischen und dem Wüstenklima die dritte Klimazone in zehn Tagen Busfahrt von Nord- nach Südaustralien.
Um 9:30 Uhr machen wir einen Halt in Lochiel mit Blick auf den Salzsee Bumbunga. Danach erreichen wir die Weißwein-Region des Clare Valleys mit der Stadt Clare. Etwas außerhalb besuchen wir das von österreichischen Jesuiten im 19. Jhdt. gegründete "Sevenhills"-Weingut mit einer netten kleinen Kirche.
Auf geht's ins Barossa Valley, welches für seine Rotweine berühmt ist. In Tanunda besuchen wir das Weingut "Chateau Tanunda". Sechs verschiedene Weine dürfen wir verkosten. Leider sind weder Crackers noch Käse dabei.
Nun fahren wir zum Höhepunkt des Tages - dem Gorge Wildlife Park in Cudlee Creek. Hier dürfen wir einen Koala in den Arm nehmen und dabei fotografieren. Fantastisch! Danach besuchen wir die Gehege der verschiedenen Kängururassen. Auch diese können wir füttern und streicheln. Den Rest der freien Zeit nutzen wir für jede Menge anderer Gattungen der australischen Tierwelt.
Knapp zwei Stunden später verlassen wir den privaten Tierpark Richtung Adelaide, wo wir gegen 16:45 Uhr von den Adelaide Hills im Norden kommend den Stadtrand der Reißbrettmetropole erreichen. Etwa eine Stunde benötigen wir für die Stadtrundfahrt, die uns an den Kolonialhäusern sowie den wichtigsten historischen und modernen Gebäuden vorbei führt.
Müde vom langen und spannenden Tag, beschließen wir im Hotel auf weitere Stadterkundungen zu verzichten. Langsam wird es auch dunkel. Wir nutzen die wenigen ruhigen Stunden des Tages für ein gemütliches Abendessen am Zimmer, ein wenig Aufarbeitung des Reisetages sowie zum Lesen.

 

11. Rundreisetag - Donnerstag 10.10.19


Erneut starten wir um 7:30 Uhr in den neuen Reisetag. Wir verlassen die Hauptstadt von South Australia Richtung Warnambool.
Bereits nach einer Stunde erreichen wir den kleinen Ort Murray Bridge, wo wir freien Blick auf den längsten Fluß des Landes, den Murray River vorfinden. Hier bewundern wir auch die Blütenpracht. Von Nelken über Rosen bis hin zu Lavendel und Strelizien.
Im kleinen Städtchen Coonalpyn mach wir einen Fotostop der künstlerischen Art. Hier hat der mittlerweile weltweit bekannte australische Sprayer Guido van Helten Getreidesilos in voller Höhe mit seiner Kunst verziert. Fünf Kinder der hiesigen Schule wurden in sechs Wochen in verschiedenen Posen verewigt. Ein großartiger Künstler mit Vision!
Zu Mittag erreichen wir den kleinen Ort Keith, wo wir eine halbe Stunde pausieren. Der tägliche Bedarf an Kaffee wird mit einer Bottle "Ice Break Coffee" aufgestockt.
Auf der Strecke nach Mount Gambier breiten sich beidseits der Straße riesige Flächen mit Weinanbaugebieten aus, ebenso wie Weideflächen mit vielen hunderten Schafen. Nach 11 Tagen Sonnenschein verschlechtert sich von Kilometer zu Kilometer das Wetter. Starke Bewölkung übernimmt sukzesive die Oberhand. Vor Mount Gambier wechselt das Landschaftsbild wieder. Die Bewaldung nimmt zu, Aufforstung wird betrieben. Dazwischen immer wieder große Schaf- und Rinderherden. Zweieinhalb Stunden dauert die Busfahrt nach Mount Gambier.
Zuerst besichtigen wir das "Sinkhole" beim Rathaus der Stadt. Auch einige schöne Kolonialhäuser lassen das Herz des Fotografen schneller schlagen. Leider mischen sich einige wenige Regentropfen dazwischen. Die Ersten der Reise. Danach fahren wir zum Vulkankegel, der vermutlich vor 10.000 Jahren erloschen ist. Sehenswürdigkeit ist der Blue Lake-Kratersee. Durch die grauen Wolken kommt die bläuliche Färbung im Wasser nur dumpf und dunkel zur Geltung. Schließlich fahren wir noch zum "Umpherstone Sinkhole", ein weiteres riesiges Loch mit üppigem Pflanzenbewuchs mitten in der Landschaft.
Um 15:45 Uhr verlassen wir Mount Gambier und begeben uns auf die letzte Fahrstrecke des Tages nach Warnambool. Eine Viertelstunde später überschreiten wir die zweite inneraustralische Grenze. Wir verlassen South Autralia und reisen in Victoria ein. Auch hier müssen wir die Uhren nach Vorne drehen. Diesmal nur um eine halbe Stunde, so dass wir mittlerweile neun Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit liegen.
Entlang der Strecke dominieren Kiefernwälder. Kurz vor dem Tagesziel machen wir noch einen außerplanmäßigen Zwischenstop. Wir besuchen das frei zugängliche Tower Hill Reserve rund um einen Kratersee. Beim Besucherzentrum unternehmen wir in der fantastischen Natur einen Spaziergang auf der Suche nach den endemischen Tieren in freier Wildbahn. Zuerst entdecken wir Emus mit einigen Jungtieren. Anschließend finden wir in den Eukalyptusbäumen auch zwei ausgewachsene Koalas bei der Nahrungsaufnahme. Eines der Beuteltiere hat ein Junges bei sich. Ein großartiger Abschluß des langen Reisetages, bei dem wir wieder einmal über 500 Buskilometer mit Joe zurückgelegt haben. Erst gegen 19:15 Uhr erreichen wir das Ladybay Hotel an der Küste von Warnambool.
Um 19:45 Uhr folgt ein letztes gemeinsames Abendessen. Ich gönne mir einen köstlichen Hai in Bierteig.

 

12. Rundreisetag - Freitag 11.10.19


Bei starker Bewölkung starten wir um 8 Uhr vom Ladybay Hotel in Warnambool auf der berühmten Great Ocean Road Richtung Melbourne.
Fünfzig Minuten nach Abfahrt der erste Kontakt mit Meer und Klippen. Wir machen einen Fotostop bei der Bay of Islands. Die Sonne hat uns zum Glück wieder. Ein herrlicher Beginn der Great Ocean Road.
Nur zehn Minuten später der nächste spektakuläre Ausblick. Die Felsformation des London Arch baut sich vor uns in der Morgensonne auf.
Eine halbe Stunde später gelangen wir zur Loch Ard Gorge, herrlichen Felsspalten mit vorgelagerten Steinformationen im Meer. Eine dreiviertel Stunde spazieren wir zwei Wege entlang zu diversen Aussichtspunkten. Leider spüren wir auch vereinzelte Regentropfen. Nach zehn Fahrminuten gelangen wir zum Höhepunkt der Küstenstraße, den "Zwölf Aposteln". Die Wolken haben wieder aufgerissen, so dass wir für einige Minuten bei halbwegs gutem Licht fotografieren können. Allerdings zieht es auch eben so schnell wieder zu und es beginnt leicht zu regnen. Glück gehabt! Es folgt eine längere Fahrstrecke durch dicht bewaldete Gebiete als auch sattgrüne Weideflächen, ehe wir wieder an die Küste gelangen. Schließlich erreichen wir das Städtchen Apollo Bay, wo wir Mittagsrast halten. Mittlerweile ist es durch den Wind ziemlich frisch geworden. Wir essen nur eine Kleinigkeit.
Auf geht's zur nächsten Etappe. Bei Kennett River der nächste Stop. Wir füttern jede Menge bunter Papageien, die uns regelrecht belagern und sich sichtlich wohl fühlen. Eine tierische Begegnung!
Nachdem wir die Great Ocean Road verlassen, geht es auf schnellstem Weg in die Millionenmetropole und Hauptstadt von Victoria - nach Melbourne. Wir residieren mitten im Zentrum am Yarra-Fluß im Hotel Travelodge Southbank im Eureka-Building, dem höchsten Gebäude der Stadt. Gleich nach Ankunft unternehmen wir einen kurzen Stadtspaziergang, um die Skyline bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen. Danach gehen wir auf Rat der Reiseleiterin in das "Crown", welches das größte Casino des Landes beherbergt, als auch jede Menge Lokalitäten von hochpreisig bis Fast Food. Zudem findet man auch unzählige Geschäfte der teuersten Marken. Wir entscheiden uns für den Foodcourt mit vernünftigen Preisen, und hier wiederum für das "Schnitz", die australische Version eines Schnitzelhauses. Das Hühnerschnitzel mit Pommes entspricht unserem Geschmack, so dass wir zufrieden entlang des Yarra-Flusses Richtung Hotel zurück spazieren. Man merkt, das Freitag Abend ist. Die unzähligen, hoch modernen Restaurants und Bars sind bis auf den letzten Platz mit jungen Menschen gefüllt. Erst gegen 21:30 Uhr sind wir wieder am Hotel.

 

13. Rundreisetag - Samstag 12.10.19


Nach dem Frühstück starten wir in das Abenteuer Melbourne.
Melbourne ist mit 4,9 Millionen Einwohnern (Stand 2018) nach Sydney die zweitgrößte Stadt des australischen Kontinents.
Im Jahre 1803 wurde das Gebiet erstmals von Europäern erkundet, und 1835 siedelten europäische Siedler von Tasmanien über und gaben der Bucht den Namen Port Phillip.
Als Gründer gelten John Batman und John Pascoe Fawkner. Batman kaufte den ansässigen Aborigine-Stämmen mit dem als Batman’s Treaty bekannten Vertrag rund 240.000 Hektar Land ab und gründete an der Nordseite des Yarra-Flusses eine Siedlung. Melbourne war im Gegensatz zu anderen Siedlungen im Südosten Australiens nie eine Strafkolonie, sondern wurde von Anfang an als Wohngebiet mit breiten Straßen und weitläufigen Parks geplant.
Im Jahre 1851 wurde Melbourne die Hauptstadt der sich von New South Wales loslösenden, neu gegründeten britischen Kolonie Victoria.
Um 8:30 Uhr beginnt die knapp vierstündige Stadtrundfahrt durch die Metropole von Victoria. Erster Stop ist bei den Carlton Gardens mit dem Royal Exhibition Center, welches für die Weltausstellung von 1880 erbaut wurde. Seit 2004 zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am heutigen Tag findet hier eine Autoausstellung mit einer Unzahl von Oldtimern und neuen Fahrzeugen der Luxusmarken statt.
Danach haben wir eine halbe Stunde Zeit, um die St. Patrick's Cathedral Außen und Innen zu besichtigen.
Nächster Halt ist bei den Fitzroy Gardens, wo wir die chinesische Glaubensgemeinschaft der Falun Dafa beim Meditieren beobachten. Wir besichtigen das Cook's Cottage, das kleine Häuschen des Australien-Entdeckers James Cook, welches von England an Australien verkauft und anschließend in Einzelteilen verschifft und hier aufgebaut wurde.
Danach fahren wir an den Sportstädten der Stadt vorbei, unter anderem der Rod Laver Arena, wo alljährlich die Australien Open im Tennis statt finden.
Wir gelangen zum Botanischen Garten, wo wir den Shrine of Remembrance besuchen. Dieser wurde 1934 zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges erbaut. Heute erinnert die Ewige Flamme an die Toten der unzähligen sinnlosen Kriege der folgenden Jahrzehnte. Von der obersten Ebene bietet sich ein sensationeller Rundumblick auf die Skyline der Stadt.
Als letzten offiziellen Besichtigungspunkt haben wir die Queen Victoria Markets auf dem Programm. Hier bekommt man sämtliche australische Souveniers, welche in China gefertigt werden. Allerdings gibt es auch jede Menge köstlicher Spezialitäten des Landes.
Im Anschluß warten wir vergebens auf die kostenlose City Circle Tram, die üblicherweise eine größere Stadtrunde fährt. Wegen des morgigen Marathons und der damit verbundenen Straßensperren, dürfte es hier zu gröberen Unregelmäßigkeiten kommen.
So entschließen wir uns die Stadt zu Fuß zu entdecken. Ziel ist der Sportkomplex Melbourne & Olympic Park, wo sich auch die Rod Laver Arena befindet.
Schließlich spazieren wir wieder zurück ins Zentrum, wo wir in der Pizzeria Il Tempo ausgezeichnet zu Abend essen. Danach flanieren wir noch einmal zum Crown Casino mit seinen unzähligen Lokalitäten.
Bereits um 19:30 Uhr sind wir zurück im Hotel, da wir am nächsten Morgen früh nach Cairns fliegen. Einige Dinge sind noch zu erledigen, ehe wir früher als gewohnt ins Bett fallen.

 

14. Rundreisetag - Sonntag 13.10.19


Bereits kurz vor 5 Uhr klingelt der Wecker. Unser erster Inlandsflug in Australien steht bevor. Bei der Rezeption erhalten wir eine Frühstücksbox bestehend aus Müsli, Milch, Müsliriegel und Orangensaft in Tetrapack.
Um 5:45 Uhr bringt uns der Bus zum knapp 30 km außerhalb des Zentrums von Melbourne gelegenen Flughafen.
Mit einer Boeing 737-800 von Virgin Australia verlassen wir pünktlich um 7:30 Uhr (MEZ +9) die Hauptstadt Victorias in Richtung Queensland im Nordosten von Australien. Im touristischen Zentrum Cairns landen wir um 9:30 Uhr (MEZ +8). Da wir 25 Minuten zu früh angekommen sind, müssen wir auf den Bus warten. So starten wir erst um 10:30 Uhr mit der aus dem Schwabenland stammenden Ute als Busfahrerin zu einer kurzen Stadtrundfahrt durch Cairns. Im Stadtzentrum haben wir eineinhalb Stunden Freizeit, in der wir die künstlich angelegte Badelagune und die Promenade besuchen. Am Ende reicht es gerade noch für einen Burger im Fast Food-Lokal. Gegen 13:30 Uhr erreichen wir das Grand Chancellor Hotel in Palm Cove, welches uns für die kommenden drei Nächte beherbergen darf. Vom Strand und der Lokalszene des kleinen Touristenortes sind wir auf Anhieb begeistert. Dennoch zwingt uns die Müdigkeit der letzten zu kurz geratenen Nacht zu einem ausgedehnten Mittagsschläfchen.
Um 17:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Strand, knapp zehn Gehminuten vom Hotel entfernt. Wir schlendern die Lokale entlang und wählen letztlich den "Life Saving Club", den uns Ute empfohlen hat. Das Essen mundet ausgezeichnet, so dass wir zufrieden zum Hotel zurück spazieren.

 

15. Rundreisetag - Montag 14.10.19


Um 8 Uhr werden wir für den Tagesausflug in den Daintree Nationalpark mit einem örtlichen Bus und englischsprachigem Guide vom Hotel in Palm Cove abgeholt. Noch ist es von der Temperatur angenehm.
Um 8:50 Uhr erreichen wir die Mossman Gorge, eine Schlucht mitten im Regenwald, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Zur Begrüßung gibt's den in Großbritannien verbreiteten Cream Tea, bestehend aus Schwarztee mit Scones, Marmelade und Schlagcreme. Der Commonwealth lässt Grüßen! Ich entscheide mich als Mitteleuropäer lieber für Kaffee. Den kann ich auch gebrauchen! Danach unternehmen wir einen Spaziergang auf herrlich angelegten Pfaden durch den teils dichten Regenwald. Am Wendepunkt bieten sich schöne Ausblicke auf das von Felsen gesäumte Flußbett, das in der sogenannten Dry Season nur wenig Wasser führt. Langsam aber sicher wird es in der Sonne warm und schwül.
Im Anschluß fahren wir weiter zum Daintree Tea House, wo wir ausgezeichnet zu Mittag essen. Am Nachmittag machen wir Fotostops am Daintree River und bei einem Aussichtspunkt mit Blick auf Snapper Island.
Schließlich bleibt noch etwas Zeit für einen Aufenthalt in Port Douglas, einem Luxus-Touristenort von Queensland. Wir besuchen die kleine Holzkirche St. Mary's by the sea, die bei Einheimischen als Trauungskirche beliebt ist. Grund dafür ist die schöne Lage am Strand und ein riesiges Fenster hinter dem Altar, welches die Sicht auf das Meer frei gibt. Mittlerweile hat das Thermometer wieder stolze 33 Grad erreicht.
Gegen 16 Uhr erreichen wir die Hotelanlage in Palm Cove, wo wir nach etwas Entspannung das Abendessen auf dem Balkon mit Blick auf die Poollandschaft genießen.

 

16. Rundreisetag - Dienstag 15.10.19


Den heutigen Tag in Palm Cove nutzen wir als Ruhetag.
Während ein Großteil der Reisegruppe einen Bootsausflug zum Great Barrier Reef bucht, nutzen wir die Zeit zum Regenerieren. Da wir weder Schnorcheln noch Tauchen ist der Ausflug zu keiner Zeit ein Thema. Nachdem wir fast sechs Wochen unterwegs sind, brauchen wir auch einmal Auszeit.
So gehen wir erst um 8:45 Uhr zum Frühstück, wo wir uns ausnahmsweise auch eine Stunde Zeit nehmen. Danach nutzen wir den Vormittag zum Baden und Entspannen beim und im Pool der Hotelanlage.
Am Nachmittag spazieren wir in den Ort Palm Cove und schlendern entlang der Strandpromenade. Durch den endlosen Strand und die unzähligen Palmen bekommt man ein karibisches Feeling. Wir gönnen uns einen Eiskaffee mit fantastischem Blick auf den Ozean. Anschließend spazieren wir den Strand entlang bis ein Schild vor Krokodilen warnt. Die Einheimischen beunruhigt dies offensichtlich nicht. Wir drehen allerdings um und kehren in einem Imbis ein, wo wir unser Abendessen in Form von Calamari mit Pommes sowie einem Toast zu uns nehmen. Danach spazieren wir im Abendlicht zurück zum Hotel. Vier Stunden waren wir insgesamt unterwegs.
Nun geht's wieder ans Packen. Morgen heißt es nämlich Abschied aus Palm Cove nehmen.

 

17. Rundreisetag - Mittwoch 16.10.19


Um 8 Uhr verlassen wir das liebgewonnene Grand Chancellor Hotel in Palm Cove.
Bei der Freshwater Station besteigen wir um 9 Uhr den Touristenzug Kuranda Scenic Railway, der von Cairns nach Kuranda in den Bergen des Regenwaldes auf 34 km Länge knapp 400 Höhenmeter in knapp 90 Minuten zurück legt.
In Kuranda spazieren wir durch die Hauptstraße mit unzähligen Geschäften bis wir zum Markt gelangen. Hier befindet sich auch der kleine Tierpark Kuranda Koala Gardens, dem wir völlig spontan einen Besuch abstatten. Erneut können wir Koalas aus unmittelbarer Nähe beobachten und fotografieren, ebenso Kängurus und diverse in Australien endemische Tiere.
Nach zweieinhalb Stunden verlassen wir Kuranda mit der 7,5 km langen Gondelbahn Kuranda Skyrail Richtung Tal nach Smithfield. Zwei Stops mit Umstieg ermöglichen den Besuch einiger Aussichtspunkte. Unter anderem können wir den beeindruckenden Barron Falls fotografieren, der um diese Jahreszeit allerdings verhältnismäßig wenig Wasser führt.
Um 15 Uhr fahren wir zum Flughafen von Cairns, wo wir um 17:10 Uhr (MEZ +8) mit einer Boeing 737-800 von Virgin Australia Richtung Sydney abheben. Dort setzen wir um 20:50 Uhr (MEZ +9) mit einer Stunde Zeitumstellung wieder auf. Der Bus bringt uns in 20 Minuten vom Flughafen ins Vibe Hotel in unmittelbarer Nähe vom Hyde Park, wo wir um 22 Uhr eintreffen und unser Zimmer für die kommenden drei Nächte beziehen.

 

18. Rundreisetag - Donnerstag 17.10.19


Nach dem gestrigen Abendflug von Cairns nach Sydney haben wir heute Morgen etwas mehr Zeit für das Frühstück. Erst um 9 Uhr startet die vierstündige Stadtrundfahrt mit dem Bus.
Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales und mit 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Australiens. Am 18. Januar 1788 erreichte Captain Arthur Phillip mit der First Fleet die Botany Bay, die als Standort für eine Strafkolonie vorgesehen war. Während einer dreitägigen Erkundungsfahrt durch den Port Jackson entdeckte Phillip zunächst Manly Cove und einen Tag später auf der anderen Seite des Naturhafens eine weitere Bucht, die er nach dem damaligen britischen Innenminister Lord Sydney auf den Namen Sydney Cove taufte. Am 26. Januar 1788 verließen etwa 800 Sträflinge sowie rund 500 Seeleute und Soldaten in der Nähe des heutigen Circular Quay die Schiffe.
Erster Stop ist unmittelbar unter der Harbour Bridge, von wo aus wir erstmals einen Blick auf die weltberühmte Sydney Opera erhaschen.
Die am 19. März 1932 offiziell eröffnete Sydney Harbour Bridge stellt die Hauptverbindung zwischen Sydneys Nord- und Südküste über den Hafen von Sydney (Port Jackson) dar und wird von Einheimischen schlicht „coat hanger“ (deutsch: Kleiderbügel) genannt. Die Brücke wurde 2007 an ihrem 75. Jahrestag als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen. Die Spannweite der Sydney Harbour Bridge beträgt 503 m, und der Bogenscheitel erhebt sich 134 m über dem Meeresspiegel, wobei diese Höhe aufgrund der Expansion des Stahls an heißen Tagen um 18 cm steigen kann. Im Bogen sind 39.006 to Stahl verarbeitet. Insgesamt wurden 52.800 to Stahl verbaut, womit die Brücke eine der schwersten und weitesten Bogenbrücken der Welt ist.
Ein weiterer Stop ist beim Mrs. Macquarie's Point, von wo aus man sowohl das Opernhaus als auch die Harbour Bridge überblickt. Während des Fotografierens legt gerade ein Kreuzfahrtschiff am Terminal des Circular Quay hinter der Oper an. Schließlich erreichen wir Rose Bay, von wo man einen schönen Ausblick auf Point Piper genießt - die teuerste Wohngegend der Stadt. Nun erreichen wir die Landzunge von Gap Park, wo man einen Blick auf die schroffen Klippen erhascht. Nach einer Fahrt durch Vororte gelangen wir schließlich zum berühmten Bondi Beach. Eine Bucht mit feinstem, weißen Sandstrand und unglaublich vielen Wellenreitern, die ihr Glück bei wenig Wellengang versuchen. Wir schlendern den Strand ein wenig auf und ab, und saugen die Athmosphäre auf.
Am Weg zurück zum Hotel drehen wir noch eine Runde am Darling Harbour.
Nachdem Alexandra gesundheitlich etwas angeschlagen ist, mache ich mich am Nachmittag alleine zu einer Stadtbesichtigung zu Fuß auf. Nach Durchquerung des Hyde Parks besichtige ich die St. Mary's Kathedrale. Vorbei am Parlament von New South Wales führt mein Weg in den riesigen Royal Botanic Garden. Hier faszinieren die unzähligen gewaltigen Bäume und Palmen als auch die Vogelwelt. Schließlich spaziere ich zur Sydney Opera.
Das Sydney Opera House geht auf den Entwurf des dänischen Architekten Jørn Utzon zurück. Das Opernhaus wurde 2005 in die Australian National Heritage List und 2007 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Die ursprünglich eingeplanten Baukosten von £ 3,5 Mio. erhöhten sich auf über £ 50 Mio. und der Fertigstellungstermin verzögerte sich vom Australia Day 1963 bis in den Herbst des 1973.
Das Gebäude ist 184 m lang, 118 m breit und bedeckt eine Fläche von etwa 1,8 ha. Sein unverwechselbares Dach ragt 67 m hoch auf und ist mit 1.100.000 glasierten, weißen, glänzenden Keramikfliesen verkleidet, die aus Schweden importiert wurden. 580 Pfähle, die 25 m tief im Boden verankert wurden, tragen das etwa 160.000 to schwere Bauwerk. Das Opernhaus enthält fünf Theater, und die Stromversorgung wäre ausreichend für eine Stadt mit 25.000 Einwohnern.
Das Gebäude fasziniert nicht nur durch seine Größe, sondern vor allem durch dessen Architektur. Ich umrunde das Opern- und Theaterhaus und folge anschließend dem Circular Quay. Vorbei am Kreuzfahrtterminal mit einem gewaltigen Cruiseliner erreiche ich die Harbour Bridge - eine Meisterleistung des Brückenbaus. Nun wird es aber Zeit den Rückweg an zu treten. Ich spaziere beinahe die gesamte George Street, eine der Hauptstraßen der Innenstadt bis zu unserem Hotel. Für mich nur ein kurzer Boxenstop. Gemeinsam gehen wir auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Wir landen in jener Pizzeria, die uns die Reiseleiterin empfohlen hat. Gemeinsam essen wir eine Pizza, die dafür um so besser schmeckt. Erst gegen 21:30 Uhr erreichen wir das Vibe Hotel, wo wir nach dem nötigen Bad hundemüde ins Bett fallen.

 

19. Rundreisetag - Freitag 18.10.19


Ein ganzer Tag Freizeit in Sydney. Wir nutzen die Zeit, um etwas länger zu schlafen. Nach dem Frühstück starten wir um 9:45 Uhr zu Fuß zur großen Stadtbesichtigung. Und diese sollte es wirklich werden.
Über den Hyde Park führt der Weg zur St. Mary's Cathedral, die wir Innen besichtigen. Nur eine Straße weiter betreten wir den riesigen Botanischen Garten. Hier gehen wir auf die Suche nach 20 etwa ein Meter großen, bunt bemalten Koala-Skulpturen, die im ganzen Park verstreut ausgestellt sind. Wir entdecken beinahe Alle. Der Botanische Garten bietet mit seiner Artenvielfalt an Bäumen, Palmen und Pflanzen jedoch viel mehr. Schließlich erreichen wir den Besichtigungshöhepunkt der Stadt - die Sydney Oper. Wir werfen einen Blick ins Innere, kaufen ein Souvenier, und fotografieren das architektonische Meisterwerk von allen Seiten. Nun geht's zum nächsten Highlight. Wir überqueren die altehrwürdige Harbour Bridge Richtung nördlichen Stadtteilen. Bei strahlend blauem Himmel bieten sich von der Stahlbrücke fantastische Ausblicke auf Oper, Hafen und Central District mit seiner Skyline. Ein unvergessliches Erlebnis! Ein wenig Zeit bleibt auch für den Luna Park, einen Freizeitpark für die Kleinsten. Uns ist es hier zu kitschig. So überqueren wir erneut die Harbour Bridge, diesmal in südliche Richtung. Ein Stück spazieren wir die George Street entlang, ehe wir Richtung Darling Harbour abzweigen. Wir queren die alte Fußgängerbrücke und erreichen schon bald unser Ziel - das Hard Rock Cafe. Hier brauche ich ein kleines Schnapsglas für meine Sammlung. Wir nutzen die Gelegenheit, um zu Abend zu essen. Burger und Sandwich sind die Entlohnung für einen anstrengenden Tag bei knapp 30 Grad. Wie ich nun bemerke, habe ich mir im Laufe des Tages einen Sonnenbrand im Gesicht zugezogen. Vom Hard Rock Cafe zurück zum Vibe Hotel benötigen wir nur noch eine halbe Stunde. Nach fast 11 Stunden sind wir am Zimmer angelangt. Höchste Zeit für Regeneration und viel Schlaf.

 

20. Rundreisetag - Samstag 19.10.19


Nach knapp drei Wochen nehmen wir heute Abschied von Australien.
Den freien Samstag Vormittag nutzen wir noch zu einem Stadtbummel in Sydney. Wir marschieren die George Street bis zur Town Hall, um diese bei Tageslicht zu fotografieren. Danach biegen wir zum Hyde Park ab, durchqueren diesen und wenden uns nochmals dem Royal Botanic Garden zu. Bei wiederum herrlich warmen Wetter suchen wir einen Schattenplatz auf, um die Höhepunkte der Australien-Reise Revue passieren zu lassen. Doch da durchkreuzen zwei Leguane die Stille. Wir nutzen die Gunst der Stunde für ein paar schöne Fotos. Danach schlendern wir gemütlich retour zu unserem Hotel, wo wir kurz vor 12 Uhr ankommen.
Pünktlich um 12:30 Uhr werden wir abgeholt und zum Sydney Airport gebracht. Von 14 Mitreisenden heißt es nun Abschied nehmen. Sie fliegen heute retour in die Heimat. Wir hingegen fliegen über Melbourne weiter nach Christchurch in Neuseeland.
Mit 15 Minuten Verspätung hebt die Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Virgin Australia von Sydney nach Melbourne ab. Knappe 75 Minuten später landen wir um 16:30 Uhr. Nach einigen Sicherheitskontrollen - inklusive Sprengstofftest - gelangen wir zum Internationalen Terminal. Nun starten wir erneut mit einer Boeing 737-800 von Virgin Australia in Richtung Christchurch. Mit 10 Minuten Verspätung verlassen wir Down Under um 18:40 Uhr (MEZ +9). Um Punkt 23:30 Uhr (MEZ +11) landen wir am Flughafen der neuseeländischen Stadt Christchurch. Nun durchlaufen wir das Prozedere der Einreise. Ausgefüllte Einreisekarte und Reisepass vorweisen sowie genaueste Gepäckkontrollen sowohl von Hand- als auch Großgepäck. Dennoch funktioniert Alles sehr rasch, da wir um diese späte Stunde der einzig ankommende Flieger sind. Danach müssen wir allerdings auf den Hotelshuttle der Agentur warten. Mit einem Kleinbus exakt für 11 Personen und Gepäckanhänger fahren wir in das am Stadtrand gelegene Hotel Heartland. Beim Aufsperren des Zimmers dann die Überraschung. Wir beziehen eine Kleinwohnung mit riesen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und WC. Erst um 2 Uhr Nachts schaffen wir den Weg ins Bett.

 

21. Rundreisetag - Sonntag 20.10.19


Nach einer kurzen Nacht erwachen wir um 8:30 Uhr erstmals in Neuseeland. Im Heartland Hotel Cotswold, einem Hotelkomplex in englischem Tudorstil, nehmen wir in tollem Ambiente gemütlich das Frühstück zu uns.
Nachdem uns Reiseleiterin Jutta und die "Neuankömmlinge" aus der Heimat - neun an der Zahl - erst gegen 12 Uhr im Hotel abholen, nutzen wir die verbleibende Zeit für einen kurzen Spaziergang bei traumhaftem Wetter Richtung Stadtzentrum von Christchurch und wieder zurück.
Überpünktlich fällt das Zusammentreffen aus, so dass wir planmäßig zu Mittag mit der Stadtrundfahrt beginnen können. Zuerst besuchen wir den wunderschönen Botanischen Garten, wo die Blütenpracht des Frühlings herrlich zur Geltung gelangt. Danach folgt ein längerer Stop im Stadtzentrum der zweitgrößten Stadt des Landes, wo wir das Ausmaß der Zerstörung durch das Erdbeben von 2011 erahnen können. Neben 10.000 Häusern wurden vor allem 185 Menschen getötet. Wir sehen die Kathedrale, die als Mahnmal der Zerstörung im Zentrum verharrt. Nach kurzer Mittagspause fahren wir auf einen Hügel mit Aussichtspunkt auf Stadt, Meer und Bergwelt am Horizont. Im Anschluss bleibt die halbe Gruppe in der Stadt, um individuell auf Entdeckungstour zu gehen. Als wir einen kleinen Stand mit Schwarzbrot entdecken, können wir unser Glück kaum fassen. Nach über drei Wochen endlich wieder anderes Gebäck als Toastbrot. Wir entschließen uns zu einem zümpftigen Abendessen mit Speck, Salami und eben Schwarzbrot. Zuerst jedoch durchqueren wir das Stadtzentrum und schlendern durch den Hagley Park. Gegen 17:45 Uhr erreichen wir das Hotel, wo wir das "heimische" Abendessen in vollen Zügen genießen. Danach wird es Zeit die verlorenen Schlafstunden der letzten Nacht auf zu holen, um für die Neuseeland-Tour fit zu sein.

 

22. Rundreisetag - Montag 21.10.19


Um 8:30 Uhr verlassen wir die zweitgrößte Stadt Neuseelnds. Die 20 Gruppenmitglieder finden in einem für 53 Personen ausgelegten Bus ausreichend Platz. Wirklich angenehm!
Nach zwei kurzen Stops in Ashburton und Geraldine besuchen wir in der Nähe von Fairlie eine Farm mit 3000 Schafen und 200 Rindern. Wir bekommen das Scheren eines Schafes vorgeführt. Dies stellt sich als Knochenarbeit dar.
In Fairlie, einem völlig verschlafenen Städtchen, halten wir eine einstündige Mittagspause. Danach fahren wir auf direktem Weg zum Lake Tekapo, einem herrlich gelegenen Gletschersee. Dieser wird vornehmlich durch das Schmelzwasser der Gletscher Classen Glacier, Grey Glacier, Maud Glacier und Godley Glacier gespeist, was dem See im Zusammenhang mit dem feingeschliffenen Felsuntergrund eine türkise Färbung verleiht. Am Südufer des Sees, in direkter Nähe zum Abfluss, befindet sich der kleine Ort Lake Tekapo, der den Namen des Sees trägt. Hier schlagen wir im Motel Peppers Bluewater Resort für eine Nacht unsere Zelte auf.
Gleich nach Ankunft spazieren wir zur Church of the Good Shepard, die wegen ihrer fantastischen Lage direkt am See bei den Einheimischen gerne als Trauungskirche genutzt wird. Leider ist das Wetter alles andere als fotogen. Zusätzlich bläst ein starker Wind, so dass sich die ohnehin schon kühle Temperatur noch kälter anfühlt. Als wir bereits am Weg zum Abendessen sind, reißt plötzlich die Wolkendecke auf, und lässt den See für etwa eine halbe Stunde in Türkis erstrahlen. Ich nutze den Moment der Stunde für einige schöne Fotos.
Anschließend gehen wir chinesisch Essen. Hier sind wir Europäer Exoten unter Dutzenden chinesischen Touristen. Nudeln und Reis mit Huhn und Gemüse, so wie ein original chinesisches Bier versüßen den Abend.
Am kurzen Nachhauseweg dürfen wir noch eine wunderschöne Licht-Schatten-Stimmung über dem Lake Tekapo verfolgen. Danach geht es aber ins beheizte Zimmer. Drau0en hat es mittlerweile winterliche 6 Grad (gefühlte 3 Grad).

 

23. Rundreisetag - Dienstag 22.10.19


Nur wenige Meter von unserem Motel entfernt bekommen wir heute Morgen im Godley Hotel von Lake Tekapo das Frühstück.
Um 8 Uhr starten wir dann in den Reisetag. Eine halbe Stunde später machen wir am Ufer des Lake Pukaki den ersten Fotostop. Das Wetter ist uns heute Morgen hold. Über dem See hinweg baut sich der Mount Cook auf, der mit 3724 m höchste Berg Neuseelands. Gemeinsam mit den schneebedeckten Gipfeln der neuseeländischen Südalpen offenbart sich ein herrliches Panorama.
Weiter geht's Richtung Ostküste durch das Waikiki-Tal. Dort spazieren wir über den großen Benmore Dam, wo ein Großteil der Stromerzeugung durch Wasserkraft aus Gletscherwasser statt findet.
In der Stadt Oamaru an der Ostküste machen wir einen viertelstündigen Fotostop, um die schönen Gebäude aus Weißstein ablichten zu können.
In Moeraki angekommen, schwenkt das Wetter leider völlig um. Es beginnt zu Nieseln. Wir lassen uns jedoch nicht abbringen die Moeraki Boulders, vollkommen runde Steine, die an der Küste teils in seichtem Wasser liegen, zu besichtigen, und anschließend im Restaurant ein Bierchen zu konsumieren. Nach etwas mehr als einer Stunde Aufenthalt machen wir uns bei Regen auf nach Dunedin, die zweitgrößte Stadt der Südinsel. Dort angelangt besichtigen wir bei einer geführten Tour eine Stunde "The Olveston Historic Home", das Haus einer reichen jüdischen Geschäftsfamilie aus dem 19. Jhdt.
Danach suchen wir bei strömendem Regen die Railway Station von Dunedin auf. Der Bahnhof wurde 1904 im flämischen Renaissancestil erbaut und ist eines der herausragenden Baudenkmäler der Stadt.
Schließlich sind wir froh die Mercure Dunedin Leisure Lodge für die kommende Nacht erreicht zu haben. Der Regen beginnt langsam zu nerven. Eigentlich wollten wir in die Stadt Abendessen gehen. Doch das fällt nun buchstäblich ins Wasser. So speisen wir im hoteleigenen Restaurant. Es gibt köstliche Brokkoli-Käse-Suppe, Fisch und Chips sowie warmen Schokokuchen zum Dessert. Drei Stunden benötigen wir für das Abendessen, da sich noch Mitreisende zu uns gesellen, und wir ein längeres Gespräch führen.

 

24. Rundreisetag - Mittwoch 23.10.19


Den heutigen Tag beginnen wir recht entspannt. Erst um 8:45 Uhr starten wir den Reisetag mit der Fahrt auf die Otago Halbinsel vor den Toren Dunedins. Das Wetter spielt alle "Stückerl", wie man bei uns zu sagen pflegt. Dermaßen rasche Wechsel von Sonnenschein mit blaue Himmel bis zu Regen mit strakem Wind haben wir nirgends anders erlebt. In Wellers Rock starten wir mit der "Monarch" unsere Bootsfahrt zu den Albatros-Brutstätten an der äußersten Landzunge der Halbinsel. Neben der seltenen Vogelgattung sehen wir an den Felsen aus nächster Nähe einige Pelzrobben. Auch landschaftlich bietet die Ausfahrt einiges. Der Leuchtturm ergänzt das sehr schöne Fotomotiv. Nach einer windigen, aber auch sonnigen Ausfahrt, kehren wir nach einer Stunde zum Anleger zurück.
Anschließend fahren wir mit dem Bus retour ins Zentrum von Dunedin. Dort spazieren wir ein kurzes Stück auf der zweitsteilsten Straße einer Stadt weltweit - der Baldwin Street. Danach haben wir 45 Minuten Mittagspause, die wir zum Erkunden der netten Stadt bei Sonnenschein nutzen. Am zentralen Platz, dem Octagon, bilden die Statue von Robert Burns, die St. Paul's Cathedral und das Dunedin Center eine schöne Fotokombination. Nur wenige hundert Meter entfernt besichtigen wir die wunderschöne Kirche First Church of Otago.
Den Nachmittag verbringen wir im Bus, ehe wir den kleinen Ort Te Anau am gleichnamigen See um 17:30 Uhr erreichen. Das letzte Plätzchen Zivilisation vor dem Milford Sound, den wir am kommenden Tag ansteuern werden. Ein kurzer Besuch am See, und schon geht's auf direktem Weg zum Abendessen in die Pizzeria. Eine junge Dame bäckt im Familienbetrieb hervorragende Pizzen für uns. Eine der Beiden mit hiesigem Lachs und Spinat, die Zweite mit scharfer Salami. Nach dem Essen haben wir nur wenige hundert Meter zum Hotel. Ein warmes Bad ist bei diesen Temperaturen nicht das Schlechteste.

 

25. Rundreisetag - Donnerstag 24.10.19


Heute steht einer der großen Höhepunkte auf dem Programm. Wir besuchen das UNESCO-Weltnaturerbe des Milford Sound, der Teil des Fiordland National Parks ist.
Leider regnet es in Te Anau, als wir uns um 8 Uhr auf die zirka 120 km lange Milford Road begeben. Schon die Anfahrt ist spektakulär und hält einige Überraschungen parat. Als wir vor dem einzigen einspurigen Tunnel am höchsten Pass der Straße den Gegenverkehr abwarten, beginnt es relativ heftig zu schneien. Für uns der erste Schnee des Jahres.
Bei "The Chasm" unternehmen wir einen kurzen Waldspaziergang. Fantastisch wie hier durch den häufigen Regen die Farne und Moose auf den Bäumen und Steinen wuchern. Am Parkplatz machen wir Bekanntschaft mit der einzigen endemischen Papageienart Neuseelands - den Keas. Die grünen Vögel, deren Gefieder an der Flügelunterseite Orange leuchtet, sind so intelligent wie Schimpansen.
Je näher wir dem Milford Sound kommen, desto besser werden die Wetterverhältnisse. Als wir beim Bootsanleger in Milford ankommen strahlt die Sonne mit uns um die Wette. Und das, obwohl die Region mit etwa 6700 mm Niederschlag im Jahresmittel zu den regenreichsten Gegenden der Welt zählt.
Der rund 14 km lange Fjord misst in der Breite zwischen 455 m und knapp 3 km, und kommt an seiner tiefsten Stelle auf 320 m. Die angrenzenden Berge erheben sich bis zu 80 Grad steil aus dem Wasser, mit dem Mitre Peak als höchsten und markantesten Gipfel mit 1692 m.
Wir nutzen die Gunst der Stunde und fotografieren den Mitre Peak, den "Bischofshut", wie der Berg bezeichnet wird.
Während der Bootsfahrt auf dem Milford Sound gibt es ein umfangreiches Buffet. Ich verzichte allerdings darauf, weil ich die Landschaft genießen und fotografisch festhalten möchte. Die Fahrt führt bis zur Mündung an der Tasmanischen See und anschließend wieder retour. Nach 75 Minuten erreichen wir den Ausgangspunkt. Wir können das Wetterglück kaum fassen.
Nun machen wir uns zufrieden und etwas müde auf die lange nachmittägliche Busfahrt nach Queenstown. Wir passieren den großen Lake Wakatipu mit den hoch aufragenden, leicht beschneiten Bergkämmen, ehe wir das schön gelegene Städtchen Queenstown erreichen. Der Touristenort gilt im Winter als Nobelschiort der Einheimischen und im Sommer als internationaler Tourismusort.
Wir beziehen das Zimmer im Scenic Hotel und machen uns auf den Weg ins Stadtzentrum sowie an den kleinen Hafen. Spontan entschließen wir uns für das Abendessen ein zu kaufen. Heute gibt es Brot, Käse sowie ein "Kea-Bier". So genießen wir den verbleibenden Abend im schön warmen Hotelzimmer, während es draußen recht frisch wird.

 

26. Rundreisetag - Freitag 25.10.19


Bei Sonnenschein verlassen wir den Nobelschiort Queenstown gegen 8 Uhr.
Knapp 20 km entfernt machen wir den ersten Besichtigungsaufenthalt in Arrowtown. Hier läßt sich noch etwas vom alten Goldgräberflair erahnen. Wir besichtigen die winzigen Häuser der einstigen chinesischen Siedlung. Anschließend schlendern wir die Hauptstraße mit einigen alten Häuschen entlang.
Nach einer Stunde Aufenthalt fahren wir weiter zur Kawarau Bridge, wo A.J. Heckett in den 80'er-Jahren weltweit das erste kommerzielle Bungy-Jumping eingeführt hat. Obwohl der Sprung von der Brücke lediglich 43 m ist, sieht es hier mittlerweile wie in der NASA-Zentrale aus. Wir beobachten drei Sprünge, ehe wir weiter westwärts fahren. Ein Fotostop am Wanaka See, dem drittgrößten der Südinsel, mit dem herrlichen Hintergrund der beschneiten Berggipfel, wiederspiegelt die landschaftliche Schönheit dieser Region.
In Makarora machen wir fünfundvierzigminütige Mittagsrast, wo wir die Reste vom vortägigen Abendessen verdrücken.
Eine halbe Stunde später besuchen wir den Thunder Creek Fall. Nur wenig später der nächste Fotostop. Bei perfektem, und mittlerweile auch angenehm warmen Wetter, können wir den Mount Hooker, einen 3000-er, fotografieren.
Um 14:40 Uhr erreichen wir bei Haast an der Westküste die Tasmanische See.
Es folgt ein traumhafter Spaziergang im Sumpfwald bei Ship Creek, gefolgt vom Besuch des benachbarten Strandes. Bei diesem Wetter einfach nur paradiesisch!
Vierzig Minuten später machen wir bei der Lachsfarm South Westland Salmon Farm den nächsten Stop für Kaffee und Lachsvariationen.
Gegen 17:45 Uhr erreichen wir das Tagesziel in Fox Glacier, wo wir im Westhaven Quartier beziehen. Wenig später zieht es uns zum Abendessen. Bei der Größe der Ortschaft hält sich die Auswahl in Grenzen. Auf Empfehlung der Reiseleiterin entscheiden wir uns für den "Saloon". Als Vorspeise gibt es Knoblauchbaguette, als Hauptspeise Fisch & Chips und warmen Camembert. Die Wahl des Lokals erweist sich als Glückstreffer.
Zurück im Motel ist Körperpflege und Tagebuch Schreiben angesagt. Etwas früher Schlafen gehen schadet auch nicht. Schließlich wartet Morgen ein langer Tag auf uns, ebenso wie eine Kurzwanderung.

 

27. Rundreisetag - Samstag 26.10.19


Nach einer Nacht im Westhaven Motel in Fox Glacier fahren wir um 8 Uhr zum Frühstück ins Cafe Matheson. Von hier aus starten wir auch die Kurzwanderung um den Lake Matheson, wo man bei schönem Wetter den Mount Cook und dessen Spiegelung sehen kann. Leider hat sich die Witterung in kurzer Zeit verschlechtert. Aus Sonnenschein wird innerhalb einer Stunde starke Bewölkung und Nebel. Auch die geplanten Hubschrauberflüge einiger Mitreisender zu den Gletschern werden witterungsbedingt gestrichen.
Also fahren wir zum 20 km entfernten Franz Josef Gletscher. Dieser wurde 1865 vom österreichischen Entdecker Julius von Haast nach Franz Joseph I. von Österreich benannt. Da sich der Gletscher nach einer Ausdehnungsphase zwischen 1982 und 1999 seither zurückgezogen hat, ist vom Aussichtspunkt nur mehr ein kleiner Zipfel zu erkennen. Zudem hat sich das Wetter nicht verbessert.
Nach einer dreiviertel Stunde machen wir uns auf den Weg nach Hokitika, das an der Tasmanischen See liegt. Schon auf halbem Wege reißt die Wolkendecke auf, so dass Sonnenschein unser Begleiter wird. Gegen 14 Uhr erreichen wir das nette Städtchen. Wir marschieren schnurstracks an den wildromantischen Strand, um eine Briese Meeresluft zu schnuppern. Danach kaufen wir einen mit "Kiwis" bemalten Stein von der hiesigen Küste. Jeder ein Unikat.
Nach einer Stunde Aufenthalt fahren wir 30 Minuten nach Shantytown. Ende der 1960er Jahre wurde Shantytown mit 30 nachgebauten historischen Gebäuden im Stil der 60er Jahre des 19. Jhdt's als Goldgräberstadt errichtet und rekonstruiert. Einige wenige Gebäude kamen von anderen Orten, wurden in ihrem Originalzustand restauriert und in Shantytown aufgebaut. Alle anderen Gebäude wurden dem Baustil seiner Zeit entsprechend rekonstruiert. Offiziell eröffnet wurde das Freilichtmuseum im Januar 1971.
Nach der Besichtigung der Häuser unternehmen wir eine kurze Fahrt mit der Kohle betriebenen Dampflok aus dem Jahre 1877. So gelangen wir zu jener Stelle, wo wir unser Glück beim Goldwaschen versuchen. Und siehe da! Auch uns ist das Glück wohl gesonnen. Winzige Spuren von Gold werden in einem Fläschchen abgefüllt. Reich sind wir dennoch nicht geworden.
Nur wenige Kilometer entfernt erreichen wir das Tagesziel Greymouth, wo wir um 17:20 Uhr das Zimmer im Ashley Hotel beziehen. Für 18:30 Uhr bekommen wir einen Tisch im Hotelrestaurant. Wir Speisen köstlich aber ausnahmsweise nur in kleinen Portionen. Danach unternehmen wir einen kurzen Verdauungsspaziergang ans tosende Meer, ehe wir uns müde am Zimmer zurück ziehen.

 

28. Rundreisetag - Sonntag 27.10.19


Wir starten um 8 Uhr bei starker Bewölkung in den Tag.
Als wir eine dreiviertel Stunde später die Pancake Rocks im Paparoa Nationalpark erreichen, reißt die Wolkendecke vereinzelt auf, so dass ab und an die Sonne durchkommt. Wir nutzen die Zeit und gehen den Spazierweg zwei Mal ab, um die fantastischen, wie Pfannkuchen aufgeschichteten Felsformationen bei möglichst gutem Licht fotografieren zu können.
Vor 30 Millionen Jahren übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien, erodieren unterschiedlich schnell. Seit diese Ablagerungen durch eine Landhebung an die Oberfläche gehoben wurden und Wellen, Wind und Regen ausgesetzt sind, schreitet die Abtragung stetig voran.
Auf dem letzten Abschnitt der wunderschönen Westküste machen wir noch den einen oder anderen Fotostop, um die Küstenabschnitte auch bildlich fest zu halten. Leider verschlechtert sich die Witterung wieder, und es beginnt leicht zu regnen. So presentiert sich die Buller-Schlucht in düsterem Gewand. Ein Fotostop muss dennoch sein, ehe wir in Murchison die Mittagspause einlegen. Ein Kaffee und Muffin sind die ganze Ausbeute. Bei Nelson machen wir eine Weinverkostung beim steirischen Auswanderer "Seifried", der in Neuseeland in den 70'er-Jahren den Wein salonfähig machte. Danach fahren wir nach Nelson, wo wir nach einem größeren Supermarkteinkauf zum sehr schönen, im englischen Stil gehaltenen Grand Mercure Monaco Hotel zum Einchecken fahren. Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang genießen wir im schönen Ambiente das eben eingekaufte Abendessen, bestehend aus Lachs, Salami und Aufstrich. Zum Ausklang des Tages genießen wir das Whirlpool in unserem riesigen Badezimmer.

 

29. Rundreisetag - Montag 28.10.19


Erstmals nach über einer Woche bleibt uns heute der Hotelwechsel erspart. Auch Bill, unser Busfahrer, darf sich ausnahmsweise erholen.
Wir werden um 7:50 Uhr für den Tagesausflug in den Abel Tasman National Park vom Tourveranstalter mit einem Kleinbus abgeholt. So müssen wir uns wie Sardinen zusammen quetschen. Nach 50 Minuten Fahrt werden wir dann auch erlöst. Weiter geht es um 9 Uhr mit einer einstündigen Bootsfahrt entlang der Küste des Nationalparks.
Um 10 Uhr beginnt am Medlands Beach die 11,5 km lange Küstenwanderung - einmal bergauf und im nächsten Moment wieder hinab. Nach etwa der Hälfte der durchaus anspruchsvollen Wanderung halten wir Mittagspause in Torrent Bay am Strand. Wir verzehren die am Vortag eingekauften Sandwiches und stärken uns damit für den zweiten Teil der Wanderung. Größtenteils bewegen wir uns auf sehr gut ausgebauten Wegen im dicht bewaldeten Gebiet, so dass wir nur an wenigen Punkten freie Sicht auf Strand und Meer haben.
Gegen 14:30 Uhr gelangen wir an den fantastischen, goldenen Sandstrand von Anchorage. Eine Stunde bleibt uns zur Erholung am Strand, ehe wir vom Ausflugsboot aufgegabelt werden. Auf der Rückfahrt ist der Wellengang wesentlich niedriger. Als wir nach einer halben Stunde in Kaiteriteri am Ausgangspunkt ankommen, hat mittlerweile die Flut eingesetzt. So müssen wir über den Strand spazieren und mittels Hilfskonstruktion eine Furth überqueren, um trockenen Fußes den Bus zu besteigen. 50 Minuten später sind wir zurück im Hotel in Nelson. Gleich anschließend gehen wir zum Abendessen schräg über die Straße ins Pub "The Honest Lawyer". Hier essen wir heute recht zünftig. Alexandra bekommt im Ofen gebackenen Camembert und ich bestelle mir einen Basket Korb, bestehend aus Tintenfischringen, Zwiebelringen, Hühnernuggets, Samoataschen, Frühlingsrollen und Pommes. Das Beste an diesem Abend bleibt das "Mac" Bier.
Um 19:30 Uhr wechseln wir zurück ins Hotel. Nach dem strapaziösen Wandertag genießen wir das zimmereigene Whirlpool, ehe wir etwas zeitiger zu Bett gehen.

 

30. Rundreisetag - Dienstag 29.10.19


Unser letzter Morgen auf der Südinsel Neuseelands. Wir starten um 7:30 Uhr von Nelson und erreichen zwei Stunden später das Fährterminal in Picton. Auf der Fähre nach Wellington suchen wir Sitzplätze im vordersten Bereich aus.
Um 10:30 Uhr legt die Fähre von Picton ab. Die erste Stunde der Fahrt erweist sich als attraktiv. Wir fahren bei tollem Wetter einen Fjord entlang, ehe wir die Mündung in die Cook-Straße erreichen. Das letzte Stück führt uns in die Bucht von Wellington und schließlich nach drei Stunden an den Quai der Hauptstadt Neuseelands.
1865 wurde Wellington offiziell Neuseelands Hauptstadt. Deren Verlegung aus dem schon damals viel größeren Auckland in die zentral gelegene, aufstrebende Metropole am Port Nicholson wurde als notwendig erachtet, um die wegen des Goldrausches in Otago aufkeimenden Sezessionsbestrebungen auf der Südinsel zu unterbinden. Heute hat die Hauptstadt ca. 213.000 Einwohner (2017) und ist damit nach Auckland und Christchurch lediglich die drittgrößte Stadt Neuseelands.
Mit dem Bus fahren wir auf den zirka 250 m hohen Mount Victoria, von wo aus man einen hervorragenden Rundblick auf die Stadt genießt. Auch den Start einer Passagiermaschine von der sehr kurzen und spektakulär gelegenen Landebahn des Flughafens können wir von hier aus mit verfolgen. Danach geht's wieder abwärts in die Innenstadt zum "Beehive", dem originellen Parlamentsgebäude. Bereits um 16 Uhr erreichen wir das zentral gelegene Travelodge Hotel, wo wir für eine Nacht unser Quartier aufschlagen. Schon bald machen wir uns selbständig auf den Weg in die Stadt und auf die Suche nach einem Lokal für das Abendessen. Nur unweit unseres Hotels kehren wir am Retourweg im Restaurant "The Old Bailey" ein, wo wir einen Pulled Pork Burger sowie einen gebackenen Brie essen. Sehr gute Qualität für einen ansprechenden Preis. Danach geht's mit Zwischenstation beim Lebensmittelmarkt retour zum Hotel, wo uns das "Puppenzimmer" erwartet. Der Koffer von Alexandra findet nur mehr am Rundtisch Platz.

 

31. Rundreisetag - Mittwoch 30.10.19


Der erste Tag auf der Nordinsel Neuseelands bricht an.
Nach dem Frühstück verlassen wir um 8 Uhr die Hauptstadt. Von Wellington haben wir nicht sehr viel gesehen. Die Programmpunkte Botanischer Garten und Nationalmuseum wurden einfach nicht absolviert.
Auf der heutigen Fahrt in den Tongariro Nationalpark begleitet uns vorerst die Sonne. Mittagsrast machen wir im Flat Hills Cafe gegen 11:30 Uhr. Neben einem guten Schinken-Ei-Sandwich gibt es auch jede Menge Tiere zu beobachten. Schweine, Enten, Lamas, Esel und Wellensittiche.
Am Nachmittag schlägt plötzlich das Wetter um. Es zieht eine mächtige Wolkendecke auf, die uns leider begleitet. Als wir Ohakune - unser Tagesziel - erreichen, beginnt es auch noch leicht zu regnen. Nachdem wir bereits um 14:20 Uhr das Hotelzimmer im Powderhorn Chateau bezogen haben, machen wir uns trotz schlechterem Wetter zu einem einstündigen Spaziergang auf. Durch dichtem Bewuchs, entlang eines Baches, folgen wir dem 3,5 km langen Rundwanderweg im Tongariro Nationalpark, dem ältesten Neuseelands und nach dem Yellowstone Nationalpark zweitältesten der Welt. Nachdem wir zurück im Hotel sind nimmt Alexandra ein Bad im Thermalpool im Kellergeschoß des Hotels, während ich die Annehmlichkeiten des riesigen, Massivholz-Zimmers genieße.
Um 18 Uhr meldet sich der Magen zum Abendessen. Wir Dinnieren im hoteleigenen Restaurant. Für mich gibt's vegetarische Pizza, für Alexandra Pizza mit Prosciutto. Ein Glas des guten MAC-Bier darf natürlich nicht fehlen.
Gegen 19:30 Uhr sind wir retour am Zimmer, um das wunderschöne Ambiente zu genießen.

 

32. Rundreisetag - Donnerstag 31.10.19


Nachdem es die ganze Nacht über geschüttet hat, lichtet sich während des Frühstücks der Himmel.
Um 8 Uhr verlassen wir das tolle Skihotel Powderhorn Chateau in Ohakune und machen uns auf den Weg nach Rotorua. Wir passieren die drei Vulkane Ruapehu, Ngauruhoe und Mt. Tongariru entlang der Hauptroute. Leider sind die Berge fast vollständig Wolken verhangen. Nach einem Fotostop am Lake Taupo machen wir im Hauptort Taupo eine halbstündige Pause.
Danach geht's zu den Huka Falls, ein eher mäßiger Wasserfall. Das Wetter bessert sich zusehends. Die Sonne strahlt mittlerweile und die Temperatur klettert nach Oben. Nach einer Busrunde am Gelände des geothermischen Kraftwerks von Wairakei fahren wir noch eine Stunde bis Waiotapu. Eine faszinierende Mondlandschaft mit Kratern, Schlammtümpeln, Teichen und Dampf presentiert sich uns im Geothermalgebiet. Während der eineinhalbstündigen Wanderung beeindruckt vor allem der Champagne Pool, die größte Thermalquelle des Landes mit einem Durchmesser von 65 m, einer Tiefe von 62 m und einer Oberflächentemperatur von 74 Grad. Ein weiteres Highlight ist der mit überschüssigem Wasser aus dem Champagne Pool gefüllte Krater Roto Kärikitea. Die erstaunliche neongrüne Farbe ist das Ergebnis von Ablagerungen von Mineralien, die im Wasser schweben und das Sonnenlicht brechen. Der strahlend blaue Himmel mit vereinzelten weißen Wolken tragen das Ihre zu einem tollen Naturschauspiel bei.
Nur eine halbe Fahrstunde entfernt erreichen wir das Tagesziel, die etwa 68.000 Einwohner zählende Stadt Rotorua. Wir fahren zu den Government Gardens, wo wir neben der wunderschönen Vegetation das prächtige Museum fotografieren können. Danach geht's zum Ibis Hotel, wo wir um 15:45 Uhr Einchecken. Ich nutze den wunderschönen Nachmittag, um die nette Kur-und Touristenstadt alleine zu erkunden. Am Abend gehen wir dann auf die Suche nach einem Abendessen. Fündig werden wir beim Night Market, einer Streetfood-Veranstaltung, die jeden Donnerstag im Zentrum der Stadt stattfindet. Gerichte aus aller Herren Länder werden angepriesen. Wir entscheiden uns für paniertes Huhn am Spieß, Raclette, Gemüsepuffer mit Hühnerfleisch und Crepe mit Nutella. Nach so viel fester Nahrung brauchen wir nun auch Flüssiges aus dem Pub. Ein gutes Pint "MAC" darf auch heute nicht fehlen. Gegen 20:30 Uhr kehren wir zurück ins Hotel.

 

33. Rundreisetag - Freitag 1.11.19


Heute bleibt genügend Zeit zum Ausschlafen. Erst um 9 Uhr beginnt der kurze Ausflugstag an die Stadtgrenze von Rotorua zum Kulturzentrum der Maori in Te Puia. Zu Beginn des zweistündigen Besuchs besichtigen wir die Schnitzerei und Weberei der Maori. Im Anschluß statten wir dem Marae - der wunderschön aus Holz erbauten Zeremonialstätte - einen Besuch ab, ehe wir zum Geysir Pohutu (Großer Spritzer) spazieren. Dieser macht seinem Namen alle Ehre. Über einen langen Zeitraum spuckt er stetig Wasserfontänen in den sonnigen Himmel. Abschließend besichtigen wir ein nachgebautes Dorf, welches lediglich aus drei Häusern besteht. Für $ 60,- ein durchaus entbehrliches Erlebnis.
Bereits um 12:30 Uhr sind wir zurück im Hotel. Eine halbe Stunde später sind wir auch schon wieder unterwegs in die Stadt. Mit viel Mühe finden wir ein ansprechendes Kaffeehaus mit ausgezeichnetem Kaffee und Mehlspeise. Danach besuchen wir noch einmal die Government Gardens, ehe wir zurück zum Hotel stapfen. Nachdem wir uns frisch gemacht haben wartet am Abend ein traditionelles Hangi-Essen bei den Maoris auf uns.
Um 18 Uhr werden wir vor dem Hotel mit einem klapprigen Bus abgeholt und zum Mitai Maori-Village kutschiert. Nach der Ankunft werden wir einem Tisch zugewiesen und erhalten eine Erklärung über den Ablauf des Abends. Ein Spaziergang im Village mit dem Überfall der Krieger mittels Kanu sowie der Besichtigung der hiesigen Wasserquelle und des nachempfundenen, traditionellen Dorfes leiten den Abend ein. Auch das noch rohe Abendessen, zubereitet im Freien mittels Erdwärme, wird uns presentiert. Anschließend werden wir in ein Theater geführt, auf dessen Bühne in traditionellen Gewändern Sitten, Bräuche, Tänze und Gesänge vorgestellt werden. Trotz der Kommerzialisierung eine sehr gelungene Darbietung. Im Anschluß schreiten wir zum umfangreichen Dinner, bestehend aus Meeresfrüchtesuppe, Hühner- und Lammfleisch, Kartoffel, Baguette, Salat und diversen Nachspeisen. Besonders der Geschmack des Huhns lässt Gaumenfreude aufkommen. Zum Abschluss des Abends drehen wir nochmals eine Runde durch den Wald, um Glühwürmchen und die blau beleuchtete Wasserquelle zu sehen. Danach fährt uns der desolate Bus retour zum Hotel, wo wir gegen 21:30 Uhr ankommen.

 

34. Rundreisetag - Samstag 2.11.19


Nach zwei Nächten im IBIS-Hotel Rotorua verlassen wir das nette, vom Tourismus geprägte Städtchen in Richtung Westen. Wir durchqueren das Auland, jene Region, wo der neuseeländische Regisseur Peter Jackson die Hollywood-Trilogie "Herr der Ringe" und die "Hobbit"-Filme gedreht hat, und die Filmkulisse des Hobbit-Dorfes errichten ließ. Heute pilgern die Touristen hier her. Wir verzichten auf den Hollywood-Kitsch und fahren zu den Waitomo Caves.
Von nun an geht's unter der Erde weiter. Wir durchschreiten die Höhle mit Stalagniten und Stalagtiten. Höhepunkt in der Glowworm Cave ist allerdings die kurze Bootsfahrt in absoluter Finsternis, so dass wir die abertausenden Glühwürmchen an Decke und Wänden wunderschön erkennen können.
Eine kurze Busfahrt später erreichen wir Otorohanga, wo wir Mittagspause machen. Lediglich eine kleine Süßigkeit und Kaffee aus der Plastikflasche steht am Programm.
Nach einer Busfahrt von 2:15 Stunden erreichen wir die Metropole Auckland, wo wir bei einer kurzen Stadtrundfahrt auf den Aussichtspunkt Bastion Point fahren, von wo aus man einen halbwegs guten Rundumblick erhaschen kann. Der Rest der Stadt wirkt wie eine einzige Baustelle.
Mit etwa 1,65 Millionen Einwohnern ist Auckland die größte Stadt Neuseelands, in der etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt.
Abendessen gehen wir auf Rat unserer Reiseleiterin ins Elliott Stables, wo wir wie so oft leckere Pizzen verzehren. Um 21 Uhr kehren wir ins Hotel Auckland City zurück, wo wir uns für den kommenden Reisetag erholen.

 

35. Rundreisetag - Sonntag 3.11.19


Nach einem umfangreichen Sonntagsfrühstück verlassen wir um 8:30 Uhr Auckland Richtung Norden. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperatur begleiten uns.
Nach 2:15 Stunden Busfahrt mit einer Pause in Kaiwaka erreichen wir das erste Tagesziel in Matakohe - das Kauri-Museum. Hier dreht sich Alles um den Kauri-Baum, wie der Name schon sagt. Ein äußerst umfangreiches und sehr schönes Museum über den typisch neuseeländischen Baum und seine Verarbeitung.
Weiter geht's kurz nach Mittag an die Kauri Coast. Wir fahren Mitten durch den Kauri-Wald Waipoua Forest bis zum 2000 Jahre alten Kauri Tane Mahuta. Ehe wir den Wald betreten müssen wir die Schuhe desinfizieren, da ein Virus die Kauri-Bäume in einigen Wäldern befallen hat. Als wir vor den Riesen der Natur stehen sind wir völlig geflascht. Man kommt sich so wunderbar klein und nichtig vor. Leider kann ein Foto die gewaltigen Dimensionen nicht festhalten. Kaum haben wir den dichten Wald hinter uns gelassen erreichen wir eine Anhöhe mit fantastischem Blick auf eine Wanderdüne an der Tasmanischen See. Im Anschluss gelangen wir in den Küstenort Opononi, wo in den 50'er-Jahren der Delphin Opo einen Fischer vor den Haien gerettet hat.
Wir verlassen wieder die Westküste und fahren quer durchs Landesinnere an die Ostküste. In der Gemeinde Kawakawa legen wir noch eine "Pipipause" der besonderen Art ein. Nicht weil wir es unbedingt nötig haben, sondern weil die öffentliche Toilette nach den Plänen von Friedensreich Hundertwasser entstanden ist, der in dieser Region seinen Lebensabend verbrachte.
Wir erreichen unser Tagesziel - das Touristenstädtchen Paihia an der Bay of Islands - gegen 17:15 Uhr. Sogleich spazieren wir in den Ort, wo wir im "CBK" zu Abend essen. Die Portionen sind übergroß. So unternehmen wir noch einen kurzen Verdauungsspaziergang, ehe es zurück ins Hotel geht.

 

36. Rundreisetag - Montag 4.11.19


Heute starten wir bereits um 7:20 Uhr in den Reisetag.
Wir werden von einem Spezialbus, der mit Aluminium verkleidet ist, um Schutz gegen das Salzwasser zu bieten, vom Hotel Kingsgate in Paihia abgeholt. Gemeinsam mit anderen internationalen Gästen führt der Tagesausflug in den äußersten Norden von Neuseeland. In englischer Sprache bekommen wir vom Driverguide Informationen über die einzelnen Regionen, die wir entlangfahren.
Erster Höhepunkt des Tages ist bei strahlend blauem Himmel die Fahrt auf dem durch Ebbe fast trockenen Sand des Ninety Mile Beach. Mit etwa 80 km/h brettert der Spezialbus über den Strand - links das Meer und rechts die Dünenlandschaft. Ein Erlebnis, das wir in dieser Form bislang nicht kannten. Leider bleiben wir erst am Ende des Strandes mit Blick auf Matapia Island für Fotos stehen. Gleich darauf durchfahren wir den Te Paki-Fluss, die einzige Stelle im Norden, durch die man den Ninety Mile Beach erreichen kann. Hier gibt es auch die höchsten Sanddünen der Region. Auf einer dieser werden die Kunststoffboards ausgepackt, so dass ein Teil der Reiseteilnehmer das Sandrodeln ausprobieren kann. Allerdings mit Auslauf ins seichte Bachbett. Vernünftigerweise bleiben wir als Zuschauer zurück und somit auch trocken.
Nach einer halben Stunde fahren wir das letzte kurze Stück gegen Norden.
Schließlich erreichen wir den Ausgangspunkt zu einem kurzen Track an den nördlichsten Punkt des Landes - nach Cape Reinga. Die Temperatur ist mittlerweile hoch geklettert und die Sonne lacht mit uns um die Wette. Hier, wo der Leuchtturm den Schiffen Signale übermittelt, befindet sich ein heiliger Ort der Maori. Wir genießen den fantastischen Ausblick auf Dünen und Inseln, sowie jene Stelle wo die Tasmanische See auf den Pazifik trifft. Dieses Phänomen lässt sich wunderbar beobachten. Die Szenerie erinnert sehr stark an das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, wo wir noch vor zwei Monaten gestanden sind.
Nach einer Stunde müssen wir leider auch schon wieder Abschied von einem der Highlights von Neuseeland nehmen.
In Houhora machen wir gegen 14 Uhr Mittagspause. Als Lunch bekommen wir Fish & Chips. Eine etwas fettige Angelegenheit, und noch dazu in Windeseile. Gerade einmal 30 Minuten bleiben zum Verzehr, und die wunderschöne Landschaft mit einer kleinen Flasche Bier zu genießen.
Auf der Rückfahrt dann das dritte Highlight des Tages im Puketi Kauri Forest. Der Wald bedeckt 7500 ha und hat einige der größten verbliebenen Kauri-Bäume in Neuseeland. Wir spazieren im Mangmangwa Reservat, wo man einige Kauri-Bäume mit ca. 500 Jahren sehen kann. Klein und demütig verlassen wir nach einer viertel Stunde den Spazierweg durch die Welt der Riesen.
Nach einer Fahrstunde erreichen wir um 17:30 Uhr unser Hotel in Paihia.
Bald nach der Rückkehr sind wir auch schon wieder auf dem Weg zum Abendessen in das am Strand gelegene "CBK Paihia". Allerdings gibt es dieses Mal für uns nur eine Kleinigkeit zum Essen, da wir bereits ein verspätetes Mittagessen hatten.
Nach 20 Uhr kommen wir wieder im Hotel an und genießen nach dem langen Ausflugstag die Ruhe am Zimmer.

 

37. Rundreisetag - Dienstag 5.11.19


Unser letzter Ausflugstag in Neuseeland beginnt um 8:30 Uhr am Kai von Paihia. Von hier aus starten wir zur Bootstour in der Bay of Islands. Erneut begleitet uns strahlender Sonnenschein und blauer Himmel ohne jegliche Wolke. Wie der Name der Bucht verrät, findet man eine Vielzahl von Inseln in jeglicher Größe.
Höhepunkt der Ausfahrt ist nicht nur die Sichtung von Delfinen, sondern dass diese uns auch noch hautnah begleiten. Weit außerhalb, schon beinahe auf offener See, der nächste Höhepunkt. Das "Hole in the Rock" ragt vor uns auf. Da wir perfektes Wetter mit ruhiger See haben, wagt der Kapitän die Durchfahrt durch den relativ engen Schlund des Felsen. Ein atemberaubendes Abenteuer mit herrlichen Fotos. In Otehei Bay laufen wir ein, um eine Stunde Mittagsrast zu halten. Wir sind im Paradies gelandet. Nicht nur wegen dem kühlen Bier, welches man hier bekommt, sondern wegen der traumhaften Bucht und der wunderschönen Vegetation ringsum. Etwas mehr Zeit hätte hier auch nicht geschadet.
Mit einem Zwischenstop in Russell fahren wir zurück zum Ausgangspunkt nach Paihia. Die verbleibenden 45 Minuten nutzen wir, um noch einmal unser Stammlokal auf zu suchen - das "CBK Paihia". Wir gönnen uns jeweils ein gebackenes Baguette für den schnellen Hunger.
Um 13:30 Uhr machen wir uns zum letzten Programmpunkt der Reise auf. Nur zwei Kilometer außerhalb von Paihia befindet sich die Geburtsstätte der Nation - die Waitangi Treaty Grounds. Hier unterschrieben viele Maori-Häuptlinge mit den Briten den Vertrag von Waitangi, und William Hobson verkündete Großbritanniens Hoheit über das Land. Im wunderschönen Versammlungshaus Te Whare Runanga, das 1940 erbaut wurde, sind beeindruckende Schnitzereien vor zu finden. Hier wohnen wir einer Maori-Zeremonie bei. Leider ist die Qualität der Vorführung nicht mit jener von Rotorua zu vergleichen.
Um 15:40 Uhr verlassen wir Waitangi und begeben uns auf die letzte Busetappe zurück nach Auckland. Dort kommen wir erst um 19:20 Uhr im Auckland City Hotel an.
Um 20 Uhr machen wir uns wieder auf zum Abendessen. Wie schon drei Tage zuvor gehen wir ins Elliott Stables. Ich esse beim Italiener Paste, während Alexandra beim Franzosen Crepes konsumiert.
Um 22 Uhr torkeln wir zum nahe gelegenen Hotel, wo wir leider vor verschlossener Bar stehen. So müssen wir den letzten Abend der Reise am Zimmer ausklingen lassen.

 

ABREISETAG, Mittwoch 6.11.2019


Der letzte Morgen in Neuseeland ist angebrochen. Bereits gegen 7:30 Uhr werden wir wach. Offizielles Programm gibt es heute am Abreisetag nicht.
Wir nehmen uns ausreichend Zeit für das Frühstück, und packen anschließend die Koffer für die Heimreise.
Um 9:45 Uhr starten wir einen knapp zweistündigen Spaziergang durch die Innenstadt von Auckland. Zuerst gehen wir Richtung Hafen, wo beim Maritim Museum die erste Segeljacht Neuseelands beim America's Cup ausgestellt ist. Zwei weitere Jachten dieses weltweit berühmtesten Segelwettbewerbs liegen im Hafen. Leider ist der Bereich rund um den Hafen eine einzige Baustelle. So hinterlässt die Großstadt keinen positiven Eindruck bei uns. Der Spaziergang führt die Hauptstraße Queens Street entlang, wo sich ein Luxusgeschäft an das andere reiht. Letztes Ziel ist der Albert Park, der einige interessante alte Bäume beherbergt.
Vorbei an der Town Hall und dem Aussichtsturm Sky Tower erreichen wir um 11:30 Uhr wieder das Scenic Hotel, wo wir uns noch einen letzten Drink genehmigen.
30 Minuten später sind wir bereits am Weg zum Flughafen. Nach reibungslosem Einchecken und Passieren der Sicherheitskontrollen startet der Airbus A 380-800 von Singapur Airlines mit zehnminütiger Verspätung um 15:25 Uhr (MEZ +12) in Richtung Singapur, wo wir um 20:35 Uhr (MEZ +7) landen. Die erste lange Etappe mit 10:10 Stunden wäre also geschafft. Nun müssen wir die kommenden drei Stunden am Flughafen überbrücken.
Um 0:15 Uhr startet der nächste Mammut-Flug mit einem Airbus A380-800 von Singapur Airlines. Beinahe 13 Stunden Flug nach Frankfurt liegen vor uns. Mit Schlafen ist trotz Müdigkeit nicht viel.
Um 6 Uhr landen wir früher als geplant am deutschen Flughafendrehkreuz. Hier sind für die kommenden zwei Tage Streiks des Lufthansa-Personals angekündigt. 1300 Flüge sollen deutschlandweit ausfallen. Wir haben riesiges Glück! Unser Flug nach Wien findet wie geplant statt. Noch dazu ist am Flughafen Frankfurt durch den Streik tote Hose.
Um 8:10 Uhr startet der Airbus A 321 von Austrian Airlines mit 20-minütiger Verspätung in die Heimat, wo wir planmäßig um 9:45 Uhr landen. Auch das Gepäck ist blitzschnell auf dem Förderband.
Um 10 Uhr sitzen wir bereits im Auto unserer Freundin Birgitt in Richtung Wr. Neustadt, wo wir um 10:30 Uhr übermüdet ankommen.

 

RESÜMEE ZUR REISE






Die Reisegruppe in Australien bestand aus 25 Teilnehmern, jene in Neuseeland aus 20 Personen. In beiden Ländern hatten wir große Busse mit 50 Sitzplätzen, so dass Jeder seine eigene Sitzreihe hatte.
Mit den Monaten Oktober und Anfang November erwischten wir durchaus eine sehr gute Reisezeit. Im Norden Australiens erreichte die Temperatur allerdings bereits bis zu 40 Grad, was im Zusammenspiel mit hoher Luftfeuchtigkeit anstrengend war. Für diese Jahreszeit außergewöhnlich hohe Temperaturen.
Im Nachhinein betrachtet hatten wir riesen Glück, da unmittelbar nach unserer Heimkehr in Australien die verheerendsten Buschbrände aller Zeiten ihr Unwesen trieben.
In Neuseeland muss man grundsätzlich zwischen Nord- und Südinsel unterscheiden. Wir begannen die Rundreise im Süden, wo wir nach den hohen Temperaturen in Australien einen Temperaturschock erlebten. Je weiter wir Richtung Norden kamen, desto angenehmer entwickelte sich das Klima. So wechselte im Laufe der zweieinhalb Wochen die Temperatur von anfangs 8 Grad auf bis zu knappen 30 Grad am Ende der Reise im äußersten Norden.
Mit Victoria Schiller hatten wir die ersten drei Wochen eine äußerst erfahrene Australienexpertin an unserer Seite, die uns ihre Liebe zu diesem Kontinent vermittelte.
In Neuseeland hatten wir die deutsche Auswanderin Jutta an unserer Seite, die uns viele Erfahrungen als Einwanderin am anderen Ende der Welt Nahe brachte.
Als Fluglinie für die großen Distanzen zwischen Frankfurt und Singapur beim Hinflug als auch von Auckland nach Singapur und weiter nach Frankfurt beim Rückflug fungierte mit Singapur Airlines eine der besten Fluglinien. Noch dazu durften wir wieder einmal mit dem Airbus A 380-800 fliegen.
Zu den Höhepunkten der Reise zählte der Ayers Rock, der heilige Berg der Aborigines, die beiden Großstädte Melbourne und Sydney, der Milford Sound im Fjordland Neuseelands, sowie die Bay of Islands und das Cape Reinga auf der Nordinsel.
Faszinierend war entlang des Stuwart Highway von Nord- nach Südaustralien der Wechsel der Klimazonen als auch der Zeitzonen innerhalb des Landes. In Neuseeland beeindruckt vor allem der Unterschied zwischen Fjord- und Gletscherlandschaft auf der Südinsel bis zu tropischer Vegetation auf der Nordinsel.
In beiden Ländern lässt sich das "Problem des Umgangs" mit der Urbevölkerung (Australien - Aborigines, Neuseeland - Maori) deutlich erkennen. Man versucht die Schuld der Kolonialisten vor 250 Jahren mit sozialer Bevorzugung der Urbevölkerung in der Gegenwart zu kompensieren, und erzeugt dadurch weiterhin große Vorurteile und Differenzen. Hier steht beiden Ländern noch ein langer Weg bevor.

Wer eine Reise ans andere Ende der Welt plant, sollte viel Zeit mitbringen. Die Flugstrecke von Europa ist enorm, die Entfernungen speziell in Australien oftmals nur mit dem Flugzeug zu bewältigen. So saßen wir beispielsweise bei der Rückreise von Auckland nach Wien insgesamt über 24 Stunden im Flieger. Auch drei Inlandsflüge in Australien blieben uns nicht erspart.



 


2007-2020 Schuh-Design. Alle Rechte vorbehalten. Fotos - inklusive der Verlinkungen zu selbigen - sind ausschließlich Eigentum des Seitenbetreibers.

Sie sind hier:  >> 2019-20  >> Australien & Neuseeland 2019