Orient (13.12. - 28.12.2015)

 

 

 

 

Reiseroute

  • 13.12.15: Anreise von Wien nach Dubai (VAE)
  • 14.12.15: Dubai
  • 15.12.15: Dubai
  • 16.12.15: Khasab (Oman)
  • 17.12.15: Abu Dhabi (VAE) - Al Ain
  • 18.12.15: Seetag
  • 19.12.15: Manama (Bahrain)
  • 20.12.15: Seetag - Dubai (VAE)
  • 21.12.15: Dubai
  • 22.12.15: Seetag
  • 23.12.15: Khor Fakkan (VAE) - Wüste Hatta
  • 24.12.15: Muscat (Oman) - Barka - Nakhl
  • 25.12.15: Seetag
  • 26.12.15: Abu Dhabi (VAE)
  • 27.12.15: Dubai (VAE)
  • 28.12.15: Rückflug von Dubai nach Wien

 

 

Fotogalerien

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Dubai (VAE)
Dubai (VAE)
Khor Fakkan - Wüste Hatta (VAE)
Khor Fakkan - Wüste Hatta (VAE)
Khasab (Oman)
Khasab (Oman)
Muscat - Barka - Nakhl (Oman)
Muscat - Barka - Nakhl (Oman)
Al-Ain (Abu Dhabi)
Al-Ain (Abu Dhabi)
Abu Dhabi (VAE)
Abu Dhabi (VAE)
Manama (Bahrain)
Manama (Bahrain)
Mein Schiff 2
Mein Schiff 2

 

Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2 im Orient

 

URLAUBSPLANUNG


Erstmals in den 14 Jahren, in denen wir gemeinsam die Welt bereisen, haben wir uns für den Reisemonat Dezember, und da wiederum über die Weihnachtsfeiertage entschieden.
Zum Abschluss des Reisejahres 2015 steht auch diesmal eine Kreuzfahrt am Programm. Nach zehn Reisen mit der AIDA-Flotte probieren wir etwas Neues aus - die Mein Schiff von TUI-Cruise.
Anfang September buchen wir direkt bei TUI-Cruise eine Innenkabine auf der Mein Schiff 2 für die zweiwöchige Reise in den Orient, die uns in die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Oman führt. Eine Region, die völliges Neuland darstellt - und daher umso spannender für uns ist.

 

ANREISETAG, Sonntag 13.12.2015


Wir nutzen erstmals das Parkhaus 3 am Flughafen Wien, direkt neben den Terminals gelegen, das wir im Zuge einer Aktion für € 1,- Parkgebühr pro Tag im Internet vorab buchen.
Bereits am Vortag erledigen wir von zu Hause aus den Web-Check-In auf der
"Emirates"
-Seite im Internet zum Ausdruck der Flugtickets, so dass wir lediglich das Gepäck am Terminal 3 aufgeben müssen, ehe wir uns vor dem Nachtflug noch verköstigen.
Nach den Terroranschlägen von Paris ein Monat zuvor, durchlaufen wir außerordentlich strenge Sicherheitskontrollen, ehe wir am Abfluggate ankommen.
Pünktlich um 22 Uhr startet die Boing 777-300 von "Emirates" zum 5:20 Stunden Flug nach Dubai.

 

DUBAI (VAE), Montag 14.12.2015


Wie von "Emirates" gewohnt, ist Verpflegung, Komfort und Entertainment vom Feinsten.
Nach dem Abendessen, etwas Videounterhaltung und zweistündigem Nickerchen landen wir am Montag um 6:20 Uhr Ortszeit (MEZ+3) am Dubai International Airport.
Mit dem "Mein Schiff"-Shuttle Bus erreichen wir gegen 8:45 Uhr den Terminal am Port Rashid, wo die Mein Schiff 2 bereits auf uns wartet. Leider verläuft der Check-In alles andere als zügig, da ein Großteil der ankommenden Passagiere beinahe gleichzeitig mit Fliegern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angereist ist. Nach dem anstrengenden Nachtflug dauert es weitere 75 Minuten ehe wir die schier endlose Warteschlange bis zu den Check-In-Schaltern hinter uns bringen.
Am Schiff angelangt, führt der erste Weg zum "Ankelmanns", dem Selbstbedienungs-Restaurant, wo wir ein ausgiebiges Frühstück zu uns nehmen. Wie sich in den kommenden zwei Wochen noch herausstellen sollte, wird dieses Lokal zu unserem "Dauerbrenner".
Nach dem die Zimmer erst gegen 15 Uhr bezugsfertig sind, nutzen wir eine Couch in einer der zahlreichen Bars für ein kurzes Mittagsschläfchen. Glücklicherweise haben wir für den Anreisetag keine Besichtigungen in Dubai geplant. Die Müdigkeit der Anreise mit der fast schlaflosen Nacht im Flieger würde das nicht zulassen.
Noch einmal geht es ins "Ankelmanns"-Restaurant zum Mittagessen bevor um 13 Uhr der Schiffsrundgang startet. Was auf der AIDA-Flotte nach zehn Reisen auf diversen Schiffen nicht mehr nötig ist, erweist sich bei unserer ersten "Mein Schiff"-Reise als durchaus nützlich.
Nach dem Bezug unserer Innenkabine nutzen wir den verbleibenden Nachmittag zur Erholung am Schiff, ehe es um 19 Uhr zum Abendessen in das inzwischen liebgewonnene Selbstbedienungsrestaurant geht. Als Abschluss des ersten langen Reisetages verschlägt es uns ins imposante Theater, wo wir um 21:30 Uhr der Aufführung "Rondo Veneziano" des Show-Ensembles beiwohnen.

 

DUBAI (VAE), Dienstag 15.12.2015


Heute geht's früh aus dem Bett. Der erste Ausflug steht auf dem Programm. Bereits von zu Hause aus haben wir die 5,5 Stunden-Tour "Modernes Dubai mit Burj Khalifa" für € 75,-/Person gebucht. Nach dem Frühstück um 7:45 Uhr beginnt der vormittägliche Ausflug mit dem Bus zum Fotostopp beim ersten Wahrzeichen von Dubai - dem Burj al Arab.
Das Burj al Arab („Turm der Araber“) ist eines der luxuriösesten und teuersten Hotels der Welt. Mit einer Höhe von 321 m zählt es zu den höchsten Hotelgebäuden der Welt. Aufgrund der segelförmigen Kubatur und seiner ausgesetzten Lage ist dieses Gebäude unverwechselbar. Mit dem Bau wurde 1994 begonnen. Zunächst wurden rund 2 Jahre benötigt, um die künstliche Insel belastungsfest anzulegen, der eigentliche Bau dauerte bis 1999. Der Bauherr Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum, seit 2006 Emir von Dubai und Verteidigungsminister der Vereinigten Arabischen Emirate, soll von Experten geschätzte 1,5 Milliarden US-Dollar für dieses Projekt ausgegeben haben.
Vom nahegelegenen öffentlichen Strand aus können wir das beeindruckende Wahrzeichen der Stadt hervorragend ablichten. Der Zutritt zur aufgeschütteten Insel bleibt uns jedoch verwehrt. Hierzu benötigt man eine Vorreservierung für ein Restaurant oder Cafe.
Mit dem Bus geht es weiter auf die künstlich angelegte Inselgruppe „The Palm Jumeirah". Diese ist 560 ha groß und besteht aus drei Abschnitten: dem „Stamm“, den „Palmenwedeln“ und dem sie umgebenden „Sichelmond“ zum Schutz gegen Sturmfluten. Der ca. 4 km lange und 600 m breite „Stamm“ und die 16 „Palmenwedel“ sind miteinander verbunden und bilden zusammen eine Insel. Der im Südosten befindliche Fußpunkt der Palme ist über eine ca. 300 m lange Brücke mit dem Festland verbunden. Am nordwestlichen Ende ist die palmenförmige Hauptinsel mit dem fast 12 km langen Außenring über einen rund 800 m langen Unterseetunnel verbunden. Auf dem Außenring befindet sich der fast 50 ha große Resort- und Vergnügungskomplex Atlantis, den wir leider nur aus der Busperspektive fotografieren können.
Schließlich fahren wir zurück Richtung Dubai Downtown, wo wir beim größten Einkaufszentrum der Welt, der Dubai Mall (1200 Geschäfte), den Bus wieder verlassen. Von hier geht es zu Fuß quer durch die Mall zum Hauptbesichtigungspunkt der Tour, dem höchsten Bauwerk der Welt - dem 828 m hohen Burj Khalifa.
Der Turm wurde in siebenjähriger Bauzeit in insgesamt 22.000.000 Arbeitsstunden errichtet. In Spitzenzeiten haben 12.000 Arbeiter am Bau gleichzeitig mitgearbeitet. In den unteren 38 der allgemein nutzbaren 163 Etagen ist das weltweit erste Armani-Hotel eingezogen. In den darüberliegenden Etagen liegen 43 Büros und 900 Apartmentwohnungen.
Nachdem wir den Eingangsbereich hinter uns gelassen haben, durchschreiten wir einen langen Gang, wo anhand von Bildern die Bauphasen hervorragend dokumentiert sind, ehe wir die beiden Aufzüge erreichen, wovon uns einer in nur 55 Sekunden in die 124. Etage auf 452 m zur Aussichtsplattform mit Außenterrasse „AT THE TOP“ bringt. Trotz diesigem Wetter breitet sich rund um uns sowie darunter ein beeindruckendes Panorama aus, das wir natürlich fotografisch festhalten. Wir nutzen die Zeit, um noch ein weiteres Stockwerk auf 456 m nach Oben zu gelangen und den Shop zu besuchen.
Wieder am Boden angelangt, bietet sich ein grandioser Blick auf diesen eleganten Turm, der durch seine stetige Verjüngung wie eine endlose Nadel in den blauen Himmel ragt.
Die restliche Freizeit in Dubai Downtown bummeln wir durch den Souk Al Bahar sowie die Dubai Mall. Von hier geht es mit dem Bus wieder retour zum Port Rashid, wo wir gegen 13:15 Uhr die Mein Schiff 4 besteigen, und nach einer ausgiebigen und beeindruckenden Dubai Sightseeing-Tour das Mittagessen genießen.
Den restlichen Tag erholen wir uns am Schiff und nutzen das All-Inclusive-Konzept von TUI-Cruise mit Eis, Kaffee und Kuchen sowie diversen alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken.

 

Khasab (Oman), Mittwoch 16.12.2015


Gegen 7 Uhr morgens legt die Mein Schiff 2 im Hafen von Khasab an, der Hauptstadt der Halbinsel Musandam, einer Exklave des Oman, am nördlichen Ende der arabischen Halbinsel gelegen. Die Stadt liegt an der Straße von Hormus, eine nur wenige Seemeilen breite, aber politisch umso bedeutendere Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet.
Bei herrlichem Wetter verbringen wir den Vormittag gemütlich am Pooldeck, ehe wir nach dem Mittagessen um 12:45 Uhr zu unserem vierstündigen Bootsausflug "Traditionelle Bootsfahrt durch die Fjordwelt" für € 49,-/Person aufbrechen.
Nach fünfminütigem Fußmarsch im Hafenareal treffen wir auch schon auf unsere Dhaus - traditionelle Holzschiffe aus omanischer Produktion. Gleich nach dem Auslaufen können wir schöne Aufnahmen von der Mein Schiff 2 knipsen, ehe wir ein kurzes Stück durch die Straße von Hormus gleiten, um danach in den Fjord Khor Ash Sham abzubiegen. Dieser ist mit 16 km Länge der größte Fjord im arabischen Raum. Auf beiden Seiten ragen schroffe, steile Felswände auf. Schon bald erreichen wir das erste von fünf im Fjord gelegenen Dörfer, die allesamt nur über den Seeweg zu erreichen sind. Auch die versprochenen Delfine lassen sich schon bald blicken, können allerdings nur schwer abgelichtet werden. Schließlich erreichen wir Telegraph Island, die zur Zeit der britischen Herrschaft 1864 erbaut wurde. Ein Unterwasserkabel zwische London und Indien wurde hier zwischengeklemmt, allerdings nur für fünf Jahre genutzt. Hier lädt ein längerer Zwischenstopp zum angenehm warmen Bad ein. Anschließend fahren wir noch ein Stück Richtung Fjordende, ehe wir wieder kehrt machen. Am Rückweg treffen wir am Rande des Fjords erneut auf Delfine. Langsam verschwindet die Sonne hinter den Bergen, so dass sich die letzte Stunde an Bord der Dhau dementsprechend frisch anfühlt.

 

Abu Dhabi (VAE), Donnerstag 17.12.2015


Früh morgens erreicht die Mein Schiff 2 den Hafen in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Da wir während der zweiwöchigen Kreuzfahrt ein zweites Mal hierher kommen, buchen wir von zu Hause für diesen Tag einen Ganztagesausflug in die Oasenstadt Al Ain, der zirka sieben Stunden dauert und € 59,-/Person kostet.
Bereits um 8:30 Uhr besteigen wir mit einem Lunch-Paket ausgestattet den Bus in Richtung Landesinnere, wo wir dem ägyptischen Reiseleiter lauschend, die folgenden 2,5 Stunden verbringen. Gegen 11 Uhr erreichen wir bei traumhaftem Wetter mit strahlend blauem Himmel die 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannte Oasenstadt Al Ain, zirka 160 km von Abu Dhabi entfernt an der Grenze zum Oman gelegen.
Erster Besichtigungspunkt ist das malerische Al Jahili Fort, welches 1891 zum Schutz der Stadt und der kostbaren Palmenhaine errichtet wurde. Einstmals diente das Gebäude als Zentrale der Oman Trucial Scouts, jener Einheit, die sich um den Schutz der Bergpässe kümmerte und den Frieden zwischen den Stämmen wahrte, sowie als Residenz des lokalen Gouverneurs. Das Fort wurde behutsam restauriert und beherbergt nun eine Dauerausstellung, welche die Arbeit des britischen Abenteurers Sir Wilfred Thesiger zeigt. Vorallem als Fotomotiv eignet sich das Gebäude hervorragend.
Nach einer halben Stunde Aufenthalt fahren wir zum Al Ain Palace Museum. Der Palast, ehemaliges Heim des späteren Gründers der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Zayed Bin Sultan al Nahyan, war einst politisches und soziales Zentrum. Im Jahre 1910 erbaut, wurde das Gebäude 1998 zum Museum umfunktioniert. Mittlerweile wurde es restauriert und umfasst eine beträchtliche Kollektion an Material über die Herrscherfamilie. Wir unternehmen eine halbstündige Tour durch die Privatgemächer und Gärten, die einst vom „Vater der Nation“ bewohnt wurden.
Eine kurze Busfahrt führt uns ins Herzen von Al Ain, wo wir in der Oase voller Palmenplantagen einen viel zu kurzen Spaziergang unternehmen. Hier können wir auch das 3000 Jahre alte Faladsch-Bewässerungssystem der Al Ain Oase bewundern. Dieses besteht aus einer Reihe von Kanälen, welche die Palmenplantagen in diesem innerstädtischen Paradies mit Leben erfüllen. Das Areal ist 1.200 ha groß und mit mehr als 147.000 Dattelpalmen (bis zu 100 verschiedenen Arten) bepflanzt. Von einem Dattelpflücker bekommen wir vorgeführt wie leichtfüßig man eine Palme hinauf und auch wieder herunter klettern kann. Danach gibt es pflückfrische Kostproben.
Angrenzend an die Oase befindet sich das Nationalmuseum, das der Geschichte und dem einzigartigen kulturellen Erbe der Stadt gewidmet ist. In drei Hauptbereiche aufgeteilt – Archäologie, Ethnographie und Geschenke – veranschaulicht die Ausstellung verschiedene Aspekte des Lebens in den Vereinigten Arabischen Emiraten und beinhaltet eine interessante Kollektion von Beduinenschmuck, Musikinstrumenten und Waffen. Eine halbe Stunde verbringen wir in dem sehr schön dokumentierten Museum, wo man die eine oder andere neue Perspektive auf die Lebensweise in den Emiraten gewinnt.
Auf dem selben Weg wie bei der Hinfahrt geht es schließlich zurück nach Abu Dhabi zur Mein Schiff 2, die wir gegen 15:45 Uhr im Hafen erreichen.
Trotz einiger attraktiver Fotomotive können wir den Ausflug mit seiner langen Fahrstrecke nicht weiterempfehlen. Von der vielgepriesenen Oase in Al Ain waren wir leider gänzlich enttäuscht.

 

Manama (Bahrain), Samstag 19.12.2015


Nach einem entspannten Tag auf See erreicht unser Schiff am Samstag bereits um 7 Uhr morgens den Liegeplatz in Manama, der Hauptstadt von Bahrain.
Der von zu Hause aus gebuchte 6,5-stündige Ausflug "Modernes und traditionelles Bahrain" für € 69,-/Person startet um 8:15 Uhr mit einer Busfahrt in die Wüste nach as-Sachir rund 27 km vom Zentrum der Hauptstadt entfernt. Hier befindet sich der 2004 eröffnete Bahrain International Circuit, eine für die Formel 1 gebaute Rennstrecke. Nach der Ankunft begeben wir uns mittels Aufzug auf die Aussichtsplattform des Towers, von wo aus man den besten Überblick gewinnen kann. Die einzigartige Wüsten-Rennstrecke wurde vom deutschen Bauingenieur und Rennstreckenspezialisten Hermann Tilke geplant und entworfen. Die Kosten hierfür beliefen sich auf ca. 150 Millionen Euro. Im Race Tower erlangen wir Einblick auf die technischen Möglichkeiten der Rennleitung, ehe es zum Media Center geht, von wo aus am Rennwochenende in die ganze Welt berichtet wird. Der Höhepunkt der Besichtigung findet dann direkt auf der Rennstrecke statt. Wir dürfen den "heiligen Asphalt" der Start/Ziel-Geraden sowie der Boxenstraße betreten. Für mich etwas überraschend die grobe Körnung des Asphalts. Nach einer Fotsession statten wir abschließend dem Fan-Shop einen kurzen Besuch ab, ehe uns der Bus zurück nach Manama bringt.
Bevor wir in die Geschichte des Königreich Bahrain eintauchen, besuchen wir die Royal Camel Farm, die sich im Besitz der Königsfamilie befindet und etwa 500 Kamele beherbergt. Hier kommt man auf Tuchfühlung an die Wüstenschiffen heran und kann dabei wunderschöne Aufnahmen machen. Ob die Haltung der Tiere eine Artgerechte ist können wir als Leihen nicht beurteilen.
Nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir den Fuß des Ruinenhügels, der einst das Hauptzentrum der Dilmun-Hochkultur im 3. Jtd. v. Chr. war. Die archäologische Ausgrabungsstätte Qal' at al-Bahrain wurde 2005 zum UNESCO-Welterbe ernannt. Aus dem 15. Jhdt. v. Chr. existieren Fundamente eines Palastes, der von den Kassiten errichtet wurde. Auch Zeugnisse persischer, griechischer, sassanidischer und osmanischer Herrschaft finden sich an diesem bedeutenden Ort. Das letzte Relikt, das sich imposant aus der Landschaft erhebt, ist das Fort Bahrain, das die Portugiesen im 16. Jhdt. erbauten. Dieses erreichen wir nach einem kurzen Spaziergang in der Mittagssonne. Die Festung wird von einer 12 m hohen Außenmauer umgeben, an der sich ein Wassergraben befindet. Durch eine Zugbrücke gelangen wir in das 600 x 300 m große Areal. Etwa eine halbe Stunde benötigen wir zur Innenumrundung des Forts. Danach verlassen wir das historische Gelände und begeben uns per Bus zur letzten Station des Ausflugs - dem National Museum.
Dieses wurde 1988 vom verstorbenen Emir Shaikh Isa bin Salman Al Chalifa in einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit seiner Königlichen Hoheit Prinz Chalifa bin Salman Al Chalifa eröffnet.
In 9 Hallen werden die Besucher des Museums auf eine 4000-jährige Zeitreise mitgenommen, die das Erbe des Königreichs Bahrain revue passieren lässt. Ein besonders schönes Museum, welches die Lebensweise und Tradition der heimischen Bevölkerung bildlich und plastisch hervorragend vermittelt. Nach dieser positiven Überraschung geht es retour zum Schiff, wo wir ab 14:30 Uhr wieder die Annehmlichkeiten des Bordlebens in vollen Zügen genießen dürfen.
Der Ausflug ist jedenfalls sein Geld wert, spannt er doch einen breiten Bogen über die Vielfältigkeit des kleinen Königreichs Bahrain am Persischen Golf.

 

Dubai (VAE), Sonntag 20.12.2015


Am Sonntag erreichen wir gegen 17 Uhr den Ausgangshafen Port Rashid in Dubai.
Für den Abend haben wir uns den Besuch der größten Wasserspiele der Welt am Fuße des Burj Khalifa beziehungsweise direkt neben der Dubai Mall als Ziel gesetzt. Um vom Hafen in die Stadt zu gelangen benötigen wir ein Taxi, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da neben der Mein Schiff 2 noch zwei weitere Ozean-Riesen im Hafen liegen. Nach 20-minütiger Wartezeit am Taxistand sind wir an der Reihe. Gemeinsam mit einem italienischen Fahrgast fahren wir zirka 25 Minuten bis zur Dubai Mall. Für Taxis sollte man in Dubai immer hiesige Währung parat haben. Mit Dollar, Euro oder Kreditkarte zu bezahlen erweist sich als schwierig. Überraschend lässt es sich unser italienischer Mitfahrer nicht nehmen die komplette Taxi-Rechnung zu begleichen. Wir bedanken uns höflich für die vorweihnachtliche Einladung und verschwinden eben so wie er in der von Besuchern zu explodierenden Dubai Mall. Auf der gegenüberliegenden Seite angelangt trauen wir unseren Augen nicht. Der riesige Platz mit dem künstlich angelegten Teich unterhalb des Burj Khalifa ist bis zum Bersten mit Touristen gefüllt. Auf der Brücke zum Souk Al Bahar ergattern wir einen halbwegs brauchbaren Platz um den Wasserspielen zu folgen. Doch ehe diese beginnen werden sie via Lautsprecher abgesagt. So müssen wir auf einen späteren Termin an diesem Abend warten, was nicht all zu schwer fällt, da wir gleich nebenan die größte Shopping Mall der Welt als Ausweichprogramm vorfinden. Nach über einer Stunde Bummeln probieren wir es erneut. Diesmal haben wir Glück und finden ein schönes Plätzchen in allererster Reihe. Mit bombastischer Instrumentalmusik beginnen die nur wenige Minuten dauernde, aber umso beeindruckenderen Wasserspiele. Die Außenbeleuchtung des Burj Khalifa wechselt in regelmäßigen Abständen von der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate zu jener von Bahrain. Ein imposantes Schauspiel als Hintergrund der Wasserspiele. Dieses einzigartige Spektakel sollte man in Dubai keinesfalls versäumen.
Im Anschluss machen wir uns auf den Weg durch die Dubai Mall zum Taxistand, um den Weg zurück zum Hafen in Angriff zu nehmen. Diesmal werden wir allerdings vom Fahrer geprellt. Wir Zahlen mit Dollarnoten und dabei um etwa 50 Prozent mehr als bei der Hinfahrt. Aber was soll's! Müde und voller neuer Eindrücke geht's ab in die Kabine.

 

Dubai (VAE), Montag 21.12.2015


Den Montag Vormittag können wir gemütlich angehen lassen. Heute ist der sogenannte "Wechseltag" am Schiff, an dem die meisten der Passagiere abreisen sowie neue Reisende zusteigen. Nur jene, die so wie wir, eine zweiwöchige Reise gebucht haben, können den Tag entspannt beginnen.
Für den heutigen Tag in Dubai haben wir wieder einen Ausflug von TUI gebucht - Dubai zu Wasser und zu Land. Die vierstündige Nachmittagstour beginnt um 14:45 Uhr und kostet € 49,-/Person.
Wir starten die 1,5-stündige Panoramafahrt durch Dubai mit dem Bus vom Port Rashid und treffen dabei auf moderne und berühmte Bauten der letzten Jahrzehnte. Beginnend mit dem Hotel Burj Al Arab geht es weiter zur Dubai Marina mit ihrer spektakulären Skyline. Es folgen The Palm Jumeirah mit dem Atlantis Hotel und die Mall of the Emirates mit ihrer berühmten Skihalle. Weitere Ziele sind die bekannte Sheikh Zayed Road mit dem ersten Hochhaus der Stadt, das World Trade Center aus dem Jahre 1978 sowie der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Wie bei einer Panoramafahrt üblich, bleibt es leider beim Vorbeifahren. Weder Fotostops noch Besichtigungen sind eingeplant. Am Dubai Creek angelangt heißt es dann auf eine Dhau umsteigen. Auf dem Oberdeck dieses traditionellen Holzbootes genießen wir während der einstündigen Bootsfahrt den Sonnenuntergang mit Ausblick auf die Altstadt der modernen Metropole.
Im Anschluss geht es mit dem Bus zurück zum Hafen Port Rashid, wo wir gegen 18:45 Uhr die Mein Schiff 2 besteigen. Nach einer angenehmen Dusche wartet schon das Abendessen im "Anckelmanns" auf uns.
Den Ausflug können wir nur bedingt weiterempfehlen. Die Panoramafahrt mit dem Bus hatten wir in ähnlicher Form bereits bei unserem ersten Ausflug in Dubai im Programm. Die Bootsfahrt auf dem Dubai Creek erwies sich wie erwartet als sehr schöner Tagesausklang und ist durchaus empfehlenswert.

 

Khor Fakkan (VAE), Mittwoch 23.12.2015


Nach einem weiteren gemütlichen Seetag auf der Mein Schiff 2 legt das Kreuzfahrtschiff am Mittwoch gegen 7 Uhr morgens im Hafen von Khor Fakkan an. Die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, am Golf von Oman gelegen, ist eine Exklave des Emirats Schardscha.
Auch der Mittwoch Vormittag steht ganz im Zeichen der vorweihnachtlichen Erholung an Bord, ehe nach dem Mittagessen um 13:30 Uhr unser vierstündiger Ausflug "Jeep-Tour durch die Wüste Hatta" beginnt. Schon beim Treffpunkt im Theater des Schiffes werden mittels Nummern die jeweiligen Jeeps für die Tour zugewiesen. Wir teilen uns den Toyota Land Cruiser mit einem älteren deutschen Ehepaar. Vorbei an einer Vielzahl von Ölfirmen mit riesigen Rohöltanks im Emirat Fudschaira geht es im Konvoi von 15 Jeeps ins Hinterland. Schon aus der Ferne erkennen wir die rotgefärbten, weich gewundenen Sanddünen der Hatta Wüste. Nach einer Fahrstunde verlassen wir die asphaltierte Straße und die Fahrzeuge werden durch die Reduktiuon des Reifendrucks auf die Dünenfahrt vorbereitet. Einstweilen bestaunen wir einige wenige Kamele und machen erste Bekanntschaft mit dem Wüstensand. Danach beginnt das eigentliche Abenteuer. Während wir die Sanddünen slalomartig auf- und abwärts fahren, versuche ich als Beifahrers den einen oder anderen Schnappschuss zustande zu bringen. Unterwegs legen wir Fotostopps am sogenannten Camel Rock sowie am Fossil Rock ein, wo wir die malerische Kulisse bei strahlend blauem Himmel nicht nur für herrliche Aufnahmen nutzen sondern auch ein paar Schritte durch den feinen, roten Sand schlendern. Bei einer Erfrischung können wir den Ausblick und die Weite der Dünenlandschaft in vollen Zügen genießen.
Bevor es wieder retour nach Khor Fakkan geht, "tanken" wir bei einer KFZ-Werkstatt am Rande der Wüste wieder Luft in die Reifen um asphalttauglich zu werden. Weil der Vorgang bei 15 Fahrzeugen länger als geplant dauert, erreichen wir als letzte Passagiere, außerhalb der Liegezeit, den Hafen samt Kreuzfahrtschiff. Da es sich um einen Ausflug von Mein Schiff handelt, hat diese kleine Verspätung jedoch keine Konsequenzen. Dieser abenteuerliche Ausflug für € 79,-/Person lohnt sich für all jene, die Ähnliches noch nicht mitgemacht haben. Für uns war diese Art der Wüstentour Neuland und deshalb ein bleibendes Erlebnis.

 

Muscat (Oman), Donnerstag 24.12.2015


Um 7 Uhr morgens legt die Mein Schiff 2 im Hafen von Muscat an. Zum zweiten Mal auf der 14-tägigen Schiffsreise besuchen wir das Sultanat Oman. Dieses Mal liegt das Schiff vor der Hauptstadt des Landes, was eine ideale Ausgangslage für diverse Besichtigungstouren bietet.
Für den heutigen Weihnachtstag haben wir den längsten Ausflug der Reise geplant. Die Tour "Oasenstadt Nakhl & der Fischmarkt von Barka" dauert 10 Stunden und kostet € 79,-/Person.
Vom Schiff aus geht es zuerst mit dem Bus durch Muscat zur Großen Sultan-Qabus-Moschee, die sich auf einem 416 ha großen Areal im Gemeindegebiet von al-Ghubra befindet. Sie gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Landes und als eine der weltweit größten Moscheen. Die Errichtung der Anlage wurde 1992 von Sultan Qabus beschlossen. 1995 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, die 2001 mit der feierlichen Eröffnung abgeschlossen werden konnten. Der Gesamtkomplex wurde aus 300.000 to indischem Sandstein errichtet und besteht aus einer großen Männergebetshalle, einer kleineren Frauengebetshalle, fünf Minaretten, zwei großen Bogengängen, einem islamischen Informationszentrum sowie einer Bibliothek. Das gesamte Areal bietet etwa 20.000 Gläubigen Platz zum Gebet.
Schon außerhalb der Moschee fällt der wunderschön angelegte und gepflegte Garten äußerst positiv auf. Bevor wir Touristen die Moschee betreten dürfen werden die Damen der Reisegruppe aufs Genaueste inspiziert, ob die Ganzkörperbedeckung auch gewährleistet ist. Zwei bis drei Mitreisende müssen schließlich in Burkas schlüpfen, um Einlass zu finden. Für uns Männer gelten in der islamischen Welt solche Kleinigkeiten natürlich nicht. Wir benötigen lediglich lange Hosen, können bei relativ hohen Temperaturen allerdings mit Kurzarmshirts in die heiligen Räumlichkeiten. Nach einigen Fotos und Erklärungen des ägyptischen Reiseleiters in der Frauengebetshalle, wandeln wir über einen Innenhof zur großen Männergebetshalle, die quadratisch angelegt ist und im Außenmaß 74,4 m × 74,4 m misst. Sie bietet Raum für 6.500 Gläubige. Durch reich verzierte, handgeschnitzte Holztüren betreten wir diese wundervolle Räumlichkeit. Der darin verlegte 4293,45 m⊃2; große Gebetsteppich (70,50 m × 60,90 m) gilt als ein Meisterwerk iranischer Teppichknüpfkunst. Sechshundert Knüpferinnen waren drei Jahre lang in jeweils zwei Schichten mit der Herstellung der Einzelteile beschäftigt. Dabei wurden insgesamt 1,7 Milliarden Knoten um die Baumwollkette geschlungen. Anschließend wurden die Einzelteile nach Muscat transportiert und vor Ort zusammengenäht. Dies nahm vier weitere Monate in Anspruch. Insgesamt wiegt der Teppich 22 to. Die reich mit Kalligrafien und Arabesken verzierte Holzdecke stellt das optische Gegenstück zum Teppich dar. Über dem Raum wölbt sich eine 50 m hohe Kuppel, in deren Mitte einer der größten Luster der Welt hängt. Er misst 8 × 14 m, trägt 1.122 Lampen, ist reich mit Swarovski-Kristallen behängt und wiegt 8 to. Nach einer kurzen Einführung in den Koran besuchen wir die beiden Waschräume für Männer und Frauen, die zur rituellen Waschung Wudu' vor dem Gebet dienen. Anschließend durchschreiten wir den mit Blumenbeeten geschmückten Außenbereich zu unserem Bus. Die Große Sultan-Qabus-Moschee ist nicht nur eine der größten Moscheen der Welt sondern ein äußerst geschmackvolles, religiöses Kunstwerk der Gegenwart.
Weiter geht's in die Küstenstadt Barka, die für ihren großen Fischmarkt bekannt ist. Wir besuchen diesen, auch wenn wir um die fortgeschrittene Zeit nur mehr die Restbestände zu Gesicht bekommen. Auch das Fort im Ortskern ist sehenswert und ein attraktives Fotomotiv. Danach brechen wir in Richtung Oasenstadt Nakhl auf, die etwa 120 km westlich von Muscat liegt. Das erklärte Ziel ist die hiesige Festung, die zu Füßen der spektakulären Gipfel des gleichnamigen Gebirges inmitten von idyllischen Dattelgärten liegt. Die imposante Festung von Nakhl, auch Husn Al Heem genannt, ragt oberhalb des Ortes auf einem sechzig Meter hohen Felsen empor. Teile des Berges sind direkt in die Mauern der Festung integriert. Der genaue Zeitpunkt der Erbauung von Husn Al Heem ist unbekannt, er befindet sich jedoch noch in vorislamischer Zeit. Die Festung wurde zum Schutz der Oase und der nahe gelegenen Handelsrouten errichtet. Gegenwärtig präsentiert sich die über 3.400 m2 große Festungsanlage mit sechs eindrucksvollen Wehrtürmen, einer 30 m hohen Mauer und einem massiven Tor. Die Festung wurde in den 1990er-Jahren umfassend renoviert und erstrahlt heute in altem Glanz. Viele Räume wurden vom omanischen Tourismusministerium mit traditionellen Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die das frühere Leben in der Festung außerordentlich gut veranschaulichen. Von den obersten Plattformen der Festung, die noch mit Kanonen bestückt sind, hat man einen wunderbaren Blick über die umliegende Region. Besonders beeindruckend an dieser Festung ist die Authentizität sowie die wundervolle Lage. Ein absolutes Highlight unserer Reise!
Nach der Besichtigung der Festung fahren wir durch die Dattelgärten von Nakhl zu den heißen Quellen Ain A'Thawwarah im Wadi Hammam. Hier unternehmen wir einen kurzen Spaziergang und beobachten die Einheimischen bei ihrem Bad. Es herrscht besonders reges Treiben, da die Moslems den Geburtstag des Propheten Mohammeds feiern - zufällig in diesem Jahr zeitgleich mit dem christlichen Weihnachtfest.
Auf dem Rückweg in die Hauptstadt halten wir im Al Nahda Resort in Barka bei einem typisch orientalischen Buffet unsere wohlverdiente Mittagspause. Im angenehm klimatisierten, riesigen Speisesaal des Resort werden wir mit köstlichen, traditionellen Vor-, Haupt- und Nachspeisen verwöhnt.
Letzter Programmpunkt am späten Nachmittag ist der Besuch des Souk im Stadtteil Mutrah, der an einer benachbarten Bucht westlich von Muscat liegt. Der Souk gilt als ältester im Oman. Die Waren zeigen eine perfekte Mischung aus neuen und alten Dingen. Wir nutzen die verbleibende Zeit zu einem gemütlichen Spaziergang entlang der schön angelegten Corniche, ehe wir nach zehn Stunden zurück aufs Schiff gehen. Ein äußerst abwechslungsreicher Ausflug, der einen Querschnitt des Lebens im Oman bietet. Von uns eine klare Empfehlung!
Für den festlichen Weihnachtsabend haben wir bereits von zu Hause über das Internet einen Sitzplatz im "Anckelmanns" für 19 Uhr reserviert. Wir bekommen einen wundervollen, kleinen Tisch neben dem geschmückten Christbaum zugewiesen. Danach gibt es für mich zur Feier des Tages fünf Glas Champagner. Nach gemütlichen zwei Stunden und einigen Tellern leckeren Essens verschlägt es uns um 21:30 Uhr zur Weihnachtsgala "Weihnachten unter dem Wohlfühlstern". Alexandra bleibt noch für die Christmette im Theater, während ich leicht beschwipst die Kabine aufsuche. Langsam neigt sich ein wunderschöner Heiliger Abend seinem Ende zu. Ein außergewöhnliches Weihnachten, das wir mit Sicherheit den Rest unseres Lebens in Erinnerung behalten werden.

 

Abu Dhabi (VAE), Samstag 26.12.2015


Am Stefanietag, nach einem Erholungstag auf See, legen wir um 7 Uhr im Hafen von Abu Dhabi an.
Für den Samstag Vormittag haben wir den viereinhalbstündigen Ausflug "Stadtrundfahrt durch Abu Dhabi" für € 45,-/Person gebucht. Bei unserem ersten Stopp in der Hauptstadt der Emirate eine Woche zuvor, hatten wir uns ja für den Ausflug in die Oasenstadt Al Ain entschieden.
Gegen 8:15 Uhr verlassen wir das Hafenareal, und erreichen nach einer Busfahrt quer durch die Stadt das heutige Hauptbesichtigungsziel - die Scheich Zayid Moschee. Schon aus der Ferne kann man ihre gewaltigen Ausmaße erahnen. Da die Moschee erst um 9 Uhr ihre Pforten öffnet, müssen wir zehn Minuten vor dem Schranken des riesigen Parkplatzgeländes ausharren, ehe wir den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Schon die prächtige, weiße Außenfassade mit den Minaretten und Kuppeln lässt ahnen, welch Prachtbau uns in der kommenden Stunde erwarten wird.
Die Scheich Zayid Moschee ist die größte Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die achtgrößte der Welt. Das Sakralbauwerk befindet sich auf einem rund 56 ha großen Grundstück und ist benannt nach Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan, einem Mitgründer und erstem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, dessen Grab sich auf dem Gelände befindet. Das Bauwerk wurde 2007 offiziell eröffnet. In ihren Außenmaßen von 224 x 174 m bietet die Moschee Platz für 40.000 Gläubige. Ihre vier Minarette messen eine Höhe von jeweils 107 m, die der Hauptkuppel über dem Gebetssaal 75 m. Mit einem Durchmesser von 32,2 m gilt sie als größte Moscheekuppel der Welt. Dem kompakten Zentralbau wurden am Rand über 40 kleinere Kuppeln aufgesetzt. Die Baukosten der Anlage beliefen sich auf 545 Millionen US-Dollar. Für den Bau wurden unter anderem 15 verschiedene Marmorsorten und auffällig viel Blattgold verwendet. Das Innere der Moschee ist mit einem 5627 m⊃2; großen, handgeknüpften Teppich aus dem Iran ausgelegt, der 47 to schwer ist. Auch er gilt als größter seiner Art auf der Welt. Die Moschee schmücken zudem sieben Kronleuchter aus vergoldetem Messing und Edelstahl. Verarbeitet wurden auch tausende Swarovski-Kristalle, die blumenförmig und in verschiedenen Farben gestaltet wurden. Der Größte hat einen Durchmesser von 10 m, ist 15 m hoch und gilt als größter Kronleuchter der Welt.
Wir genießen die früh morgens noch relativ ruhige Atmosphäre im Inneren der Moschee und nutzen die Zeit für jede Menge Fotos. Diese fantastische Moschee zählt zu den schönsten Bauwerken der Emirate und sollte unbedingt besucht werden.
Nach dem spirituellen Programmpunkt, und einem in der Region seltenen Gewitter, geht's weiter nach Breakwater Island, von wo aus man einen sehr schönen Ausblick auf die Skyline von Abu Dhabi genießt. Unter anderen können wir das berühmte Emirates Palace Hotel, die Etihad Towers sowie den gewaltigen Präsidentenpalast aus der Entfernung bestaunen und fotografieren.
Im Anschluss fahren wir über die Sheik Khalifa Autobahnbrücke auf die 27 km⊃2; große Saadiyat Island, die nur wenige Kilometer nördlich vom Stadtzentrum entfernt liegt. Diese Insel soll in naher Zukunft der kulturelle Stadtteil von Abu Dhabi sein. Ein Großteil der geplanten Projekte Louvre Abu Dhabi, Zayed National Museum, Guggenheim Abu Dhabi, Performing Arts Center und Maritime Museum befinden sich noch im Bau. Das Manarat Al Saadiyat ist ein Museum mit 15400 m⊃2; und zeigt in einer kleinen Ausstellung die Geschichte von Abu Dhabi und die Zukunft der Saadiyat Insel. Der Besuch dieses Museums verschafft uns einen kleinen Einblick in die Vergangenheit, dient aber vor allem als Werbung für das zukünftige kulturelle Abu Dhabi.
Auf dem Rückweg zum Schiff legt der Reiseleiter einen Extra-Stopp beim Dattelmarkt in Hafennähe ein. Gegenüber dem Fischmarkt liegt der Al Mina Obst & Gemüse Souk. Der Dattelmarkt ist sein Herzstück. Eine unglaubliche Auswahl an verschiedensten Qualitäten, mit Mandeln gefüllt oder in Schokolade gedunkt wird hier zur Auswahl angeboten. Wir erhalten eine in Zellophanpapier verpackte, in Schokolade eingehüllte, mit Mandelkern gefüllte Dattel als Kostprobe. Nach erstem Zweifel koste ich das "süße" Ding und bin dermaßen begeistert, dass ich einen Plastikbeutel mit einem Killogramm für 8 US-Dollar mitnehme.
Zurück am Hafenterminal die Ernüchterung. Eine schier endlose Menschenschlange windet sich bis weit vor das Terminal. Die Sicherheitskontrollen - im Gegensatz zur Woche davor - werden mit äußerster Genauigkeit und getrennt nach Geschlechtern durchgeführt. Es ist 12:45 Uhr und ich habe für 14:15 Uhr bereits den nächsten Ausflug gebucht. Dazwischen soll sich allerdings auch noch ein halbwegs gemütliches Mittagessen ausgehen. Nach einer halben Stunde Wartezeit schaffen wir es auf das Schiff direkt ins "Anckelmanns".
Essen, Umziehen und ab zum Treffpunkt für den Nachmittagsausflug. Die dreistündige Tour "Formel 1 mitten in der Wüste" für € 69,-/Person ist lediglich etwas für Sportbegeisterte, so dass ich erstmals einen Ausflug am Kreuzfahrtschiff ohne meine Gattin in Angriff nehme.
Nach etwa einer dreiviertel Stunde Busfahrt erreichen wir bei starkem Wind und kühler Temperatur den Yas Marina Circuit, der auf Yas Island gelegen im Jahre 2009 fertiggestellt wurde, und wo im selben Jahr das letzte Formel-1-Rennen der Saison ausgetragen wurde. Entworfen wurde der 5,554 km lange Rundkurs vom deutschen Rennstrecken-Designer und Bauingenieur Hermann Tilke. Der erste Formel-1-Grand-Prix von Abu Dhabi bot auch ein Novum: zum ersten Mal wurde ein Rennen bei Tageslicht gestartet, in der Dämmerung fortgesetzt und unter Kunstlicht beendet.
Gleich zu Beginn der etwa 90-minütigen Besichtigung gelangen wir auf die Nordtribüne, wo die Strecke eine 180 Grad-Kurve bildet. Spektakulär die Überdachung der Tribünen, die insgesamt ein Fassungsvermögen von 41.000 Besuchern bietet. Nach dem Besuch einer mit Rennboliden übervollen Garage geht's weiter an den Yacht-Hafen, von wo wir leider nur aus einiger Entfernung das Yas-Hotel fotografieren können, wo die Rennstrecke hindurch führt.
Im Anschluss steht der Besuch des Kontrollraums an, wo die Rennleitung jeden Zentimeter der Strecke via Kameras und deren Übertragung auf einen riesigen Monitor mitverfolgen kann. Danach haben wir die einzigartige Gelegenheit das höchste Treppchen des Siegerpodiums zu besteigen, ein Foto mit Pokal zu machen, und von diesem elitären Balkonplatz den Blick auf die Rennstrecke samt Boxengasse zu genießen. Zum Abschluss darf ein Besuch im Fanshop nicht fehlen, ehe an der Ferrari-World vorbei wieder retour zum Schiff geht. Alles in allem ein interessanter Ausflug, der allerdings nur für eingefleischte Formel-1-Fans zu empfehlen ist.

 

Dubai (VAE), Sonntag 27.12.2015


Um 7 Uhr morgens legt die Mein Schiff 2 zum letzten Mal während unserer zweiwöchigen Schiffsreise im Port Rashid von Dubai an. Ein ganzer Tag steht zur Verfügung, um die gesammelten Erfahrungen der beiden bisherigen Stopps in Dubai nun zu nutzen. Bereits vor Reiseantritt haben wir uns für den letzten Tag der Reise einen individuellen Ausflug in der arabischen Metropole vorgenommen.
Nach einem gemütlichen Frühstück, später als geplant, besteigen wir vor den Hafen-Terminals eines der bereitstehenden Taxis. Anders als beim letzten Aufenthalt, gibt es diesmal keine Warteschlange im Taxibereich. Länger als erwartet dauert hingegen die Fahrt durch das Stadtzentrum zum 25 km südwestlich gelegenen Stadtteil Dubai Marina, welchen wir bei unseren bisherigen Ausflügen nur am Rande vom Bus aus wahrgenommen haben. In Dubai Marina angelangt, erhalten wir vom Taxifahrer als Present einen kleinen Koran.
Die Dubai Marina hat ihren Namen von einem nahezu vier Kilometer langen, künstlich angelegten Kanal, an dessen geschwungenen Uferpromenaden neben einem großen Yachthafen und einigen kleineren Bootsanlegern zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte, sowie ein Einkaufszentrum mit rund 120.000 m⊃2; Verkaufsfläche eingerichtet sind.
Der seit 2003 neu entstehende Stadtteil soll im Endausbau zwischen 75.000 und 150.000 Menschen beherbergen und etwa 200 Wolkenkratzer umfassen. Bei prachtvollem Wetter nehmen wir uns genügend Zeit die Uferpromenade entlang zu schlendern und dabei immer wieder fasziniert die imposanten Wolkenkratzer empor zu blicken.
Im Anschluss begeben wir uns auf die zweite Taxifahrt zum Souk Madinat Jumeirah, einem nachgebauten Souk mit 75 kleinen Läden, die vornehmlich Antiquitäten, Kunsthandwerk und hochwertige orientalische Lebensmittel anbieten. Dieser ist Teil eines 2004 eröffneten Hotel-, Freizeit- und Geschäftszentrum. Die zur Jumeirah Group gehörige rund 48 ha große Anlage befindet sich unweit des berühmten Burj al Arab am Jumeirah Beach. Die parkartige „Stadt in der Stadt“ wurde äußerst aufwendig als Lagunenstadt im Stil alter arabischer Paläste mit den typischen Windtürmen gebaut. Sie wird durchzogen von Wasserwegen von insgesamt 3,7 km Länge. Neben drei Hotels gehören 45 Restaurants, Bars und Cafés sowie das erste und einzige Theater Dubais, das Madinat Theatre mit 432 Sitzplätzen zum Madinat Jumeirah.
Schon der erste Eindruck beim Betreten des Souk ist begeisternd. Wir bummeln durch den klimatisierten Innenbereich, ehe wir den Außenbereich erkunden. Fantastisch sind vor allem die künstlich angelegten Wasserwege, an denen einige der Lokalitäten die schönsten Plätze mit Blick auf das Burj al Arab anbieten. Als witzigen Höhepunkt entdecken wir am Ende der Erkundungstour auch noch das Weihnachtsdorf bei knapp 30 Grad im sonnigen Dubai. Gesponsert von der schweizer Schokoladenfirma Lindt, werden in zünftigen Holzhütten traditionelle Weihnachtsprodukte wie Punsch und Glühwein angeboten. Für Kinder dürfen riesige Weihnachtsbäume und ebenso große Weihnachtsmänner nicht fehlen, wobei die künstliche Beschneiungsanlage das Highlight der mehrtägigen Veranstaltung bildet. Die Anlage rund um den Souk Madinat Jumeirah können wir nur allen Dubai-Besuchern wärmstens empfehlen!
Nach einem kurzen Spaziergang in die Nähe des Burj al Arab für ein schönes Foto besteigen wir das nächste Taxi, welches uns zur letzten Station an diesem Tag fährt - dem Einkaufszentrum Mall of the Emirates. Auf 223.000 m⊃2; befinden sich 400 Geschäfte aller Branchen. Hinzu kommen über 65 Restaurants. Neben den Geschäften bietet die Mall einen Kinokomplex mit vierzig Leinwänden, einen Spielplatz für Kinder sowie ein Theater. Weltweiten Ruhm erlangte das Einkaufszentrum allerdings durch die inkludierte Ski-Halle. Diese künstlich angelegte Skipiste ist durch ein über mehrere Etagen gehendes Schaufenster vom Einkaufszentrum abgegrenzt. Im Vergleich zur Dubai Mall wirkt dieses etwas ältere Einkaufszentrum erdrückend, so dass wir uns nicht all zu lange aufhalten. Mit dem erstbesten Taxi fahren wir retour zum Schiff, wo das "letzte Abendmahl" der Reise bereits auf uns wartet.
Um 21:30 Uhr besuchen wir ein letztes Mal auf dieser Reise das bordeigene Theater, wo sich das Ensemble vom Publikum verabschiedet. Nach einem Schlummertrunk an der Bar geht es zur kurzen Nachtruhe in die Kabine.

 

RÜCKREISETAG, Montag 28.12.2015


4 Uhr morgens und der Wecker läutet! Welch unmenschliche Zeit, um im Urlaub aufzustehen! Leider ist es noch dazu unser Abreisetag.
Nach einem allerletzten, kleinen Früstück an Bord gehen wir müde und traurig von Bord der Mein Schiff 2, schnappen sich im Hafen-Terminal die in der Nacht bereitgestellten Koffer und besteigen um 5:20 Uhr den uns zugewiesenen Bus in Richtung Airport. Nach lediglich 20 Minuten erreichen wir diesen zum üblichen Check-In.
Um 9:30 Uhr hebt der Emirates-Flieger Richtung Österreich ab, wo wir nach drei Stunden Zeitumstellung und insgesamt fünfdreiviertel Stunden Flug wohlbehalten um 12:15 Uhr Ortszeit am Flughafen Wien/Schwechat landen.
Die letzte Etappe mit dem Auto in unsere Heimat Wr. Neustadt fällt diesmal leichter, da wir halbwegs ausgeschlafen sind. Bereits 90 Minuten nach der Landung erreichen wir nach 14-tägiger Reise glücklich und voller neuer Eindrücke unsere Wohnung.

 

RESÜMEE ZUR REISE


Für uns war diese Kreuzfahrt die erste Bekanntschaft mit der TUI-Mein Schiff-Flotte, ebenso wie mit dem Orient als Reisedestination. Eine weitere Prämiere stellte die Reisezeit über die Weihnachtsfeiertage dar.
Wir hatten zuvor 10 Kreuzfahrten mit AIDA-Cruise unternommen und sich diesmal für das deutsche Konkurrenzprodukt entschieden, um einen direkten Vergleich zu haben. Vorweggenommen kann man sagen, dass wir danach geteilter Meinung sind. Meine Gattin wird wohl immer AIDA-Fan bleiben, während ich die Vorzüge des inkludierten Getränkepakets und der etwas ruhigeren Atmosphäre auf der Mein Schiff bevorzuge. Während der 14-tägigen Reise hatten wir vier Seetage, womit wir das Schiffsleben ausführlich genießen konnten Die Schiffs-Abläufe sind bei den beiden Reedereien ähnlich, beim Unterhaltungsprogramm kann AIDA punkten, beim Essen würde ich die Mein Schiff bevorzugen. Die Ausflüge sind sowohl von Preis und Qualität auf ähnlichem Niveau. Mein Schiff kann mit etwas mehr Platz pro Person aufwarten. Für uns werden in Zukunft beide Reedereien in Frage kommen, je nach Destination und Preis.
Über die Reisedestination Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain und Oman können wir im Bezug auf Besichtigungen nur Positives berichten. Zu den Höhepunkten zählt die junge Metropole Dubai, die natürlich durch ihre Wolkenkratzer beeindruckt. Ein Besuch auf dem derzeit höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa, hinterläßt für schwindelfreie Menschen einen bleibenden Eindruck. Ebenso ein Spaziergang entlang der Promenade im künstlich angelegten Stadtteil Dubai Marina. Aber nicht nur die Skyline weiß zu gefallen. Ein orientalischer Höhepunkt der Stadt ist der nachgebaute Souk Madinat Jumeirah, wo man in entspannter Atmosphäre flanieren kann.
Auch der Halt in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, in Abu Dhabi, war durchaus lohnenswert. Als Highlight lässt sich hier die Scheich-Zayid-Moschee erwähnen, die zu den größten und prunkvollsten der Welt zählt.
Positiv überrascht waren wir von unseren beiden Stopps im Oman. Während die Enklave Khasab auf der Halbinsel Musandam ein Naturspektakel in Abgeschiedenheit bietet, ist die Hauptstadt Muscat durch reges Treiben in den Souks gekennzeichnet. Highlight ist die prachtvolle Große Sultan-Qabus-Moschee, die nicht so sehr durch Größe, sondern vielmehr durch Schönheit begeistert. Ein weiterer Höhepunkt ist die Festungsanlage von Nakhal im Landesinneren. Wunderschön thront sie auf einem Felsen und erzählt im Inneren von der Vergangenheit des Sultanats.
In Bahrain können wir einen Ganztagesausflug empfehlen, wo man schön Vergangenheit und Moderne als Vergleich präsentiert bekommt. Auf der einen Seite die Formel-1-Rennstrecke in der Wüste, auf der anderen als kulturelles Highlight das zum Weltkulturerbe zählende Fort.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass eine Reise in diese Region der Welt mit Sicherheit am Besten bei einer Kreuzfahrt zu bewältigen ist. Man kann mehrere Länder innerhalb von 14 Tagen abklappern, hat dabei sein Zimmer immer bei sich, ebenso wie eine perfekte Verpflegung an Bord des Schiffes. Die Orient-Kreuzfahrt zählt für uns zu den bisher schönsten und interessantesten Schiffsreisen.

 


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