Toskana & Umbrien (12.5. - 20.5.2007)

 

 

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Reiseroute

 

 

Studienreise durch die Toskana und Umbrien


Bereits Ende Jänner - zwei Wochen nach der Reisemesse im Messezentrum Wien - buchten wir unsere Frühjahrsreise. Ziel der Reise: die Loireschlösser!
Doch trotz der frühen Buchung erhielten wir kurz darauf eine Absage wegen zu vieler Teilnehmer. Ein Umstand, den wir bis dahin nicht kannten. Ansonsten hatten wir meist das gegenteilige Poblem - geführte Rundreisen, die nur mit Mühe aufgrund geringer Teilnehmerzahl zustande kamen.
Also ging die Suche nach einem neuen Reiseziel via Internet und Reisekataloge ein weiteres Monat weiter.
Ende Februar entschieden wir uns schließlich für ein Reiseziel, dass schon seit längerem auf unserer Urlaubsliste ganz Oben stand - die Toskana & Umbrien.

Mit dem Österreichischen Verkehrsbüro hatten wir einen Ausrichter gefunden, der ein sehr umfangreiches sowie interessantes Programm anbot und mit dem wir bereits 2 Jahre zuvor auf unserer Portugal-Studienreise gute Erfahrungen machten.
Erstmals stand eine reine Busreise bevor, die uns in 9 Tagen etwa 2800 Kilometer Fahrstrecke bescherte. Doch gegen allen Erwartungen verlief die Anreise - immerhin beinahe 12 Stunden - wie im Fluge. Ausschlaggebend dafür war vorallem unser äusserst gebildeter und unterhaltsamer Reiseleiter, der endlose historische sowie politische Vorträge über unser Reiseziel mit erstaunlicher Leichtigkeit und frei von der Leber hielt.
Mit 16 Reiseteilnehmern war die Gruppe angenehm klein gehalten, so dass wir mit einem mittelgroßen Bus unterwegs waren. Von Vorteil erwies sich dieser Umstand auch bei diversen Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten, da wir in der Hauptsaison gemeinsam mit der "halben Welt" unterwegs waren.
Das Hotelarrangement in 4* Hotels in Montecatini Terme (5 Nächte), Perugia ( 2 Nächte) und Padua (1 Nacht) entsprach nicht immer in allen Bereichen der vorgegebenen Kategorie, ließ jedoch auch keine gröberen Mängel beanstanden.
Das Reiseprogramm, welches auf dem ersten Blick nicht all zu dicht gedrängt aussah, erwies sich bereits nach den ersten Tagen als ziemlich stressig, so dass in den 9 Tagen nicht wirklich viel Zeit zum Verschnaufen blieb. Aber so soll es ja auch sein, wenn man in relativ kurzer Zeit viel vom Reiseland sehen und erleben möchte. Und die Zusammenstellung des Reiseverlaufs ließ absolut keine Wünsche offen.
Auch der Wettergott hatte es wirklich gut mit uns gemeint. Nach anfänglicher Hitze in Florenz sank die Temperatur in den darauffolgenden Tagen etwas, der Sonnenschein hingegen verfolgte uns während der gesamten Reise, unterbrochen lediglich durch ein Gewitter mit Hagelschlag im berühmten Weinbaugebiet des Chianti.

Wie erwartet begegnet man in der Toskana an jeder Kurvenbiegung einem kleinen Stück Geschichte Europas.
Dabei fällt es regelrecht schwer einige Höhepunkte herauszupicken, ist doch das gesamte Gebiet und damit auch die Reise ein einziger Höhepunkt.
Aber dennoch möchte ich einige subjektive Highlights dieser Studienreise hier anführen. Dazu zählt mit Sicherheit der Besuch der Geburtsstadt der Renaissance Florenz, das mittelalterliche Städtchen San Gimignano, die einstige Seehochburg Pisa sowie die Stadt Assisi, Heimat und Ruhestätte des heiligen Franz von Assisi.

Ein gesellschaftliches und sportliches Highlight Italiens durften wir bei dieser Reise auch miterleben. In Arezzo überraschte uns die örtliche Reiseführerin mit der Mitteilung, dass eben an diesem Samstag Nachmittag der Giro d'Italia - die zweitgrößte Radrundfahrt weltweit - durch die Stadt rollt. Damit war auch das mittägliche Pausenprogramm an diesem Tag mit "Live-Sport" ausgefüllt. Ein Ereignis, welches einem Sport-Fan in ewiger Erinnerung bleiben wird.

Die Toskana lässt sich nicht mit einer einzigen Reise erkunden, lediglich ein Gesamteindruck einer der kulturellen Hochburgen Italiens und ganz Europas kann damit gewonnen werden.

Zum Abschluss noch eine lustige Anekdote zu unserem Reiseleiter, die auch verdeutlicht, wie anstrengend diese Rundreise nicht nur für uns Teilnehmer war:
Am letzten Nachmittag in Padua führte uns der Reiseleiter zu einer großen Kathedrale und erklärte uns im etwas karg ausgestatteten Inneren, dass dies die Basilika des Heiligen Antonius von Padua sei. Wie sich wenige Minuten später anhand einer an der Fassade angebrachten Tafel herausstellte, hatten wir eben nicht die Kirche mit den Reliquien des Heiligen Antonius gesehen, sondern vielmehr die Basilika San Giustina.
Anmerkung des Reiseleiters:" Ich dachte mir schon, wo die Schätze der Kirche bloß hingekommen sind!"
Letzten Endes sahen wir doch noch die Basilika Sant' Antonino samt Ihrer Schätze und Reliquien.

 


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