Südafrika (16.8. - 1.9.2019)

 

 

 

 

Reiseroute

 

  • 16.8.19: Anreise von Wien über Frankfurt nach Johannesburg
  • 17.8.19: Flug von Johannesburg nach Kapstadt
  • 18.8.19: Kapstadt - Kap Halbinsel (Zwölf Apostel, Hout Bay, Kap der Guten Hoffnung, Boulders Beach) - Kapstadt
  • 19.8.19: Kapstadt - Groot Constantia - Kirstenbosch (Botanischer Garten) - Kapstadt - Hermanus
  • 20.8.19: Hermanus (Whale Watching) - Franschhoek - Paarl (Weinverkostung) - Stellenbosch
  • 21.8.19: Stellenbosch - West Coast Nationalpark (Postberg Nature Reserve) - Saldanha Bay
  • 22.8.19: Saldanha Bay - Pakhuispass - Sevilla Rock Art Trail - Clanwilliam (House of Rooibos) - Lamberts Bay
  • 23.8.19: Lamberts Bay (Bird Island Nature Reserve) - Springbok
  • 24.8.19: Springbok - Namaqua Nationalpark - Springbok
  • 25.8.19: Springbok - Goegap Nature Reserve - Springbok
  • 26.8.19: Springbok - Augrabies Falls Nationalpark
  • 27.8.19: Augrabies Falls Nationalpark - Kgalagadi Transfrontier Park
  • 28.8.19: Kgalagadi Transfrontier Park
  • 29.8.19: Kgalagadi Transfrontier Park
  • 30.8.19: Kgalagadi Transfrontier Park - Kuruman
  • 31.8.19: Kuruman - Johannesburg - Rückflug von Johannesburg nach Frankfurt
  • 1.9.19: Flug von Frankfurt nach Wien

 

 

Fotogalerien

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KAPHALBINSEL
KAPHALBINSEL
SEVILLA ROCK ART TRAIL
SEVILLA ROCK ART TRAIL
KAPSTADT
KAPSTADT
NAMAQUA NATIONALPARK
NAMAQUA NATIONALPARK
KIRSTENBOSCH
KIRSTENBOSCH
GOEGAP NATURE RESERVE
GOEGAP NATURE RESERVE
HERMANUS
HERMANUS
AUGRABIES FALLS NATIONALPARK
AUGRABIES FALLS NATIONALPARK
WEST COAST NATIONALPARK
WEST COAST NATIONALPARK
KGALAGADI TRANSFRONTIER PARK
KGALAGADI TRANSFRONTIER PARK

 

Rundreise durch Südafrika

 

Urlaubsplanung


Nachdem wir uns 2019 eine berufliche Auszeit gönnten, blieb der Monat August vorerst als ungenutzter Reisezeitraum offen. Auf der Suche nach der geeigneten Rundreise entdeckten wir jene Südafrika-Reise zur Frühlingsblüte. 2014 waren wir erstmalig an der Südspitze Afrikas unterwegs. Damals bereisten wir von Johannesburg aus einige Nationalparks sowie den Osten des Landes bis zur Kaphalbinsel nach Kapstadt. Nun sollte die Reise eben hier beginnen und über die Westküste des Landes bis zur Kalahari-Wüste in das Dreiländereck mit Botswana und Namibia in den Norden führen. Mit ein Grund für die Buchung dieser Kneissl-Reise war Reiseleiter Heinz Enne, der uns bereits fünf Jahre zuvor durch Südafrika begleitete.

 

Anreisetag - Freitag 16.8.19


Um 9 Uhr startet nach 2014 unser zweites Abenteuer Südafrika.
Freundin Birgitt bringt uns zum Bahnhof, von wo wir mit einem Direktzug zum Flughafen nach Wien/Schwechat fahren. Drei Flüge liegen vor uns, ehe wir das Endziel Kapstadt am darauffolgenden Tag erreichen werden. In Wien erhalten wir lediglich die Flugtickets für die ersten beiden Flüge. Um 15:25 Uhr, mit 15 Minuten Verspätung, startet der Austrian Airlines-Flug mit einem A320. Nur 65 Minuten später landen wir am Flughafendrehkreuz Frankfurt, von wo aus es um 21:05 Uhr mit 20 Minuten Verspätung weiter nach Johannesburg geht. In Frankfurt erhalten wir am Gate auch die Tickets für den abschließenden dritten Flug.

 

1. Rundreisetag - Samstag 17.8.19


Der A340-400 von South African Airways landet um 7:15 Uhr in Johannesburg, wo wir überraschenderweise die Koffer entgegen nehmen müssen und danach erneut aufgeben. Dümmer geht's nimmer! Danach besteigen wir einen A330-200 von South African Airways. Erst kurz vor dem Start wird ein Triebwerksproblem und der damit verbundene Flugzeugwechsel bekannt gegeben. Doch nach einem weiteren Testlauf der Triebwerke wird wenige Minuten später das "Okay" für den Abflug gegeben. Wie beruhigend! Doch zum Glück geht Alles gut aus, und wir landen nach 100 Minuten sicher und pünktlich in Kapstadt. Dort nimmt uns der altbekannte Reiseleiter Heinz Enne in Empfang. Bereits fünf Jahre zuvor begleitete er unsere erste Süfafrika-Rundreise.
Gleich nach Ankunft beginnt für die zehnköpfige Reisegruppe das Besichtigungsprogramm. Ein zirka zweistündiger Spaziergang durch die Innenstadt von Kapstadt führt zum Castle of Good Hope, dem alten Rathaus, dem Blumenmarkt, dem Green Market, der anglikanischen Kathedrale, dem Parlament und den Company's Garden.
Im Anschluß fahren wir mit dem Kleinbus auf den Signal Hill, wo wir bei Traumwetter herrliche Fotos von Cape Town und seinem Wahrzeichen, den Tafelberg, machen können.
Ein Kurzbesuch im bunten Malayenviertel Bo-Kaap rundet die Stadtbesichtigung ab.
Gegen 17 Uhr erreichen wir das Hotel Southern Sun Waterfront, wo wir 90 Minuten später im Restaurant vorzüglich speisen.
Im Anschluss fallen wir nach 38 Stunden ohne Schlaf total übermüdet ins Bett.

 

2. Rundreisetag - Sonntag 18.8.19


Um 8:30 Uhr machen wir uns zur Ganztagestour auf die Kap Halbinsel auf.
Ein kurzer Fotostop bei der Bergkette der "Zwölf Apostel" in Camps Bay, ehe wir den Hafen von Hout Bay erreichen. Während ein Teil der Reisegruppe zur Seehundebeobachtung mit einem kleinen Boot hinaus fährt, können wir einige Exemplare im Hafen bei der Fütterung beobachten.
Nach dem spektakulärem Küstenabschnitt Chapman Peak erreichen wir den Table Mountain Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Hier haben wir bei prachtvollem Wetter - so wie bei unserer ersten Südafrika-Reise 2014 - die Möglichkeit zum alten Leuchtturm hoch zu steigen, und anschließend zum Kap der Guten Hoffnung zu wandern. Einfach ein schöner und historischer Ort. Um 15:15 Uhr verlassen wir wieder den südwestlichsten Punkt Afrikas.
Vierzig Minuten später erreichen wir Simon's Town, wo wir am Boulders Beach die Brillenpinguin-Kolonie von Foxy Beach besuchen und unzählige Fotos von den putzigen Tierchen schießen. Etwa 3000 Brillenpinguine sind hier beheimatet.
Gegen 17:30 Uhr sind wir wieder zurück im Hotel Southern Sun Waterfront in Kapstadt.
Gleich im Anschluss begeben wir uns ins benachbarte Restaurant Col'cacchio, wo wir ausgiebig und sehr gut zu Abend essen. Erst gegen 20:30 Uhr erreichen wir nach einem intensiven Reisetag das Hotel.

 

3. Rundreisetag - Montag 19.8.19


Um 9 Uhr beginnt der dritte Tag auf südafrikanischem Boden. Wir verlassen das Southern Sun Waterfront Hotel in Kapstadt und fahren zum Weingut Groot Constantia, wo wir die Gebäude im kapholländischen Stil besichtigen.
Anschließend fahren wir weiter zum Botanischen Garten von Kirstenbosch. Hier können wir neben den verschiedenen Proteänarten auch unzählige Vögel beobachten und fotografieren.
Nach knapp zweistündiger Besichtigung geht es noch einmal zurück nach Kapstadt, wo wir an der Victoria & Alfred Waterfront - einem Einkaufs- und Unterhaltungskomplex mit 270 Geschäften und 50 Restaurants - 90 Minuten Zeit für die Mittagspause haben.
Um 14 Uhr begeben wir uns auf die letzte Tagesetappe über den Whale Coast Trail etwa 115 km Richtung Osten nach Hermanus.
Im Hotel Windsor, einem ehemaligen Sanatorium, erhalten wir überraschenderweise ein Zimmer mit Balkon zum Indischen Ozean. Wir nutzen die Freizeit für einen Spaziergang entlang der felsigen Küste auf dem Cliff Walk auf der Suche nach Walen, die hier im südafrikanischen Frühling zum Paaren verweilen. Diese entdecken wir leider nicht, dafür jedoch jede Menge zutraulicher Klippschliefer, die sich sogar fotogen auf die Beine setzen.
Nach dem tierischen folgt sogleich das kulinarische Abenteuer. Zehn Minuten vom Hotel entfernt gelangen wir zum Restaurant La Pentola. Eine Auswahl an Speisen wird aufgetischt, von denen wir nach Belieben kosten können.
Anschließend geht es zurück in unser schmuckes Hotel, wo wir nachts das Meeresrauschen genießen dürfen.

 

4. Rundreisetag - Dienstag 20.8.19


Gegen 8 Uhr verlassen wir das Windsor Hotel in Hermanus, um sich wenige Minuten später beim Schalter für das "Whale Watching" anzumelden.
Um 9 Uhr ist es dann so weit. Nach kurzer Erklärung der Geschichte der Wale in Südafrika geht es zu Fuß zum kleinen Fischerhafen.
Im zügigen Tempo fahren wir etwa zwanzig Minuten entlang der südafrikanischen Ostküste, ehe das Ausflugsboot verlangsamt. Wale wurden gesichtet! Eine Walmutter mit ihrem Jungen, die dem Neugeborenen das Springen beibringen will. Ein atemberaubendes Erlebnis! Drei Mal in kurzen Abständen können wir den mächtigen Sprung eines 18 m langen Südlichen Glattwales mit Begeisterung beobachten und glücklicherweise auch fotografieren. Danach fahren wir ein kurzes Stück, um Wale aus nächster Nähe bei der Paarung beobachten zu dürfen. Ein Privileg die Giganten des Meeres aus kurzer Distanz zu bestaunen.
Nach knapp zwei Stunden ist das Whale Watching für € 53,-/Person leider auch schon wieder vorbei.
Nun fahren wir weiter in die südafrikanische Weinregion nach Franschhoek, wo wir bei Kaffee und Kuchen eineinhalb Stunden Mittagspause einlegen.
Am Nachmittag folgt im Weingut "Fairview" in der Ortschaft Paarl eine Weinverkostung von sechs Weinen und den dazu passenden Käsesorten.
Danach geht's lustig weiter nach Stellenbosch, wo neben den Weinen 30.000 Studenten leben und lernen. Nach eineinhalbstündigem Stadtspaziergang fahren wir zu unserem Hotel The Devon Valley in herrlicher Lage in den Weinbergen, wo wir um 18:30 Uhr das Abendessen einnehmen.
Ein sehr schöner und wenig strapaziöser Reisetag neigt sich dem Ende zu.

 

5. Rundreisetag - Mittwoch 21.8.19


Wir verlassen das Devon Valley Hotel in Stellenbosch um 9 Uhr.
Gegen 11:30 Uhr erreichen wir den West Coast Nationalpark. Der West Coast Nationalpark ist mit ca. 30.000 ha einer der größten Naturreservate an der südafrikanischen Küste.
Nach einer kurzen Pause im Farmhaus erreichen wir das private Postberg Nature Reserve entlang der Langebaan Lagune, wo wir trotz frühem Reisetermin einem Meer aus weißen, orangenen, gelben und magentafarbenen Blumen begegnen. Wir durchqueren das Gebiet mit jeder Menge Fotostops bei Blumen und Felsformationen. Bei der Rückkehr zum Farmhaus beobachten wir von einem Vogelaussichtspunkt die Flamingos in der Lagune.
Um 17:15 Uhr erreichen wir das Protea Hotel in Saldanha Bay. Wir beziehen ein Zimmer mit Blick auf die Bucht von Saldanha.
Gegen 18:30 Uhr gibt es Abendessen in Buffetform im Hotelrestaurant.

 

6. Rundreisetag - Donnerstag 22.8.19


Um 8 Uhr verlassen wir das Protea Hotel in Saldanha Bay und begeben uns in die Region der Cederberge, wo der Rooibos-Tee seine Wurzeln hat.
Nicht der Rooibos ist unser erstes Tagesziel, sondern vielmehr die Felsmalereien der San am Sevilla Rock Art Trail, wenige Kilometer von Clanwilliam entfernt.
Der Begriff San bezeichnet eine Reihe ethnischer Gruppen im südlichen Afrika, die ursprünglich als reine Jäger und Sammler lebten. In Südafrika leben heute noch etwa 4500 San, im südlichen Afrika insgesamt 100.000.
Ein ca. 4,7 km langer Pfad schlängelt sich entlang des Brannewyn River und führt uns zwischen Felsformationen zu neun Plätzen mit Felsmalereien der San sowie Aussichtspunkten. Bei herrlichem Wetter spazieren und kraxeln wir durch die unberührte Natur.
Nach einem Bier zum Durst löschen im Traveller's Rest führt unser Weg nach Clanwilliam, wo wir im House of Rooibos einen Produzenten von Rooibos-Tee besuchen. Mittels Filmvorführung wird uns die Geschichte und Produktion der hier in der Region endemischen Teesorte erklärt, und bei einer Verkostung näher gebracht.
Von hier aus geht es direkt nach Lamberts Bay zum gleichnamigen Hotel, wo wir um 16:30 Uhr ankommen. Gegen 18:30 Uhr gibt es im Speisesaal des Hotelrestaurants das Abendessen. Und siehe da! Wir bekommen "Chicken Schnitzel". Lecker war's auf jeden Fall!

 

7. Rundreisetag - Freitag 23.8.19


Der heutige Reisetag beginnt etwas ungewöhnlich mit einem kurzen Spaziergang vom Hotel in Lamberts Bay zum nahegelegenen Bird Island Nature Reserve. Hier können wir vorwiegend Kap-Basstölpel als auch einige wenige Kormorane und die üblichen Verdächtigen - die Möwen - beobachten. Neben der Vogelpracht und der tosenden Brandung an der Felsenküste, sind vorallem die im kleinen Hafen liegenden Diamentensuchboote interessant.
Danach legen wir einen Stop am örtlichen Badestrand ein, der in den südafrikanischen Wintermonaten natürlich völlig leer ist.
Nun beginnt die erste längere Fahrstrecke der Reise von Lamberts Bay nach Springbok mit 315 km. Einige Fotostops lockern die lange Fahrt auf.
Um 16:15 Uhr erreichen wir schließlich unser Hotel Springbok inn für die kommenden drei Nächtigungen. Dieses erst drei Jahre alte Hotel liegt völlig abseits der Zivilisation in der Prärie.
Um 19 Uhr gibt es schließlich Abendessen in Form eines BBQ aus Lammsteaks, Rinderwürste und Hühnerspieße.

 

8. Rundreisetag - Samstag 24.8.19


Erst um 9 Uhr verlassen wir das Springbok Inn und machen uns auf den Weg Richtung Namaqualand, wo wir auf die Frühlingsblumenblüte hoffen.
In den Monaten August und September überzieht sich nach dem Winterregen das graue bis braune Land mit einem scheinbaren Teppich aus Millionen blühender Pflanzen.
Als wir in den Namaqua Nationalpark einfahren können wir bereits vereinzelte Blumen erkennen. Schon bald werden aus einigen kleineren Flächen hunderte von Quadratmetern Blumenflächen in vorwiegend oranger Farbe. Nach wenigen Minuten erreichen wir das Skilpad Wildflower Reserve, die sogenannte "Schildkröte", wo die größte Anhäufung von Blumen vorzufinden ist. Zweieinhalb Stunden verbringen wir in dem relativ überschaubaren Areal. Zuerst fahren wir eine Runde mit dem Kleinbus, anschließend folgt ein Spaziergang auf einem Weg mitten durch die Blumenpracht.
Bei einer kleinen Stärkung und einem kühlen Bier genießen wir bei Traumwetter die Mittagszeit mit Blick auf die Farbenpracht, ehe wir noch eine Schleife mit dem Bus um die "Schildkröte" drehen.
Um 14:30 Uhr verlassen wir leider - vollauf zufrieden - den Namaqua Nationalpark in Richtung Springbok, wo wir eine Stunde später das Hotel erreichen.
Um 19 Uhr gibt es wieder Abendessen, diesmal a la carte.

 

9. Rundreisetag - Sonntag 25.8.19


Erneut verlassen wir um 9 Uhr das Springbok Inn Hotel. Diesmal geht es durch die Ortschaft Springbok zum 15 km östlich gelegenen Naturschutzgebiet Goegap Nature Reserve.
Das Gebiet hat aktuell eine Größe von 16.000 ha. Der Name Goegap leitet sich vom Namawort für Wasserloch ab.
Hauptattraktion ist die Wüstenblüte, die im Frühjahr die Ebenen in wahre Blütenmeere verwandelt. Doch davon ist wegen der aktuellen Trockenheit nicht Mal ansatzweise etwas zu erkennen.
Voll motiviert begeben wir uns auf eine mehrstündige Rundwanderung, die gleich zu Beginn eine Stunde stetig bergauf zu einem tollen Aussichtspunkt führt. Von nun an geht es relativ flach dahin, ehe es über Stock und Stein bergab zurück zum Ausgangspunkt beim Informationszentrum Hesters Malan Wild Flower Garden geht. Nach über drei Stunden sind wir zurück beim Bus, wo der Chauffeur mit kühlem Bier auf uns wartet. Danach besichtigen wir noch den wunderschönen Köcherbaumwald, der unzählige Fotomotive bietet. Anschließend drehen wir mit dem Bus eine Runde im Reservat, wo wir am Ende doch noch zu einer Tiersichtung kommen. Einige Springböcke lassen sich trotz offensichtlichem Wassermangel aus einiger Entfernung blicken. Danach fahren wir zurück zum Hotel, wo wir bereits um 15 Uhr ankommen.
Erst um 19 Uhr gibt es standardmäßig Abendessen - diesmal in Form eines Buffets.

 

10. Rundreisetag - Montag 26.8.19


Nach drei Nächten verlassen wir das Springbok Inn Hotel um 9 Uhr morgens.
Vier Stunden und ca. 340 km später erreichen wir das Tagesziel - den Augrabies Falls Nationalpark, wo wir nach einer kurzen Mittagspause unsere Chalets mit Küche, Schlafraum sowie Bad und WC beziehen.
Um 15 Uhr starten wir einen 80-minütigen Spaziergang entlang der Augrabies Falls.
Der Oranje River hat sich hier tief ins Gestein gegraben und bildet eine Schlucht mit den berühmten Augrabies-Wasserfällen. Auf einer Breite von 135 m stürzt der Oranje - mit 2.160 km längster Fluss im südlichen Afrika - fast 60 m in die Tiefe. Abgeleitet ist der Name vom San-Wort Aukoerebis, welches „Ort des tosenden Lärms" bedeutet. Die Augrabies Falls zählen zu den 10 größten Wasserfällen der Welt.
Bei einem der Wasserfälle haben wir das Glück eines Regenbogens. Aber nicht nur der Wasserfall bildet ein prächtiges Fotomotiv, auch Affen und junge Klippschliefer tummeln sich um uns. Leider sind auch winzige Insekten ein ständiger Wegbegleiter.
Um 19 Uhr gibt es im Rest Camp-Restaurant Abendessen in Form eines BBQ.
Im Anschluß gehen wir mit Taschenlampen ausgerüstet ein weiteres Mal zu den beleuchteten Augrabies Falls. Hier bestaunen wir nicht nur die Wasserfälle, sondern auch den fantastischen Sternenhimmel mit dem "Stern des Südens" und der "Milchstraße".

 

11. Rundreisetag - Dienstag 27.8.19


Nach dem Frühstück verlassen wir um 8:30 Uhr die wunderbare Lodge direkt neben den Augrabies Falls.
Nach einem Verpflegungsstop in Upington beim Superspar fahren wir direkt weiter zum Kgalagadi Transfrontier Park, wo wir nach ca. 375 km gegen 14 Uhr unsere Lodge im Twee Rivieren Rest Camp beziehen.
Der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark ist ein durch die Zusammenlegung des Kalahari Gemsbok Nationalpark in Südafrika und des Gemsbok Nationalpark in Botswana entstandenes grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet in der Kalahariwüste mit einer Fläche von rund 38.000 km².
Um 17:30 Uhr startet die erste Safari-Ausfahrt im Nature Park mit einem LKW für 23 Personen. Wir teilen uns das Gefährt mit einer Ornithologen-Gruppe aus Australien und einer Familie aus Tschechien. Schon nach kurzer Zeit können wir den Sonnenuntergang beobachten. Von der Tierwelt bleibt uns durch die einfallende Dunkelheit Vieles verborgen. Eulen, eine braune Hyäne, Löffelhasen und Schakal bleiben die Ausbeute der zweieinhalb Stunden dauernden Ausfahrt. Nachtsafari - nein Danke! - ist unser Resumee.
Im Anschluß gibt es im Restaurant des Camps das Abendessen, bestehend aus Pommes, Gemüse und einem saftigen Rumpsteak.
Um 22:30 Uhr geht's ab ins Bett, damit wir am kommenden Morgen wieder zeitig aus den Federn kommen.

 

12. Rundreisetag - Mittwoch 28.8.19


Bereits um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Eine Stunde später beginnt die erste ganztägige Safari im Kgalagadi Transfrontier Park erneut mit LKW und bekannten Ornithologen vom Vortag.
Bis 10 Uhr frieren wir auf dem Safarigefährt trotz dicker Decken, ehe wir den ersten Höhepunkt erleben. Nahe der Fahrbahn bewegt sich ein junger Leopard entlang der beobachtenden Autokarawane. Mehrere Minuten dürfen wir die Wildkatze auf ihrem Weg fotografisch begleiten.
Kurz darauf gibt's Toilettenpause und Lunchtime mit den vom Rest Camp vorgefertigten Esspaketen. Toasts, Apfel und Müsliriegel stehen am Speiseplan.
Die weitere Fahrt verläuft nicht nur unter wesentlich wärmeren Temperaturen, sondern auch abwechslungsreicher. Wir beobachten jede Menge Springböcke, Oryx-Antilopen und Strauße. Doch als nachmittäglicher Höhepunkt darf der König der afrikanischen Tierwelt - der Löwe - herhalten. Ian - der chauffierende Parkranger - entdeckt das edle Tier auf einer rötlichen Sanddüne in etwa 100 m Entfernung. Wie positioniert wirkt das männliche Tier mit seiner wallenden Mähne. Doch schon bald verschwindet der Kalahari-Löwe wieder hinter den Sanddünen.
Nach sieben Stunden kehren wir um 13:30 Uhr zur Lodge zurück. Den restlichen Nachmittag genießen wir bei der Fütterung von Mungos auf unserer Terasse. Auch ein kleiner Spaziergang über die unmittelbar beim Rest Camp befindliche Grenze zu Botswana darf nicht fehlen.
Um 18:30 Uhr beginnt das Abendessen. Heute gibt es gegrilltes Lamm mit Pommes und Gemüse. Außer Knochen nicht viel gewesen.

 

13. Rundreisetag - Donnerstag 29.8.19


Auch an diesem Donnerstag Morgen klingelt der Wecker um 5:30 Uhr. Diesmal müssen wir den Safari-Truck mit keinen weiteren Personen teilen. Dafür haben wir am frühen Morgen erneut eisige +1 Grad. Ausgestattet mit dicker Decke aus der Lodge und mit mehreren Schichten Oberbekleidung starten wir um 6:30 Uhr zur zweiten ganztägigen Pirschfahrt im Kgalagadi Transfrontier Park.
Auch der heutige Beginn bei Sonnenaufgang entwickelt sich schleppend. Raubkatzen bleiben uns den ganzen Tag verwehrt. Dafür dürfen wir die süßen Erdmännchen aus nächster Nähe fotografieren. Auch ein großer Honigdachs bei seiner Nahrungssuche unmittelbar neben der Fahrbahn bietet ein schönes Fotomotiv. Große Herden von Springböcken sowie Oryx-Antilopen kreuzen immer wieder unseren Weg. Am Ende der Safari können wir auch Knus und Kudus fotografieren. So wie bereits am Vortag erreichen wir gegen 13:30 Uhr die Lodge.
Ein wenig Entspannung bei warmen Temperaturen kann heute auch nicht schaden. Schließlich genehmigen wir uns einen Kaffee, ehe wir um 18:30 Uhr Abendessen gehen. Diesmal gibt es eine Auswahl von Hühnerspieß, Lammsteak und Grillwurst. Wesentlich besser als am Vortag.

 

14. Rundreisetag - Freitag 30.8.19


Nach zwei Frühaufstehertagen können wir heute bis 7:15 Uhr schlafen. Auch Frühstück gibt es um 8 Uhr im Restaurant des Rest Camps. Nach zwei Tagen Lunchpaket eine nette Abwechslung.
Schließlich verlassen wir um 9 Uhr die liebgewonnene Lodge im Kgalagadi Transfrontier Park. Mit zwei Zwischenstops bewältigen wir heute zirka 510 Buskilometer, ehe wir das Tagesziel Kuruman erreichen.
Etwas außerhalb der Stadt liegt die ehemals schottische Moffat-Mission. Hier lebte für zwei Jahre der berühmte britische Afrikaforscher David Livingston.
Nach längerer Suche erreichen wir auch das Kuruman Inn Hotel, wo wir um 18:30 Uhr zu Abend essen. Wir dürfer für einen festgesetzten Betrag a la carte wählen. Vorspeise Hühnersticks, Hauptgericht Calamari und als Nachspeise Eis.
Das Hotel sollen wir laut Reiseleiter Heinz heute Abend lieber nicht mehr verlassen. Die Stadt Kuruman gilt allgemein nicht gerade als sicheres Pflaster. Schon gar nicht wo am Freitag der wöchentliche Lohn ausbezahlt wurde, den ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung gleich wieder in alkoholische Produkte umsetzt.

 

15. Rundreise- und Abreisetag - Samstag 31.8.19


Kurz nach 8 Uhr verlassen wir das Hotel in Kuruman auf unserer letzten Etappe in Südafrika. Etwa 560 Buskilometer liegen heute vor uns, ehe wir die größte Stadt des Landes - Johannesburg - erreichen.
Früher als erwartet, gegen 14 Uhr, erreichen wir Johannesburg, so dass wir die geplante Stadtrundfahrt vor dem Abflug durchführen können. Wir fahren an Soweto vorbei, durchqueren die Downtown und sehen das Fußball-WM-Stadion von 2010 sowie einige luxuriöse Wohngegenden. Schließlich erreichen wir um 15:30 Uhr das Endziel unserer zweiwöchigen Rundreise, den Flughafen von Johannesburg.
Das Einchecken verläuft überraschend schnell, so dass wir noch genügend Zeit für ein Abendessen vorfinden. Nach der sehr fleischlastigen Kost der letzten beiden Wochen, genießen wir eine hervorragende Pizza.
Um 19:40 Uhr hebt der Airbus A340-600 von South African Airways Richtung Frankfurt ab, wo wir am darauffolgenden Tag um 6:10 Uhr pünktlich landen.

 

Rückreisetag - Sonntag 1.9.19


Nun beginnt der frühmorgendliche Flughafenstreß. Sage und Schreibe fünf Kontrollen müssen wir durchlaufen, ehe wir das Abfluggate 10 Minuten vor dem Boarding erreichen. Um 8 Uhr startet der Airbus A320 von Frankfurt Richtung Wien, wo wir vor der geplanten Zeit um 9 Uhr landen. Danach der kurze Schock. Meine Reisetasche ist als einzige des gesamten Flugzeuges nicht auf dem Förderband. Zuerst erhalte ich die Auskunft, dass mein Reisegepäck auf Band 1 eingescannt wurde, obwohl das übrige Gepäck des Flugzeuges auf Band 9 heranrollte. Nach einigen Minuten des Wartens dann die Auskunft, die Reisetasche könnte mittlerweile im Gepäckaufbewahrungsraum deponiert worden sein. Also gemeinsam mit der zuvorkommenden AUA-Mitarbeiterin zum Gepäckraum. Und siehe da! Ein Blick in den gut gefüllten Raum reicht aus, um meine im Zebramuster gehaltene Reisetasche zu entdecken. Ein großer Stein fällt mir vom Herzen! Nun geht es zum ÖBB-Schalter zum Kauf der Bahntickets. Bereits zehn Minuten später sitzen wir im Zugabteil. Ein siebenminütiger Zwischenstop mit hastigem Umstieg am "Wien Hauptbahnhof", und 50 Minuten nach Abfahrt am Flughafen erreichen wir unsere Heimatstadt Wr. Neustadt. Dort wartet bereits zuverlässig unsere Freundin Birgitt, die uns zu Hause absetzt.
27 Stunden nach der Busabfahrt in Kuruman sind wir endlich wohlbehalten angekommen.

 

Resümee zur Reise


Mit Heinz Enne von Kneissl Touristik hatten wir einen alten Bekannten als Reiseleiter an unserer Seite. Fünf Jahre zuvor waren wir bereits einmal mit dem österreichischen Auswanderer in seiner Wahlheimat unterwegs.
Die Reisegruppe bestand aus lediglich aus 10 Personen, so dass ein Kleinbus ausreichte.
Die Wetterverhältnisse waren hervorragend. Sonnenschein begleitete uns die gesamte Reise über. Die Temperaturen in der Kalahari am Ende der Reise waren der Wüste entsprechend spektakulär. Während es am Morgen gerade einmal +1 Grad hatte, stiegen die Temperaturen tagsüber auf über 30 Grad.
Die Hotels und Lodges waren großteils auf einem sehr guten Niveau, das Personal stets bemüht unsere Wünsche zu erfüllen.
Zu Beginn der Reise erlebten wir ein Dejavu von vor fünf Jahren. Gleich am ersten Tag durchstreiften wir Kapstadt, am darauffolgenden Rundreisetag besuchten wir die Kaphalbinsel mit der Spitze am Kap der Guten Hoffnung.
Auch einen der Höhepunkt hatten wir bereits 2014 besucht - die südafrikanische Walhauptstadt Hermanus. Allerdings waren wir bei der ersten Südafrika-Reise im Herbst Vorort, wo die Wale durch Abwesenheit glänzen. Dieses Mal erwischten wir die richtige Jahreszeit. Einen riesigen, 18 m langen Wal, im Sprung aus der Nähe zu erleben hat schon seinen besonderen Reiz.
Der eigentliche Hauptgrund für eine Reise im südafrikanischen Frühling ist die prachtvolle Blumenblüte im Namaqualand an der Atlantikküste. Abhängig vom Regenreichtum lassen sich hier Millionen von bunten Blumen auf riesigen Flächen erblicken. Und wir hatten Glück! Trotz trockenem Winter und Frühlingsbeginn war uns die Natur hold und präsentierte sich in einem Meer aus Orange.
Zwei ganze Tage verbrachten wir gegen Ende der Reise in der Kalahari-Wüste im Kgalagadi Transfrontier Park, einem gemeinsamen Nationalpark-Projekt von Südafrika mit Botswana. Die Ausbeute der Tierbeobachtungen bei den beiden ganztägigen Safaris war relativ überschaubar. Ein Leopard, ein einzelner Kalahari-Löwe und ein Honigdachs waren neben den vielen Springböcken, Knus und Antilopen die bemerkenswertesten Sichtungen.
Abschließend muss man anmerken, dass die erste Südafrika-Reise 2014 durch diverse Nationalparks im Norden und Osten des Landes spektalulärer war als diese zweite Reise. Wer Safaris mit großem Tierreichtum erleben möchte, der sollte sich im Osten des Landes bewegen. Als Ergänzung zum ersten Südafrika-Erlebnis war diese außergewöhnliche Reise allerdings perfekt.

 


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