Ägypten (21.2. - 7.3.2010)

 

 

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KARNAK-TEMPEL
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ABU SIMBEL
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PYRAMIDEN VON GISEH
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ALEXANDRIA
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THEBEN WEST
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ASSUAN
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KAIRO
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AM NIL
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TEMPEL VON PHILAE
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LAND & LEUTE
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EDFU - HORUSTEMPEL
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SAKKARA
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Nilkreuzfahrt & Studien-Erlebnis-Reise


Nachdem wir zu Weihnachten 2009 mit der Renovierung unserer neuen Wohnung begonnen hatten und der Winter in Österreich kein Ende zu nehmen schien, brauchten wir eine Auszeit in sonnigeren Gefilden.
Wir entschieden uns für ein schon lange geplantes Reiseziel, das bislang noch nicht verwirklicht wurde - Ägypten.
Spontan, erst drei Wochen vor Reiseantritt, entdeckten wir das für uns richtige Angebot des Ägypten-Spezialisten ETI - 1 Woche Nilkreuzfahrt von Luxor bis Assuan und retour mit anschließendem Flug nach Kairo, wo die Hauptstadt und deren kulturelles Umland sowie Alexandria besichtigt wurden. Zum Abschluss der zweiwöchigen Reise ging es mit dem Nachtzug von Giseh nach Luxor, wo wir noch zwei gemütliche Tage in einem Hotel direkt am Nil verbringen durften.
Für mich (Manfred) zum Einen eine Premiere der besonderen Art, schließlich war ich zuvor trotz vieler Reisen noch nie fern von Europa, zum Anderen feierte ich so wie schon im letzten Jahr meinen Geburtstag fern der Heimat. Kann ich nur empfehlen!
Die Anreise begann mit einem vierstündigem Nachtflug mit Fly Niki, dem Erwerb eines Einreisevisums am Flughafen in Luxor sowie dem kurzen Bustransfer zu der Schiffsanlegestelle und der anschließenden Einschiffung auf unserem 5* Deluxe Nilkreuzfahrtschiff "MS Grand Sun".
Schon am frühen Vormittag erfolgte eine halbstündige Einweisung der einheimischen deutschsprachigen Reiseleitung bestehend aus vier Reiseführern für insgesamt etwa 120 Passagiere, die auf vier Ausflugsgruppen unterteilt wurden. Die Organisation am Schiff funktionierte perfekt, die Verköstigung in Form einer Vollpension mit Buffet übertraf unsere Erwartungen und sämtliche einheimische Getränke waren von 9 Uhr morgens bis Mitternacht inkludiert. Die Zimmer mit 20m⊃2; waren allesamt mit großem Fenster ausgestattet und um Einiges größer als Standardkabinen auf einem Kreuzfahrtschiff.
Das Ausflugsprogramm war perfekt auf Essenszeiten und die hohen Mittagstemperaturen abgestimmt. Letztere hatten wir trotz der üblicherweise angenehmen Jahreszeit für Kulturreisen tatsächlich. Zu Beginn der Reise stieg das Thermometer um die Mittagszeit schon Mal auf 37 Grad im Schatten, am Ende gar auf über 50 Grad in der Sonne. Selbst für die Einheimischen um diese Jahreszeit eine aussergewöhnliche Hitze. Dennoch ließen sich die hohen Temperaturen durch die sehr geringe Luftfeuchtigkeit ertragen. Die Temperaturen variieren aber auch sehr stark zwischen den Landesteilen Oberägypten (Luxor-Abu Simbel) und Unterägypten (Kairo, Alexandria). Im südlichen Oberägypten kann es schon Mal um 7-10 Grad mehr als im nördlichen Unterägypten haben. Lasst euch nicht durch die Bezeichnung Ober- bzw. Unterägypten verwirren. Oberägypten erlangte seinen Namen durch den Verlauf des Nils, der im Süden, dem Nachbarland Sudan seinen Ursprung hat. Dies wiederspiegelt auch schon die Bedeutung des wichtigsten Stroms Afrikas - des Nil. Ägypten wurde bereits im Altertum vom griechischen Geschichtsschreiber Herodot als "Geschenk des Nils" bezeichnet.
Einen Sandsturm, der sich wie eine Hochnebelbank über uns ausbreitete, durften wir ebenfalls eineinhalb Tage lang in Assuan miterleben. Unser Ausflugsprogramm behinderte dies zum Glück nicht.
Ein 55 Minuten-Flug von Luxor nach Kairo mit einem Airbus leitete die zweite Reisewoche im Norden des Landes ein. Auch hier erlebten wir eine Premiere, denn wir waren lediglich zu Zweit mit Reiseführer, Chauffeur und PKW unterwegs. Speziell in der Hauptstadt Kairo, abseits der Touristenpfade, erlebten wir Armut, Unmengen Müll und Verkehrschaos mit dem dazugehörigen Lärm. Kein Wunder, wenn man die größte Stadt Afrikas mit etwa 18 Millionen Einwohner besucht, die zudem das Zentrum des Islam ist. Letzteres ist auch an jeder Ecke zu beobachten - unzählige Moscheen und fast keine Frau ohne Kopftuch auf der Straße.
Die Hotels in Kairo (Swiss Inn) und Alexandria (Hilton) waren hochwertig, der Nachtzug von Giseh nach Luxor komfortabler als erwartet und dennoch ein einzigartiges Erlebnis.
Ein lästiger Beigeschmack jeder Ägypten-Reise ist hingegen die ständige Belästigung diverser Straßenverkäufer, seien es Souvenierverkäufer, diverse Händler, Kutscher oder Schiffseigner. Hier empfiehlt sich ein Satz, der uns gleich zu Beginn der Reise von den Reiseführern beigebracht wurde: "La, la schukran!", was übersetzt "Nein, nein Danke!" bedeutet. Diesen werden wir mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Auch so kann man Arabisch lernen!
Der zweite Negativfaktor in Ägypten ist die "Verpflichtung" für jede Kleinigkeit "Bakschisch" (Trinkgeld) zu geben. Nicht nur, dass es bei einer zweiwöchigen Reise relativ teuer werden kann, sind viele Einheimische noch dazu sehr unverschämt und geben sich mit dem Erhaltenen nicht zufrieden.
Gegen vieler Stimmen, die den Sicherheitsfaktor ansprachen, fühlten wir uns in keiner Phase der Reise in irgendeiner Form gefährdet oder bedroht. Dafür sorgen auch schon die vielen Sicherheitsorgane an allen Ecken, auch wenn man sie meistens schlafend vorfindet.

Abschließend kann man Ägypten trotz der oben erwähnten Minuspunkte auf Grund seiner unglaublichen Vielfalt an einmaligen Sehenswürdigkeiten als herausragendes Reiseziel weiterempfehlen. Besondere Highlights subjektiv betrachtet waren Abu Simbel, Karnak, das Tal der Könige, der Hatschepsut-Tempel und natürlich die Pyramiden von Giseh, die durch ihre gewaltigen Ausmaße bestechen. Die Bilder auf den folgenden Seiten sind dafür der beste Beweis und werden vermutlich die meisten von euch überzeugen.

Genau ein Jahr nach unserer Reise ereignete sich der politische Umbruch und der damit verbundene Sturz von Staatspräsident Mubarak.

 


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