Kastilien & Extremadura (16.4. - 24.4.2011)

 

 

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Reiseroute

 

 

Zur Semana Santa ins Spanische Kernland


Mitte Jänner war es wieder einmal soweit! Die Ferien-Messe in Wien hatte ihre Pforten geschlossen und für uns das Reisejahr 2011 begonnen.
Diesmal bestand die Möglichkeit in der Karwoche zu verreisen, da Alexandra erstmals keine Urlaubssperre zu dieser Jahreszeit hatte. Dies galt es also zu nutzen!
Schon seit einigen Jahren stand ein Reiseziel für uns ganz oben auf der Liste - Kastilien, das Kernland Spaniens. Eine Destination, reich an Kulturgütern, und dennoch relativ unbekannt in unseren Breiten und selten im Angebot der Rundreiseveranstalter. Bis dato scheiterte eine Reise ins Herzen Spaniens an den Osterterminen, doch dieses Jahr sollte es endlich klappen!
Unter den Reiseanbietern stellte sich rasch Kneissl Touristik als jener mit dem umfangreichsten Besichtigungsprogramm heraus, und zudem dauerte die Reise auch um einen Tag länger als jene der Mitbewerber. Desweiteren umfasste die Rundreise zusätzlich Teile der autonomen Provinz Extremadura mit den UNESCO-Weltkulturerbestätten Caceres, Merida und Guadalupe. In den insgesamt 9 Reisetagen (mit An- und Abreisetag) standen nicht weniger als 8 Besichtigungen von Weltkulturerbestätten auf dem Programm, was den Reichtum an Kulturschätzen dieser Region eindrucksvoll wiederspiegelt.
Leider erreichte uns drei Wochen vor Reiseantritt unverhofft ein Brief unseres Reiseveranstalters Kneissl Touristik, indem eine Preiserhöhung um € 32,-/Person angekündigt wurde. Dies bezog sich auf € 8,- Luftverkehrssteuer und den Restbetrag für Flughafentaxen. Obwohl die Erhöhung der Luftverkehrssteuer für das heurige Jahr schon letztjährig allgemein bekannt war, wurde uns dieser Betrag bei der Buchung im Jänner weder angekündigt, noch auf der Rechnung verbucht. Auf mehrmaliges Intervenieren unsererseits und den Hinweis, dass man Stammkunden (6. Reise) diese Summe ruhig nachlassen oder in Form eines Gutscheins vergelten könnte, erhielten wir nur sture Antworten und den Hinweis auf's Kleingedruckte im Katalog. Scheinbar ist der Kunde im oberösterreichischen Unternehmen kein "König" mehr, sondern lediglich die Gans, die es so gut wie möglich zu rupfen gilt. Daraufhin entschieden wir uns bis auf Weiteres auf die Dienste von Kneissl Touristik zu verzichten, obwohl wir für den Sommer bereits eine weitere Reise geplant hätten. Ob das die € 64,- wert war?

Aber nichts desto trotz überwog die Vorfreude auf eine tolle Reise nach einem sehr langen und arbeitsintensiven Winter.
Nach kurzem Schlaf - 3 Uhr morgens war Tagwache - startete unser leicht verspäteter Flug am Samstag gegen 6:40 Uhr mit Lufthansa von Wien Richtung Frankfurt. Mit an Bord war auch Mirna Jukic, mehrfache Medaillengewinnerin im Schwimmen und "Dancing Star" . Nach 1:15 Stunde Aufenthalt in der Mainmetropole, der Zusammenkunft, der aus 6 Bundesländern stammenden 24 Reiseteilnehmer sowie Reiseleiter und dem Umsteigen in ein anderes Flugzeug, ging die "Weltreise" weiter nach Madrid. So landeten wir erst um 11:45 Uhr planmäßig in der spanischen Hauptstadt, wo uns zwar schönes, aber nicht allzu warmes Wetter empfing. Hier startete auch drei Stunden später unser Besichtigungsprogramm mit Bus und per pedes.
Das Wetter während der 9 Tage konnte man in zwei Hälften teilen. Zu Beginn der Reise begleitete uns herrlicher Sonnenschein und Temperaturen bis zu 25 Grad, während ab Mitte der Woche eine große Schlechwetterfront über Spanien hereinzog und die Temperaturen teilweise bis auf 9 Grad sinken ließ. Eigentlich typisches Aprilwetter, obwohl es zeitgleich in Österreich hervorragendes Wetter gab. Dennoch dürfen wir uns über das Wetter nicht beklagen, da wir jeweils bei Besichtigungen keinen oder nur ganz leichten Regen vorfanden. Lediglich der Besuch im Bergdorf La Alberca fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Ein Grund, warum wir diese Reise gerade in der Karwoche antreten wollten, waren die vielen Prozessionen zur Semana Santa - den spanischen Osterfeierlichkeiten - in sämtlichen Städten des Landes. Doch leider wurden aufgrund der unsicheren Wetterlage einige Veranstaltungen abgesagt, wodurch wir lediglich in den Genuss einer einzigen Prozession in Salamanca kamen.
Das Rundreiseprogramm erwies sich bis auf Kleinigkeiten als sehr gut geplant und führte uns von einem kulturellen Höhepunkt zum nächsten. Ein großes Plus dieser Reise waren die relativ kurzen Busfahrten von maximal 1:15 Stunde. Lediglich die Strecke von Guadalupe nach Toledo dauerte 3 Stunden.
Die Hotels erfüllten den angegebenen Standard von 3-4*, lediglich das Essen konnte uns nicht begeistern.
Auf die englische Sprache sollte man sich in Zentralspanien weder in Hotels noch anderen Einrichtungen verlassen. Man spricht spanisch, und das mit Stolz. Das bedeutet für den Touristen in der Regel anpassen oder Zeichensprache.

Zu den absoluten Höhepunkten, der mit dem Bus zurückgelegten 1360 Rundreisekilometer, zählten sicherlich die alten Städte von Segovia, Avila, Salamanca und Toledo, die ein einzigartiges Stadtbild mit verwinkelten kleinen Gassen und wunderschöner Lage auszeichnet.
Wir können Kastilien als Kulturreiseregion nur wärmstens empfehlen!

 


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