Westnorwegen & Hamburg (25.7. - 6.8.2011)

 

 

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Reiseroute

 

 

Hamburg und AIDA-Kreuzfahrt nach Westnorwegen


Nach der Rückkehr von unserer Osterreise ins spanische Kastilien ging es an die Reiseplanung für den Sommer. Da der Reisezeitraum durch meinen Betriebsurlaub wie auch schon die letzten Jahre sehr eingeschrenkt war, erwiesen sich die zur Auswahl stehenden Reiseangebote ebenso limitiert. Unsere erste Wahl war eine Rundreise durch Mittelengland, deren Durchführung mangels zu geringer Teilnehmerzahl keinesfalls gesichert war. Diesbezüglich hatten wir in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen gemacht. An zweiter Stelle stand eine AIDA-Kreuzfahrt. Hier standen zwei Destinationen zur Auswahl, die für uns von Interesse waren - das "Schwarze Meer" und "Westnorwegen". Da wir in den Sommermonaten der Hitze des Südens meistens zu entfliehen versuchen, fiel uns letztendlich auch die Entscheidung nicht besonders schwer - 11 Tage "Westnorwegen" bekam letztlich den Zuschlag. Da der Auslaufhafen der AIDAblu Hamburg sein sollte, und wir die norddeutsche Metropole bislang noch nie besucht hatten, entschlossen wir uns kurzerhand zwei Tage vor der Kreuzfahrt Hamburg zu besichtigen und dem Disney-Musical "Tarzan" einen Besuch abzustatten.
Bei der Zusammenstellung des Arrangements war uns wie schon einige Male zuvor PRIMA Reisen aus Wien behilflich.

Drei Tage vor Abreise dann die schockierende Meldung in den internationalen Medien - ein einzelner, rechtsradikaler Norweger richtete bei Anschlägen in Oslo und der vorgelagerten Ferieninsel Utoya ein verheerendes Blutbad mit insgesamt 77 Todesopfern an. Uns schauderte es, da wir bereits sechs Jahre zuvor nur wenige Tage nach Terroranschlägen in London eine Reise nach Südengland antraten. Ziehen wir etwa derartige Katastrophen an? Wie sich im Laufe der Reise herausstellte, trauerte ein ganzes Land soletarisch mit den Opfern - hauptsächlich Jugendliche - und deren Angehörigen. In jeder von uns besuchten Stadt zierten gewisse Plätze Unmengen Blumen und Kondolenzbekundungen. Es schien so, als fühlte die ganze Welt mit den Menschen in Norwegen, was niedergelegte Schreiben in vielen verschiedenen Sprachen verdeutlichten. Auch für uns fand das positive Urlaubgefühl an jenen Plätzen eine kurze Unterbrechung für Anteilnahme und Mitgefühl.

Am Montag den 25.7. gegen 8:35 Uhr startete unsere insgesamt 13-tägige Reise mit einem 75-minütigen Air Berlin-Flug in die norddeutsche Hansestadt. Die vorab gekaufte "Hamburg-Card", mit der man sämtliche öffentliche Verkehrsmittel der Stadt benutzen kann, erwies sich als Glücksgriff. Für € 15,-/Person für drei Tage konnten wir gleich vom Flughafen Richtung Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs mit der Schnellbahn loslegen. Rasch und problemlos brachten wir den Transfer hinter uns, und der Urlaub konnte bereits um 11:30 Uhr mit der ersten Besichtigung beginnen.
Nach äußerst kräfteraubenden 3 Tagen in Hamburg und vielen abgespulten Kilometern checkten wir am Mittwoch spät Nachmittags auf der AIDAblu ein. Um 21 Uhr verließen wir dann auf der Elbe, mit stimmungsvoller Anteilnahme vieler einheimischer Zaungäste, den Hafen von Hamburg in Richtung Nordsee.
Nach einem ganzen Seetag gehörten die folgenden sieben Reisetage ganz dem wunderschönen von Fjorden durchzogenen Westnorwegen. Für uns war es ein wunderschönes Wiedersehen mit der landschaftlichen Schönheit des hohen Nordens und der herzlichen und offenen Art der Norweger. Vier Jahre zuvor hatten wir bei unserer Skandinavienreise einige Tage in Norwegen verbracht und dabei das Land und seine Bewohner lieben gelernt. Diese Reise sollte den fehlenden Westen mit der Hansestadt Bergen komplettieren. So wie bereits 2007 erlebten wir auch diesmal Norwegen wettermäßig fast ausschließlich von seiner schönsten Seite. Nach einem grauen Seetag klarte das Wetter bereits am ersten Besichtigungstag in Bergen auf. Zwar mussten wir im Fjordbereich in den folgenden beiden Tagen mit Hochnebel leben, unsere Ausflüge in höhere Regionen führten uns jedoch der Sonne entgegen. Trondheim, Alesund und Stavanger erlebten wir schließlich bei strahlendem Sonnenschein und schweißtreibenden Temperaturen. Lediglich der abschließende Ganztagesausflug von Eidfjord aus war von gelegentlichen Regenschauern begleitet. Selbst unser zweiter Seetag auf der Rückfahrt nach Hamburg war nachmittags von Sonnenschein gekennzeichnet.

Auch diesmal hat uns das Land im Hohen Norden Europas mit seinen unendlichen Küsten und Fjorden in seinen Bann gezogen, so dass wir auf ein Wiedersehen in den nächsten Jahren hoffen.

 


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